kann mein chef sagen so sie haben ab morgen urlaub?

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6 Antworten

Grundsätzlich muss man seine Urlaubstage in dem Kalenderjahr nehmen, für das sie eigentlich vorgesehen sind. Es gibt Betriebsvereinbarungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber, nach denen man seinen Resturlaub auch noch eine gewisse Zeit lang ins neue Jahr hineinziehen darf, z.B. bis zum 31.3. des Folgejahres.

Wer aber ohne äußere betriebliche Gründe einen Großteil seines Jahresurlaubs bis zum Jahreswechsel noch nicht genommen hat, der muss damit rechnen, irgendwann vom Chef einfach nach Hause geschickt zu werden.

Firmen müssen nämlich finanzielle Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub ihrer Mitarbeiter vornehmen, und je mehr sich anhäuft, umso schwieriger wird es, z.B. über 50 Urlaubstage innerhalb von 9 oder Monaten gewähren zu können.

Du musst also Verständnis für deinen Chef haben.

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Du schleppst eine große Anzahl Urlaub mit ins neue Jahr. Da müsstest du dir Gedanken gemacht haben, wie du diese abbaust. Sicher hat dein Chef dich darauf bereits angesprochen.

Setz dich hin und erstelle einen Plan, wie du bis höchstens Ende März diese Tage freinehmen könntest. Der Betriebs- oder Personalrat könnte auch behilflich sein, evtl. kann ein Teil auch ausgezahlt werden.

Ich verstehe deinen Chef, der dich hier unter Druck setzt. Er hat schließlich mehr Angestellte im Blick und muss den Ablauf regeln.

Geh zu ihm mit deinem Plan und sprich sachlich darüber. Emotionen haben hier nichts zu suchen und bringen dich nicht weiter.

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Kommentar von Nightstick
19.01.2016, 14:40

Auszahlen geht nur, wenn man die Firma verlässt ( § 7 (4) BUrlG ) !!

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Der Urlaub soll im Kalenderjahr genommen werden. Aus betrieblichen oder persönlichen Gründen kann er auch noch bis Ende März des Folgejahres übertragen werden.

Dein Chef kann dir zwar nicht im Einzelfall deinen Urlaub vorschreiben, aber er bietet dir zumindest an, ihn noch zu nehmen, damit er nicht verfällt. Du musst dieses Angebot jetzt zwar nicht annehmen, aber wenn du den Urlaub erst im März nehmen willst, kann es passieren, dass es aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist und er tatsächlich verfällt. Der Betrieb hat zumindest seine Pflicht erfüllt und dir die Abwicklung angeboten.

Aus eigenem Interesse solltest du die Verplanung deines neuen Urlaubs künftig frühzeitiger mit dem Betrieb abstimmen.

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Das darf der. Wenn Du den Aufforderungenen den Resturlaub zu verplanen nicht nachgekommen bist, macht er das für Dich. Er hätte Dich auch schon im Dezember in Urlaub schicken können.

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Nö ... zwingen kann er dich nicht. Er kann ihn dir auch einfach verweigern, soweit er nicht die Ursache gesetzt hat. Frage ist also, warum es zu diesem "Überschuss" gekommen ist.

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Kommentar von Nightstick
19.01.2016, 14:42

Dann verfällt der alte Urlaub allerdings, und zwar spätestens am 31.03. des Folgejahres ( § 7 (3) BUrlG ) !

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Zwingen nicht. Er muss dir ne auswahl / Frist stellen. Entweder nehmen, verfallen lassen oder auszahlen...denke ich mir.

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Kommentar von AlderMoo
19.01.2016, 06:31

Falsch gedacht. Urlaub verfällt am Ende des Kalenderjahres (BUrlG). In Ausnahmefällen kann er bis Ende März des darauffolgenden Jahres gewährt werden. Der Arbeitgeber bestimmt 50% und der Arbeitnehmer bestimmt 50%. Da der Fragesteller offenbar seine 50% nicht in Anspruch genommen hat, ist nun bestenfalls der Arbeitgeber dran.

Es kommt ja in diesem Jahr außer dem alten Urlaub aus 2015 noch der gesamte neue Urlaub hinzu...

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