Kann mein Mann Schmerzensgeld verlangen?

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5 Antworten

Nicht gegenüber der Berufsgenossenschaft, unter Umständen gegenüber dem AG wenn dieser gegen Pflichten verstoßen hat, dies können wir nicht beurteilen.

Gegenüber der BG gilt sollte er noch mehr als 6 Monate nach Wiederaufnahme der Arbeit in seiner Verwendungsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt um 20% oder mehr gemindert sein erhält er eine Verletztenrente. Die Höhe bemisst sich an seinem Einkommen im Jahr vor dem Unfall und an der Schwere seiner Beeinträchtigungen.

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Schmerzensgeld kann man immer verlangen. Fraglich sind hier nur die Erfolgsaussichten.

Klage gegen Arbeitgeber? Das reguliert eh die Haftpflichtversicherung des Arbeitgebers, somit hat der Arbeitgeber damit nicht viel zu tun.

Insoweit kannst Du natürlich versuchten Schadenersatzansprüche, die nicht auf die BG übergegangen sind, durchzusetzen.

Ob ein Schadenersatzanspruch (z.B. Schmerzensgeld) besteht oder dessen Durchsetzung wahrscheinlich ist, solltest du ggf. in einem entsprechenden Rechtsforum mal nachfragen, weil das mit dem Arbeitsunfall nix zu tun hat. Da hier unklar ist, wann das Ereignis (Uhrzeit) war, wie das Wetter zum Unfallzeitpunkt war (Schneefall, Blitzeis, etc.), wo genau das Ereignis stattgefunden hat (Zuwege, zwischen den Autos, etc.) kann ohnehin niemand eine genaue Aussage treffen. Für Parkplätze gilt nicht unbedingt eine komplette Streupflicht, so dass es sein kann, dass der Arbeitgeber schon deshalb keine Schadenersatzansprüche befriedigen wird.

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Kommentar von brandon
13.01.2016, 12:46

Danke für Deinen Rat.

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Es war eine Wegeunfall und wenn der AG nicht seiner Pflicht nachgekommen ist und den Parkplatz ordnungsgemäß gestreut hat ist das möglich. Da solltet ihr euch mal vom Anwalt beraten lassen. Wenn ihr in verklagt aber am besten gleich Bewerbungen schreiben.

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Kommentar von brandon
28.12.2015, 19:02

Wozu Bewerbungen schreiben?

Mein Mann hatte einen Schädelbasisbruch mit Folgeschäden die Frage ist ob er jemals wieder arbeiten kann.

Danke für Deinen Rat.

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Kommentar von GravityZero
28.12.2015, 19:02

Damit meine ich dass das Arbeitsverhältnis oft nicht mehr so rosig ist wenn man den AG verklagt.

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Darüber lässt es sich streiten. Einerseits kann man nicht wirklich viel gegen die Gefahr auf Glatteis auszurutschen machen. Andererseits sollte seine Arbeitsstelle wenigstens Warnungsschilder aufstellen, sodass die Gefahr geringer ist, sich zu verletzen.

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Nein, das sogenannte Haftungsprivileg soll den Betriebsfrieden sichern, deshalb zahlt auch die Berufsgenossenschaft alles was nötig ist damit dein Mann bald wieder zur Arbeit kann. Angefangen von der Lohnfortzahlung bis hin zu allen Kosten die anfallen um die Arbeitskraft deines Mannes wiederherzustellen. Auch eine spätere Rentenzahlung ist möglich. Schmerzensgeld kannst Du deshalb weder von der Berufsgenossenschaft noch vom Arbeitgeber deines Mannes erwarten.

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Kommentar von Lumbago666
13.01.2016, 11:47

Nicht ganz. Das Haftungsprivileg trifft ausdrücklich, nach dem Wortlaut des Gesetzes (§ 104 SGB VII), nicht auf den Arbeitsweg zu.

Unklar ist bei dem Sachverhalt auch, ob der Parkplatzbetreiber tatsächlich auch der Arbeitgeber ist und ob der Parkplatz noch zum Betriebsgelände gehört.

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