Kann meine Therapeutin Mich einweisen wenn ich den anti-Suizid Vertrag nicht unterschreibe ?

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7 Antworten

Hallo Pikiii,

wenn Du diesen Vetrag nicht unterschreibst, kann sie die Therapie mit Dir beenden, da sie diejenige wäre, die dafür die Verantwortung trägt und zur Rechenschaft gezogen würde, wenn Du einen Suizidversuch unternehmen würdest. Das ist ein großes Problem für sie, das schwerwiegende Folgen für Ihre Existenz haben kann. Bitte verstehe das.

Die Basis einer Therapie ist ein vertrauensvolles Miteinander. Wenn Du ihr dieses Vertrauen entziehst, indem Du sie anlügst, kann sie Dir ebenfalls nur noch schwer vertrauen und muss sich durch einen solchen Vertrag rechtlich absichern.

Bis Du eine neue Therapie finden würdest, würde es vermutlich wegen langer Wartezeiten viel Zeit kosten, die Du unnötig verstreichen lassen würdest. Dieser Vertrag ist somit nur in Deinem Sinne und ich kann Dir wirklich nur dazu raten, ihn zu unterschreiben.

LG

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Kommentar von Buddhishi
27.09.2016, 20:24

PS: Eine Einweisung ist nur in bestimmten Fällen möglich, z. B. bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung. Nicht jedoch wegen eines Nichtunterschreibens dieses Vertrages.

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Kommentar von pikiii
27.09.2016, 20:32

Aber sie kann dich nicht einfach die Therapie beenden nur weil ich es nicht kann

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Kommentar von einfachichseinn
27.09.2016, 20:41

doch das kann sie tun. Wenn du dich weigerst denn Vertrag zu unterschreiben.

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Kommentar von pikiii
27.09.2016, 20:47

Was wenn meine Gedanken nicht mehr zu ertragen sind was passiert dann ? Was bedeuten dieser Vertrag für mich ?

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Das wäre kein Grund für eine Einweisung, aber ein Grund für einen Therapieabbruch.

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Hallo Pikii!

Ich möchte hier mal eine Lanze brechen. Solch ein Vertrag ist definitiv NICHT (!!!!) da, um die Therapie abzubrechen oder sich juristisch abzusichern für den Fall, dass der Patient sich umbringt. So ein Blödsinn! Viel eher ist es eine Vertrauensvereinbarung. Du hast ihr nicht die Wahrheit gesagt, sie hat das gespürt und da sie auf Dein Wort nicht zählen kann, verlangt sie eine Vereinbarung zwischen Euch beiden. 

Mal unabhängig von dem Vertrag: Was hältst Du davon, mit ihr über genau diese Gewissensbisse zu reden? Wenn Du den wirklich nicht unterschreiben kannst, sondern ernsthaft in Selbstgefährdung stehst, dann müsst ihr mal gemeinsam darüber sprechen, wie es weitergeht und welche Schritte vielleicht gemacht werden müssen. 

Und jetzt mal ehrlich: Du bist 19! Hast Du jemals eine Situation erlebt, in welcher Dich die Lügerei wirklich vor etwas bewahrt hat?

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Kommentar von einfachichseinn
27.09.2016, 22:10

Es ist ein Grund, um die Therapie abzubrechen, falls sie sich dieser Therapie Maßnahme verweigert. Das ist schon richtig. Es wurde soweit ich weiß, von keinem User behauptet, dass die Therapie abgebrochen wird, sobald der Vertrag gebrochen wurde.

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Ich wurde mehrmals zwangseingewiesen weil ich Anti-Suizid-Verträge nicht unterschrieben habe. Is allerdings Jahre her, ob das jetzt noch geht.. keine Ahnung.

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Darf ich fragen wie alt du bist?

Es wäre ein Grund für einen Abbruch.

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Kommentar von pikiii
27.09.2016, 20:47

19 aber ich versteh sie ja aber ich glaub sie versteht mich dabei nicht ? Was würde das denn bedeuten ? Was wenn meine Gedanken schlimmer werden , ich fühl mich damit grad mega übervordert und es macht mir Angst

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Das nicht, aber sie kann die Zusammenarbeit mit dir beenden, wenn du unehrlich bist und keine Zugeständnisse (Vertrag) machen willst.

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Kommentar von Tamtamy
27.09.2016, 20:31

Das kann ich bestätigen!

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Kommentar von pikiii
27.09.2016, 20:42

Aber aber ich kann nicht beides das ist so Sch....

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Einweisen kann Sie dich nur, wenn sie 1. Ärztin ist bzw sie sich dann ärztliche Unterstützung dazu holt und 2. eine Selbstgefährdung oder Fremdgefährdung besteht.

Wenn sie den Verdacht hat, das Du Dich suizidieren willst, kann sie Mithilfe eines Arztes (Notarzt beim Rettungsdienst) Dich einweisen lassen.

In einer Therapie zählt Ehrlichkeit und Vertrauen und dies ist mit Sicherheit nicht gegeben, wenn Du Dich weigerst den Vertrag zu unterschreiben.

So muss die Therapeutin ja denken, dass Du was planst und muss auch dann demensprechend handeln um sich zu schützen. Denn sobald sie einen Verdacht hat und nicht handelt, Du Dich dann umbringst, trägt sie sozusagen eine Mitschuld.

Die Therapeutin kann die Therapie beenden.

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Kommentar von JaniXfX
27.09.2016, 20:52

Ne, moment! Der Vertrag ist die Zusicherung der Patientin an die Therapeutin, dass diese sich nicht umbringen wird. Kann die Patientin diesen nicht reinen Gewissens unterschreiben, liegt hohe Selbstgefährdung vor.

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