Kann meine Mama noch eine Ausbildung machen?

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10 Antworten

Eine richtige Ausbildung geht nicht mehr weil sie dafür zu alt ist. Eine Fortbildung in den genannten Berufen wird ihr keiner bezahlen. Wenn sie noch körperlich fit ist wäre vieleicht eine Weiterbildung als Pflegehelferin in der Altenpflege etwas für sie. Weil die gesucht sind könnte die Arbeitsagentur einen Kurs fördern. Da sollte sich deine Mutter mal erkundigen. Du solltes das zum Anlaß nehmen dich sehr um eine gute Ausbildung zu kümmern.

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Kommentar von Nolwenn
07.02.2015, 12:41

Was kostet denn eine Fortbildung? Okay das mit der Altenpflege wäre eine Option! Danke und ja selbstverständlich kümmere ich mich um eine gute Ausbildung :)

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Eine Vollausbildung wird sich nicht lohnen, da die Ausbildungszeit und ihre restliche Lebensarbeitszeit in keinem Verhältnis stehen. Aber ein Anlernjob ist immer drin, so könnte deine Mutter wenn die Ausstrahlung stimmt zum Beispiel auch als Empfangskraft arbeiten.

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Zunächst mal: Super, wie du dich um deine Mama sorgst, ihr helfen möchtest und ihr auch so hoch anrechnest, dass sie für euch auf vieles verzichtet hat. Und: Als deine Mutter zur Schule ging, war ein Hauptschulabschluss ein ordentlicher Ausgangspunkt für sehr viele Ausbildungs- und Handwerksberufe. Das schlechte Image kam erst später - total unsinnig, meiner Meinung nach. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass z.B. die Caritas auch "ältere" Azubis zur Altenpflegerin einstellt - eben, weil's einfach zu wenig Kräfte gibt. Nach einem Jahr Ausbildung ist man Pflegehelferin, und aufgrund des hohen Bedarfs kann deine Mutter sicher damit rechnen, bis zur Rente einen sicheren Job zu haben. Ich drück' euch die Daumen!

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Hi, klar kann deine Mutter noch eine Ausbildung machen, nur ist die Frage ob sie von einen Betrieb genommen wird, grad weil sie schon 54 ist. Du muss dir immer im klaren sein das eine Ausbildung dem Betrieb Geld kostet, somit kommt für die Ausbildungsbetriebe dies dann nicht mehr in Frage, da sie dann kein Gewinn mehr sehen. Versuchen kann es aber deine Mutter immer. Es gibt immer wieder Betriebe die einen auch mit höheren Alter nehmen. Wünsche dir und deiner Mutter auf jeden Fall viel Erfolg. lg

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Würde natürlich schon gehen, wenn sie etwas passendes finden, nur wird sie vermutlich schon etwas schwieriger eine Arbeit finde, aufgrund ihres Alters - Da nehmen nur mehr wenige Betriebe Arbeiter in diesem Alter auf :/

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Bildung-ab-50.de/umschulung/umschulung-ohne-ausbildung/

Der Umschulungsberuf sollte so gewählt sein, dass für den Arbeitnehmer langfristig absehbar ist, Arbeit zu finden. Ein Arbeitnehmer hat dann Aussicht auf Umschulung ohne vorherige Ausbildung, wenn durch die Umschulung eine Arbeitslosigkeit nachhaltig abgewendet werden kann.

Umschulung ohne Ausbildung... bitte weiterlesen--->

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Die Ausbildung zum Heilpraktiker müsste sie auf jeden Fall selbst finanzieren - das ist kein klassischer Lehrberuf. Man muss so viel Wissen in seinen Kopf reinkriegen, damit man die Prüfung vor dem Gesundheitsamt besteht. 70 - 80 Prozent fallen durch die Prüfung durch.

Es gibt Heilpraktikerschulen, in denen man sich anmelden kann. Deine Mutter kann ja mal googeln mit heilpraktikerschule und sich da in die Homepage einklicken. Sie wird dann sehen, dass die nicht billig sind.

Dann gibt es Ausbilder wie zum Beispiel Heilpraktiker, die auf die Prüfung vorbereiten (allgemein drei Jahre oder mehr, also bis die Prüflinge soweit fit sind, dass sie eine Prüfung wagen können).

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Es gibt Fachschulen für Ausbildung zum Erzieher. Auch da kann sie sich ja mal in die Homepage einklicken, um die nötigen Voraussetzungen zu erfahren. Auch muss sie ja dann die Finanzierung klären, von irgendwas muss sie ja leben. - Für Bafög ist sie auf jeden Fall zu alt. Ob sie vom Jobcenter dabei unterstützt wird, kann ich mir nicht vorstellen. - Aber ich bin ja nicht allwissend ...

Bezüglich Ausbildung zum Gärtner oder zur Floristin google mal mit

Voraussetzungen - Beruf Gärtner

und mit

Voraussetzungen - Beruf Floristin

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Gib dies einer Mutter zu lesen:

Lass Dich mal von einer Sozialberatung beraten, google dazu mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin. - Die haben möglicherweise noch Ideen für Dich, auf die Du bisher nicht gekommen bist.

Außerdem ist es empfehlenswert, dass Du nicht allein zum Amt gehst, wenn Du klären willst, für welchen Beruf Du welche Unterstützung kriegen kannst - geh dann hin mit einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse genannt (dazu gleich mehr).

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Kommentar von cyracus
09.02.2015, 03:02

Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

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möglich ist das alles. Ich kenne quereinsteiger in der erzieher branche (kinderheim) und mann kann kurse, erwachsenenbildung machen wenn man das noch möchte..

es gehört aber auch etwas glück dazu einen guten job zu finden

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Welche Möglichkeiten stehen ihr offen?

Meine Mam ist jetzt 54 und ich würde ihr so gerne einen Job finden

Hier ist das Jobcenter zuständig. Ob ggf. eine Umschulung finanziert wird, hängt in erster Linie davon ab, ob deine Mutter im Anschluss auch einen Job bekommt durch den sie ihren Lebensunterhalt bestreiten kann.

Das Spektrum was du vorgibst ist allerdings sehr groß:

Floristin - Erzieherin - Heilpraktikerin ........

Einen Widerspruch sehe ich in den Aussagen:

Sie war also lange Jahre Reinigungskraft und hat uns so ein sicheres Leben ermöglicht

im Anschluss schreibst du :

Allerdings hat sie diesen Job jetzt auch aufgegeben, weil es sich einfach nicht mehr gelohnt hat. Die Benzinkosten waren höher als der eigentliche Verdienst und überhaupt ist das nicht das was ihr Spaß macht.

Wie kann man ein "sicheres Leben" mit einem Verdienst ermöglichen wenn die Benzinkosten den Verdienst fast "auffressen?".

Fazit:

Grundsätzlich besteht auch mit 54 Jahren die Möglichkeit einer Weiterbildung. Dies ist in erster Linie abhängig von den Beschäftigungschancen in diesem Beruf und der Eignung des Teilnehmers.

Die Beratung des zuständigen Fallmanagers der ArGe ist der erste Schritt und unverzichtbar für alle weiteren Maßnahmen.

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Natürlich kann sie das!

Sie musste auch nicht zur Schule, wenn sie nicht mag. Nur müsste sie diesen Teil dann Zuhause erledigen. Für die Prüfungen halt.

Find ich super.. Respekt!

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