kann mein Kind mit 14 selber entscheiden wo die Leben will?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Das Jugendamt hat da keinerlei Entscheidungsgewalt. Es kann nur beraten. Festlegen kann nur ein Familiengericht und das wird sich an den Wünschen des Teens orientieren. Solange da der Vater nicht sagt, dass er das Kind nicht mehr will, wird das Gericht nicht gegen den Wunsch des Teens entscheiden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erstens: Ja- sie kann mitentscheiden...

und Zweitens: Was sollte das bringen, gegen den Widerstand Deiner Tochter arbeiten ("erziehen") zu wollen

Ja,, du bist besorgte Mutter. Und Du hast vielleicht mit den meisten Deiner Bedenken vollkommen Recht.

Aber was hilft das?

Ein Teil ihrer Problematik ((Jugendgerichtshilfe) ist ja, dass sich Teenager ganz natürlich gegen das aufbäumen und abgrenzen, was sie von den "Alten" / Eltern kennen.

Das geht mal mit mehr oder weniger Widerstand, Aufsässigkeit... und Grenzüberschreitungen.

Manchmal mit mehr!. Aber das entscheidet Deine Tochter.... egal wie alt sie wirklich ist: Sie traut sich diese Entscheidungen zu, und trifft sie... selbst wenn sie manchmal nicht weiß warum oder sogar auf die Ahnung hin, dass diese Entscheidung so nicht gut sein kann.

Sie wird Dich immer in Deiner Besorgnis abholen... und dort treffen wollen.

Mein Rat:

Dein Mann... Oma/Opa... sie alle wollen diese Entscheidung, bei ihrem Vater leben zu wollen unterstützen. Also lass die diese Entscheidung auch übernehmen. Du stehst schlechtestenfalls als die "Böse" da... Deine Tochter würde Dir das nie verzeihen!

Halt Dich dann aber auch raus: Löse nicht ihre Probleme, wenn sie dann kommen: Das ist dann Aufgabe des Vaters, Oma, Opa. Und das vor allen Dingen, je schwieriger die Situation scheint.

Wenn deine Tochter Dich besuchen will: Klare Regeln.... Ausgangszeiten, Umgang mit Alkohol.... und klare Konsequenzen dazu, die im Vorfeld stehen müssen.

Und diese werden dann auch umgesetzt... ohne Diskussion: Vom Ausgang über 2 Stunden zu spät: Fahr nach Hause! Und so... aber es sollten echte Konsequenzen sein, kein Larifari

Die Gefahr ist, dass Deine Tochter Dich uncool findet... so wird sie dich anreden und unter Druck setzen wollen. Halte das aus. So verhandeln Teenager!

Bleib sachlich... halte Deine Emotionen raus: Deine Tochter wird Dich immer am Gefühl treffen wollen: Wenn Du Dich treffen lässt, hast Du verloren!!

Sie wird auch versuchen, Dich gegen den Vater und Großeltern auszuspielen: das ist "Teenagertaktik"... vollkommen normal! Deine Tochter will in dem was sie erreichen will erfolgreich sein: Als Banker wäre das ein unverzichtbares Attribut, - zwischen Eltern und Kind oftmals sehr belastend.

Wenn erst einmal einige Probleme aufgetreten sind... ist es gerade Deine Verlässlichkeit, die Deiner Tochter dann geben kann was sie braucht. Sie erlebt Dich dann standfest.... und zuverlässig!

Und: Nicht diskutieren!

Erklären,- Ja! aber nur in kurzen Sätzen... wenig Aufwand. Erklären,- niemals rechtfertigen! Deine Tochter wird sich dumm stellen,- unverständig: Vertraue darauf, dass sie sehr wohl versteht... Taktik!

Und zieh Dich zurück! Halte Dich raus... bleib interessiert, aber ohne Falsch... spioniere nicht aus.... unterstütze die Verbindung zum Vater!! Störungen würde Deine Tochter sofort durchschauen und diese würden auf Dich zurückfallen.

Du hast sowieso keine andere Chance: Die Entscheidungen sind gefallen... wenn Du Dich dagegen stemmst bestätigst Du nur die Vorurteile, die in der Familie des Vaters gelebt werden... meistens sehr unbewusst,- manchmal auch sehr offen.

Also: Unterstütze...

Und niemals "Das habe ich kommen sehen!" oder "War ja klar!".... und warte einfach ab.

Kann sein, dass Deine Tochter auf Abstand gehen wird... für das Erste... auch hier hättest Du keinen Einfluss.

Aber so sicher wie das Amen in der Kirche: Es wird Probleme beim Vater geben.... und dann dränge Dich nicht vor: Abwarten... Deine Tochter kommt von ganz alleine

... und dann bist Du am Zug! Ruhig, bedächtig, unterstützend.... eine gute Mutter eben!!

Und die gibt es nur einmal!!

Sincerely Norbert

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von adianthum
05.12.2013, 12:23

Tolle Antwort!

0

Norbert hat es ja schon sehr gut dargestellt.

Heute sind Familiengerichte und auch Jugendämter verpflichtet nach dem Wohl des Kindes zu entscheiden. Nun hat sich Deine Tochter dafür entschieden -warum auch immer - bei ihrem Vater zu bleiben. Ich würde ihr also die Wochenenden anbieten. Die von Norbert dargestellten Regeln einhalten. Und von meiner eigenen Pubertät erzählen. Du hast da ja auch so Deine Phasen gehabt schätze ich wie jeder heranwachsende Mensch. Und vielleicht gibt es Freundinnen die auch bereit sind von ihrer Pubertät bei Gesellschaftsspielen zu berichten so locker, scheinbar zufällig. Dieses Nichtwissen wohin mit sich selbst, diese beängstigenden Vorgänge in der Gefühlswelt, der Körper der sich verändert, die Einflüsse des Umfelds. Mir scheint, unsere Gesellschaft hat Pubertät als solche komplett ausgeblendet. Wir sind Kind und dann so ab 13 sollen wir erwachsen sein. Manche Dame erachtet es als selbstverständlich einem dreizehnjährigen Kind die Pille zu besorgen damit es möglichst schon .... . Das ist doch asozial!!! Dagegen helfen nur andere Erlebnisse die darstellen dass es interessantere Themen für diese Zeit gibt. Poesiealbum zum Beispiel. Tagebuch schreiben, lernen sich selbst zu versorgen, sich vorzubereiten auf das Erwachsenenleben. Sinnvoll ist auch - immer ohne Zeigefinger sondern mehr nebenher - auf die Folgen aufmerksam zu machen. Also z.B. im beiläufigen Gespräch von X zu reden, ehemalige Klassenkameradin die sich ihr Leben versaut hat weil sie sich zu früh einbildete erwachsen zu sein. Diese Richtung.

Deine Tochter ist jetzt auffällig geworden. Davon wird auch das JA Kenntnis erhalten. Es wird also seiner Verpflichtung nachkommen und spätestens bei der nächsten Auffälligkeit bei Deinem Ex auf der Matte stehen zur Kontrolle. Hast Du Dich an Norberts Empfehlungen gehalten hast Du sehr gute Karten von dort Unterstützung zu erhalten dass Deine Tochter dann zu Dir kommt. Dann wird das JA den Großeltern buchstabieren wie viel Einfluss und Mitspracherecht sie tatsächlich haben. Keins. Dir werden sie diese Tatsache nicht glauben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da ich, anhand Deiner Schilderung, vermute, dass "das Fräulein Tochter" wohl annimmt, beim Vater ein "leichteres Leben" haben zu können, würde ich mal mit dem Jugendamt sprechen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MomoMexico
05.12.2013, 08:50

...sehr hübsch gesagt... ^^

0

Moin!

Versucht ihr 3 doch mal, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden - z. B. sie wohnt eine Woche beim Vater, eine Woche bei dir, sozusagen als Probe. Wichtig ist vor allem reden, mit dem Vater, dass er härter bei einigen Sachen durchgreift und mit der Tochter um herauszufinden, was ihr bei dir nicht und beim Vater gut gefällt. Kompromisse kann man machen, muss man aber nicht, bei einigen Sachen wie z. B. bis 3 Uhr in der Disco bleiben oder Alkohol klare Grenzen setzen. Da müssen dann aber beide Eltern an einem Strang ziehen und sich einigen. Immer daran denken, die Tochter nicht außen vor zu lassen, sonst kommt sie sich übergangen vor und schaltet auf stur.

Meiner Meinung nach sollte das Jugendamt die absolut letzte Wahl sein, aber wenn es nicht anders geht, gehts nicht anders - gewinnen tut dabei in der Regel aber keiner - bedeutet nur Streß und Ärger für Eltern und Kind, denn dann wird euch die Entscheidung nicht mehr überlassen, wie ihr euer Kind erzieht. ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du kannst beim Familiengericht eine einstweilige Verfügung beantragen, dann geht alles sehr schnell.

Das Wort deiner Tochter wiegt tatsächlich schwer. Nichtsdestotrotz kann ein Familienrichter gegen deine Tochter entscheiden. Es geht um das Wohl des Kindes, wenn das in Gefahr ist, wird auch gegen das Kind entschieden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht möchte dein kind grade bei deinem vater leben, weil er sie nicht im griff hat. sie kann tun und lassen was sie will und das gefällt ihr wahrscheinlich. bestimmt bist du etwas "strenger" und würdet ihr nicht alles durchgehen lassen und das gefällt ihr nicht! aber sie ist straffällig geworden, da sollte eine alarmglocke läuten! vermutlich braucht sie jemanden, der ihr mal "ansagt" was sache ist. du darfst nicht vergessen, dass sie eben schon lange bei ihrem vater lebt und dass alles eine enorme Umstellung ist: neue schule, neues umfeld usw. vielleicht fürchtet sie sich davor, keinen anschluss zu bekommen oder möchte in der schule einfach bei ihren freunden bleiben! rede mit ihr ganz ruhig und versuche herauszufinden, warum sie nicht zu dir möchte..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von soury
05.12.2013, 08:58

Ich habe mit ihr geredet, und sie hat selber am Wochenende gesagt sie will zu mir. Weil sie niemand dort hat der ihr zuhört und für ihre Probleme da ist. Aber ich denke der Vater hat so auf sie eingeredet damit sie jetzt bei ihm bleiben will

0

Oha....deine Tochter klingt echt nicht einfach. Letzten endes bleibt nur das Jugendamt. Ihr habt doch da eine Sachbearbeiterin? Lass dir zügig einen Termin geben und bau durch regelmäßiges nachfragen druck auf. was anderes wird wohl nicht bleiben.... Alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von soury
05.12.2013, 09:00

Also bleib mir nix anderes übrig wie abzuwarten was das Jugendamt dazu meint?

0

Wenn deine Tochter geäussert hat, dass sie beim Vater bleiben will, wars das. Du müsstest schon schlüssig darlegen können, dass das nicht passiert wäre, wenn sie bei dir gewesen wäre. Pubertierende Jugendliche sind nunmal schwierig. Egal bei wem sie leben. Du solltest deine Energie dazu nutzen, das Kind bei seiner Entscheidung zu unterstützen - nicht dazu, sie weiter einzuengen. Das wird ganz genau das Gegenteil bewirken, von dem, was ihr wollt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jugendliche haben ein Mitspracherecht, aber selbst entscheiden darf sie es nicht.

Wer hat den das Aufenthaltsbestimmungsrecht ?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von soury
05.12.2013, 08:56

Wir haben geteiltes Sorgerecht, wir hatten noch nie mit dem Jugendamt zutun wollten es immer ohne Amt klären.

0

Was möchtest Du wissen?