Kann mir einer sagen um was es in dem Buch, was konnte kant was ich nicht kann, geht?

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1 Antwort

Hi, Mignon hat recht. -Philosophie ist Anleitung und Katalysator für qualifiziertes Selber-Denken,- eben Aufklärung pur,-  keine Sammlung von Küchenrezepten für alle Gelegenheiten. Ich glaube das Kant das genauso gesehen hätte und deshalb den Satz formuliert hat, dass "Aufklärung die Befreiung des Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit sei" (durch Selber-Denken, Anm. d. V.) und eben keine Anleitung für den idealen "Befreier" und "guten Führer".

Was du da an Beispielfragen vorstellst ist ein literarisches Sammelsurium von Scheinproblemen nach sophistischem Muster, interessant, amüsant aber eben nur das. Das führt zu "bildungsbürgerlichen Pläusch'chen mit gehobenem intellektuellen (Selbst-) Anspruch bei Kaffe und Kuchen.

Es ist eine Binsenweisheit, dass der Mensch Erkenntnis, Wahrnehmung, Erfahrung nur als bestimmtes Etwas unter Einbeziehung seines Gegenteils bzw. der Menge an Entitäten, die dieses Etwas nicht ist realisieren und organisieren kann (ohne "Winter" kein "Sommer", ohne Vorstellung von "Ungerechtigkeit" keine Formulierung von "Gerechtigkeit", ohne "Chaos" keine "Ordnung" u.sw. u.s.w.). Kant war der Meinung, dass dem Menschen eben nur die Vernunft (Aufklärung) bleibt, um in dieser Dialektik mit einer logisch begründeten Prinzip-Ethik eine Orientierung zu geben.

Aber vielleicht soviel zusammengefaßt, um dich da nicht ganz im Regen stehen zu lassen: Kant hat versucht, Prinzipien sowie deren logische Grundlagen zu formulieren, damit der Mensch in einer ansonsten relativistischen Welt eine Orientierung für sein Denken und Handeln im Alltag haben kann. Das dabei dieser Relativismus selbst ein logisches Begründungselement seiner Formulierung einer Prinzip- und Verantwortungsethik war darf als ziemlich sicher angenommen werden. - Bei der feierlichen Einführung der Erststudenten an der Uni Königsberg war ein feierliches Hochamt im Dom immer obligatorisch. Diesem ist der "kluge Kauz" auch immer demonstrativ ferngeblieben. Glauben ist eben nicht (Selber-) Denken. Und nur aus dem Selber-Denken entsteht Verantwortung.

So: was folgt daraus? - Nimm dir einen "Krankenschein" damit du etwas Zeit gewinnst um Kant zumindest im Wikipediaformat zu "studieren". Konzentriere dich dabei auf seine Ausführungen zur Möglichkeit von Urteilen ( analytisch, synthetisch - apriori, aposteriori) und die Frage was das mit seinem "Kategorischen Imperativ" zu tun haben könnte. Folge dabei der Aufforderung zum "Selber-Denken". Dann wirst du etwas abliefern können was deinen Lehrer zufrieden stellt.

Ich nehme an, dass diese Antwort dir erstmal wenig hilfreich erscheint. Aber mehr geht nicht. Alles andere hättest du selber vorher machen müssen. - Lern draus. Wie hat U. Lindenberg gesungen (nicht gerade mein Favorit aber in diesem Fall...): "... die beste Droge ist ein klarer Kopf... ." - Da gibts echt was zu entdecken ... . :-) - In diesem Sinne

Gruß


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