Kann mich ein sehr guter Freund von mir beim reiten trainieren?


23.05.2022, 11:18

Oder denkt ihr es ist besser viel zeit im Gelände zu verbringen und sich dann gegenseitig Tipps zu geben

Wie weit fortgeschritten seid ihr beide denn?

Ich reite seit 3 Jahren und er seit ca. 4,5 Jahren

10 Antworten

es kommt darauf an, wie gut der sehr gute Freund reiten kann. Manches, was man falsch macht, sieht auch ein guter Reiterkollege.

Aber ein Ersatz für sehr guten Profiunterricht ist es nicht.

gegenseitig den sitz korrigieren wäre eine gute möglichkeit. ebenso korrektur, wenn z.b. der zirkel oder die volte nicht rund ist, bei seitengängen oder wendungen im stand die hüfte rüberrückt und der reiter spannig sitzt.

gegenseitig an die longe nehmen - wenn man das KANN, stellt man solche fragen nicht.

ins gelände zu gehen und dort ordentlich zu reiten kann auch hilfreich sein und ist eine willkommene abwechslung für pferd und reiter. wenn man aber fast nur noch rausgeht oder gerne heizt, ist das schädlich fürs pferd und man kommt reiterlich nicht mehr voran.

in der regel geben reitlehrer auch tipps zur gegenseitigen korrektur, wenn man nett danach fragt.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Was würdet ihr euch denn im Gelände für Tips geben?
Was ich mir eher vorstellen könnte, wäre, dass ihr zum Beispiel die in jeder modernen Reitlehre empfohlenen Übungen auf dem Pferd macht, oder euch Franklinbälle besorgt, und damit arbeitet. Wobei dann der jeweils andere das Pferd führt.
Weiterführenden Unterricht könnt ihr einander wohl kaum geben.

Ich sehe es ja nicht als Unterricht sondern meine Frage war eigentlich so gemeint ob wir uns gegenseitig verbessern können oder ob das nicht zu empfehlen ist

Natürlich kann das keinen Unterricht ersetzen

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@Paul1550

Na ja, das kann man schwer sagen, ohne euch zu kennen. Denn oft sieht das „verbessern“mdann sodass, dass einer versucht, den andern in die Form zu pressen, die am Ende wünschenswert ist (so Absatz tief, grade sitzen,…) was aber oft kontraproduktiv ist weil es nur zu Verkrampfung führt, weil das ganze nicht „lebt“. Ursache und Wirkung, Koordination, momentane Möglichkeiten sieht ein erfahrener Reitlehrer. In wie fern ihr da einander helfen könnt, ist schwer zu sagen.

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Kann er bzw. könnt ihr, wenn ihr wisst auf was ihr achten müsst u. das richtige korrigiert wird.

Geländereiten bringt da nicht so viel, am besten nachreiten (Platz/Halle), was man im Unterricht gelernt hat.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Das kommt auf euren Wissensstand an. Wenn ihr beide Ahnung habt, was ihr da tut, wie es auszusehen hat und was der jeweils andere falsch macht, dann könnt ihr euch auch gegenseitig trainieren. Solltet ihr das nicht können, würde ich an eurer Stelle bei Reitunterricht bei einem Reitlehrer bleiben.

Oder denkt ihr es ist besser viel zeit im Gelände zu verbringen und sich dann gegenseitig Tipps zu geben

Ins Gelände geht nur, wer sein Pferd zu beherrschen weiß. Und man reitet da auch anders als in einer Halle oder auf einem Platz. Im Gelände würde ich euch empfehlen, wenn ihr euch verbessern wollt, mit einem erfahrenen Geländereiter zu reiten oder euren Reitlehrer um einen Ausritt zu fragen, damit er euch unterstützen kann. Gegenseitig bitte nicht, es sei denn, einer von euch hat genügend Geländeerfahrung gesammelt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jahrelanges Hobby und eigenes Pferd

Ins Gelände geht nur, wer sein Pferd zu beherrschen weiß.

Also nie. Man sollte mit der Illusion aufhören, zu glauben, dass man sein Pferd BEHERRSCHEN kann. Seitdem ich diesen Anspruch seit vielen Jahren aufgegeen habe, reite ich viel besser und gefahrloser im Gelände. Man kann ein Pferd nicht beherrschen. Man kann es "gut" reiten, man kann es sehr gut kennenlernen und daher mögliche Gefahren sehr früh erkennen, aber man kann ein Pferd nicht beherrschen.

Der Vorgänger meiner Stute hat mir das beigebracht. Er wollte nicht von mir beherrscht werden. Wenn man das versuchte, schaute man ins offene Grab. Er wollte kommunizieren und dann tat er alles für einen.

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@Dahika

Dann eben anders ausgedrückt: wenn man zu 99,9 Prozent richtig zu reagieren in der Lage ist 😉

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