Kann mir einer bei der Übersetzung helfen, ich bin am verzweifeln?

1 Antwort

Hi,

Dennoch sagten die meisten Menschen voraus, dass die Aufgabe nicht nur sehr schwierig, sondern geradezu einfältig und frevelhaft wäre (gleichzeitig zum Prädikat beim Infinitiv Präsens + Konjunktiv beachten), wenn die Schiffe dem überaus stürmischen Ozean überlassen würden, wenn viele tapfere Menschen über viele Monate hinweg so großen Gefahren ausgesetzt würden und das Leben derer (ihr Leben) geringgeschätzt würde.

(Die Superlative habe ich als Elative übersetzt, da kein direkter Vergleichspunkt im Text steht.)

Du beginnst wie immer beim Prädikat „praedicabant“, analysierst die Form (3. Pl. Impf. Ind. akt.) und suchst dementsprechend nach einem passenden Subjekt „plurimi homines“ (beides im Nom. Pl. -> KNG-kongruent). Von dort aus fragst du dich, was diese Menschen denn voraussagen, und stößt auf einen AcI (Akk: id munus; Inf: (non solum) difficillimum (Superlativ von difficilis), (sed prorsus) stultum et impium esse). Diesen übersetzt du abhängig vom Prädikat und schon hast du den Satz, wenn du die übrigen Wörter hinzuübersetzt. Nun folgen drei Bedingungen, die die Dummheit der Aufgabe veranschaulichen: „dederentur": 3. Pl. Impf. Konj. pass. von „dedere"; Subjekt somit wieder im Nom. Pl. —> „naves". die Schiffe werden wem übergeben? —> vastissimo (Superlativ von vastus) Oceano. Übrige Prädikate sind nun jeweils „mandarentur", das auch in der 3. Pl. Impf. Konj. pass. steht, Subjekt also „multi homines fortes" -> alles KNG-kongruent im Nom. Pl. Wie lange würden viele tapfere Menschen wem übergeben? —> per multos menses tantis periculis. Beim letzten Satz ist nun „parvi duceretur" (eigenständiger Ausdruck) Prädikat (3. Sg. Impf. Konj. pass.), Subjekt also im Singular —> „vita". Wessen Leben würde geringgeschätzt? —> eorum

Wenn du bei jeder Übersetzung nach diesem Schema vorgehst und Vokabeln und Grammatik regelmäßig wiederholst, wird Latein umgänglich :).

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