Kann mich mein Ausbilder kündigen aufgrund von Tattoos?

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12 Antworten

Er könnte dich auffordern, Kleidung zu tragen, die die Tattoos überdeckt (z.B. langärmlige Hemden). Wenn du das mehrmals nicht einhältst, kannst du nach einigen Abmahnungen gekündigt werden.

Kommt aber auch auf die Branche und auf den Kundenkontakt an. Wenn du nur in irgendeinem Büro arbeitest, wo kaum Kunden sind, wird keiner was dagegen haben. Wenn du einen kreativen Beruf hast (Fotograf, Friseur, Piercer, Tätowierer, Maler etc.) wird auch keiner was dagegen haben.

Kommt wohl auf den Betrieb und den Bereich an, in dem Du eingesetzt bist. Im Empfangs- oder Servicebereich eines noblen 5-Sterne Wellnesstempels oder als Vertriebsmitarbeiter oder gar als Polizist wärst Du mit Deinen Tattoos wohl etwas deplaziert. Wenn Du im Lager oder in der Produktion arbeitest, spricht nichts dagegen.

Nein, aber dich dazu auffordern die Stellen entsprechend bedeckt zu halten. Kundenkontakt bei der Bank z.B.

Kommentar von smokemirrors
06.04.2016, 11:15

Danke für die schnelle Antwort! :)

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wichtig ist, dass man im Vorstellungsgespräch alles Wahrheitsgemäß beantwortet. Also wenn der Arbeitgeber fragt, haben sie Tatoos an für den Arbeitsbereich relevanten Stellen sollte man die Wahrheit sagen. Wenn ein Arbeits- oder Ausbildungsvertrag solche Regelungen enthält, denke ich auch, dass diese eingehalten werden müssen (also nur in Bezug auf nicht zu verdeckende Stellen wie Hände oder Kopf). Wenn nicht gefragt wurde oder nichts vereinbart wurde kann der AG wohl eher nix machen.

In der Probezeit kann er dich direkt kündigen. Sowie in öffentlichen Berufen, wie bei der Polizei oder bei der Stadtverwaltung sind Tatoos ein Tabu.
Nach der Probezeit kann er dich abmahnen oder dich dazu auffordern, lange Kleidungsstücke zu tragen. Versteck doch sowas nicht, sag es direkt, dann kommt es nicht zu Problemen.
Es ist kein Geheimnis, dass verbotene Symbole nicht nur zu einer Kündigung, sondern auch zu einer Anzeige führen können.

Ich denke mal es kommt auf den Ausbilder an. In Banken kann ich mir vorstellen, ist es nicht gern gesehen. Aber als Maler oder ist es kein Problem. Notfalls kann man den Arbeitgeber ja fragen. Oder mal drauf achten, ob er beim Vorstellungsgespräch sowas angesprochen hat.

Kommt natürlich auf deinen Beruf an.

Bei Polizisten ist das, soweit ich weiß, tabu.

Aber zB in der öffentlichen Verwaltung, also zB Jugendamt, Bezirksamt, Rathaus, etc.. sind Tattoos durchaus erlaubt. Mein Ausbildungsleiter ist auch tattoowiert und einige haben sogar Piercings und meine Tunnel wurden auch akzeptiert :)

Solange du keine satanistischen Symbole o.Ä. auf deinem Körper trägst, dürfte das also kein Problem sein.

Kommentar von smokemirrors
06.04.2016, 11:17

Naja, ich würde gern Richtung Beamtin im mittleren Dienst gehen. Hab halt selber Tattoos und Piercings (welche ich aber rausnehmen könnte/würde). Wollte mich mal vorher bewerben, ob man überhaupt Chancen hätte! Danke für die schnelle Antwort! :)

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Kommentar von smokemirrors
06.04.2016, 11:23

Wow super danke für die Auskunft! :) Weißt du auch, wie es mit Piercings aussieht?

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Nein, könnte man man - im Normalfall - nicht, außer es ist irgendwo fest vereinbart und es macht in dem Fall Sinn.

Kommt vielleicht auch bisschen auf das Tattoo und den Job an.

So ein normales 0-8-15 Tattoo dürfte bei nem Büro- oder Produktionsjob keinen stören... Wenn du im Außendienst arbeitest und ein Hakenkreuz sichtbar tattoowiert hast, könnte das schon ein Kündigungsgrund sein.

Je nach Beruf wäre das durchaus möglich. Allerdings sollte das bei der Einstellung erwähnt werden. Wenn Du beispielsweise einen handwerklichen Beruf hast, sollte das keine Rolle spielen.

Kommentar von Rocker73
06.04.2016, 11:14

Bei der Polizei wäre das problematisch vorallem wenn man religiöse Tattoos hat.

LG

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Du solltest dein Tattoo nicht verstecken. Finde einen Arbeitgeber, der dich mit Tattoo nimmt oder such weiter.

Klar kann er dich aufgrund dessen kündigen.

Allerdings wird ein Arbeitgeber das nie schriftlich als Grund festlegen, und andere Gründe finden um die Kündigung zu rechtfertigen. Sonst hättest du einen schriftlichen Beweis womit du Ihn aufgrund von Diskriminierung verklagen könntest.

Wir leben in ner bekloppten Welt ;)
So viel Stress um ein bischen bunte Haut... lächerlich.

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