Kann mich jemand über die Polizei aufklären?

8 Antworten

Für die Polizeiausbildung im mittleren Dienst und das duale Studium im gehobenen Dienst der Polizei gelten bestimmte Qualifikationen und Voraussetzungen, die einen Bewerber dazu befähigen bei der Polizei zum Auswahlverfahren zugelassen zu werden. Da Polizei in Deutschland Ländersache ist, wird der mittlere Dienst nicht mehr in jedem Bundesland angeboten. Denn jedes Bundesland bildet seine Polizeianwärter selber aus und legt seine eigenen Richtlinien und Voraussetzungen für die Laufbahnen fest. Darunter zählen zum Beispiel; Bildungsstand, Altersgrenzen, Schwimmfähigkeitsnachweis, Sehvermögen und auch Mindestgröße. In der Regel ist nach der Polizeiausbildung und dem Studium erst einmal eine Verwendung in der Schutz- und Bereitschaftspolizei für jeden vorgesehen. Weiterbildungen und Spezialisierungen wie z.B. zum Diensthundeführer sind in der weiteren Laufbahn möglich. 

Polizeiausbildung – Mittlerer Dienst 

Wer die mittlere Reife besitzt kann sich für eine Polizeiausbildung im mittleren Dienst bewerben. Die Ausbildung dauert grundsätzlich 2 1/2 Jahre und schließt mit der bestandenen Laufbahnprüfung – zur Ernennung zum Polizeimeister – ab. Die Polizeiausbildung im mittleren Dienst ist im Sinne einer Berufsausbildung zu sehen und unterscheidet sich im wesentlichsten vom gehobenen Dienst durch die Dienstgrade und dem Studium. Polizeibeamte im mittleren Dienst sind überwiegend für die Sicherheit zuständig und verrichten allgemeinen Streifendienst, nehmen Strafanzeigen auf, führen Verkehrskontrollen durch und geben Schutz bei Großveranstaltungen.

  • Ausbildung dauert grundsätzlich 2 1/2 Jahre
  • Abschluss: Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung
  • Ausbildung an Landespolizeischulen, bei Bereitschaftspolizei bzw. einer Polizeidienststelle, mehrere Praktika
  • schließt mit der bestandenen Laufbahnprüfung ab – Ernennung zum Polizeimeister
  • Dienstgrade aufsteigend: Polizeimeister, Polizeiobermeister, Polizeihauptmeister

Duales Studium – Gehobener Dienst 

Für eine Bewerbung im gehobenen Dienst der Polizei wird mindestens eine Fachhochschulreife/allgemeine Hochschulreife vorausgesetzt um für ein Studium an der Polizeifachhochschule zugelassen zu werden. Das duale Bachelor-Studium dauert 3 Jahre und schließt für die Polizeikommissar-Anwärter mit der Bachelorprüfung zum “Diplom-Verwaltungswirt Polizei” bzw. “Bachelor of Arts – Polizeivollzugsdienst / Police Service” ab. Im Studium werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben die einen dazu befähigen Aufgaben im gehobenen Dienst wahrzunehmen und auszuführen. Des Weiteren wird man umfassend auf die Aufgabenwahrnehmung der Schutzpolizei sowie auf die Ermittlungstätigkeit in der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung (Kriminalpolizei) vorbereitet. Im Studium werden höhere Qualifikationen für leitende Funktionen erworben, um als Führungskraft Aufgaben zu übernehmen. 

  • Studium dauert grundsätzlich 3 Jahre (Bachelor)
  • Abschluss: Fachhochschulreife oder Abitur oder einen anderen Nachweis einer Studienbefähigung (z.B. Meisterbrief)
  • Ausbildung an Polizeifachhochschulen, berufspraktische Studienzeiten bei der Bereitschafts-, Schutz- und Kriminalpolizei, diverse Praktika
  • schließt mit der Bachelorprüfung (Laufbahnprüfung) zum “Diplom-Verwaltungswirt Polizei” bzw. “Bachelor of Arts – Polizeivollzugsdienst / Police Service” ab – Ernennung zum Polizeikommissar
  • Dienstgrade: Polizeikommissar, Polizeioberkommissar, Polizeihauptkommissar, Erster Polizeihauptkommissar

Einstellungstest und Auswahlverfahren (EAV)

Der theoretische Abschnitt des Polizei Eignungstest wird überwiegend computergestützt und zum größten Teil im Multiple-Choice-Verfahren durchgeführt. Die schriftliche Prüfung ist sehr anspruchsvoll und beinhaltet Aufgaben aus den Bereichen der Sprachbeherrschung, Mathematik, Denkvermögen, Logik, Konzentration, Merkfähigkeit sowie Fach- und Allgemeinwissen. Der Sporttest, variiert von Bundesland zu Bundesland, ist mehr oder weniger umfangreich und testet deine Kraft, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit.

Hast du den schriftlichen und sportlichen Teil des Polizei Auswahlverfahren bestanden, wirst du mit deinen Ergebnissen in einer Rangliste platziert und bekommst früher oder später eine Einladung zum Einzelinterview. Das Einzelinterview dient in erster Linie dazu, dich persönlich kennen zu lernen, wobei du nicht nur in der Lage sein solltest, auf Fragen zu deiner Person und bezogen auf den Beruf zu antworten, sondern durchaus auch eigene Fragen über den Polizeiberuf stellen kannst und solltest. Wichtig hierbei ist, flüssig und deutlich zu antworten und Blickkontakt mit seinem Gesprächspartner zu halten. Im Rahmen der Gruppendiskussion geht es darum, zu überprüfen, wie du dich im Umgang mit fremden Menschen verhältst, wie kommunikationsstark und auch inwieweit du Kooperationsbereitschaft und Durchsetzungsvermögen aufweist. Im Rahmen des Auswahlverfahren wird hierzu neben dem Gruppengespräch meist eine polizeibezogene Übung gestellt, für die innerhalb der Gruppe eine gemeinsame Lösung erarbeitet werden muss. 

Schutzpolizei

Die Schutzpolizei ist eine Organisationseinheit der Landespolizei. Die Angehörigen der Schutzpolizei leisten ihren Dienst überwiegend in Polizeiuniform und bieten rund um die Uhr Schutz und Sicherheit für die Bürger. Zu den Aufgaben und Tätigkeiten der Schutzpolizei gehören unter anderem die Abwehr von Gefahren für die öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Sie verfolgen Straftaten bzw. klären diese auf (repressive Verbrechensbekämpfung) oder verhindern kriminelles Verhalten durch Vorbeugung und Beratung (präventive Verbrechensbekämpfung). Aus diesem Aufgabenspektrum ergeben sich dann Diensttätigkeiten wie: Die Überwachung des Straßenverkehrs, Aufnahme von Verkehrsunfällen, Prävention durch ständige Streifen, ob nun zu Fuß, mit Fahrrädern oder in Funkstreifenwagen sowie die Vernehmung von Beschuldigten, Geschädigten und Zeugen. Neben der Aufklärung von Straftaten bietet sie auch Schutz von Großveranstaltungen und Demonstrationen aller Art. Zudem nehmen die Beamten und Beamtinnen der Schutzpolizei weitere polizeiliche Aufgaben in der Verwaltung oder der Sachbearbeitung wahr. Darüber hinaus sind bei der Schutzpolizei auch Spezialisierungen möglich wie z.B. als Hubschrauberpilot, Zivilfahnder, Diensthundeführer oder als Funksprecher in der Einsatzzentrale.

Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei − umgangssprachlich “Kripo” genannt − ist ein Teil der Landespolizei die sich ausschließlich mit der Verfolgung und Verhütung von Straftaten auseinander setzt. Der Dienst wird von den Angehörigen der Kriminalpolizei überwiegend in Zivilkleidung absolviert. Inwieweit die Kollegen von der Kripo zum Einsatz kommen, entscheidet häufig die Schwere und Intensität der Straftat und darunter handelt es sich nicht immer nur um Mord und Todschlag. Der Ermittlungsbereich der Kriminalpolizei fasst alle Formen der Kriminalität zusammen, darunter gehören z.B. Umwelt-, Rauschgift- und Wirtschaftskriminalität, des weiterem wird bei Diebstählen, Brandstiftung und Sexualdelikten ermittelt. Dabei handelt es sich nicht nur um die Strafverfolgung, sondern auch um zielorientierte Maßnahmen der Kriminalprävention. Überwiegend untersuchen aber die Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei Tatorte und sind für die Beweissicherung verantwortlich. Ebenso gehört es zu den Aufgaben: Mutmaßliche Täter zu vernehmen sowie Zeugen und Opfer zu befragen, um einen möglichen Tathergang zu konstruieren, Straftaten aufzuklären und Straftäter festzunehmen. Jedes Bundesland verfügt über ein eigenes Landeskriminalamt (kurz LKA) und dort wird die Arbeit der Kriminalpolizei sowie deren Dienststellen zusammengeführt. Dort werden die Fälle statistisch untersucht wie auch ausgewertet, um Maßnahmen einzuleiten und der Kriminalität entgegenzuwirken. Im Bundeskriminalamt (kurz BKA) werden dann alle Arbeiten der Landeskriminalämter zusammengeführt und koordiniert.

"Im Internet finde ich leider nicht als so viel"

Im Internet findet man Unmengen an Informationen.

Generell hat jedes Bundesland seine eigene Polizei, hinzu kommen die Bundespolizei sowie die Polizei des deutschen Bundestages.

Daneben gibt es bei den jeweiligen Innenministerium sowie beim Bundesinnenministerium entsprechende Kriminalämter.

Die Laufbahn selber hat 3 Gliederungen - den mittleren, den gehobenen und den höheren Dienst (wie bei jedem anderen Beamtentätigkeit auch)

Voraussetzung für eine Ausbildung im mittleren Dienst ist die mittlere Reife bzw Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung

Für das Studium des gehobenen Dienstes braucht man die Hochschulreife.

Für den höheren Dienst werden meist Aufsteiger aus dem gehobenen Dienst genommen. Für Quereinsteiger ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (meist ein klassisches Jurastudium mit beiden Staatsexamen) Voraussetzung.

Anzumerken ist, dass es den mittleren Dienst nicht mehr in jedem Bundesland gibt.

Mit diesen Informationen dürftest du mehr als fündig werden und kannst dir z.b. mal die Internetseite der jeweiligen Polizei, die dich interessiert, anschauen. Dort findest du Infos zu Voraussetzungen, Ausbildung, Tätigkeit und vieles mehr

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