Kann mein Chef einfach so den Urlaub im Vertrag kürzen?

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3 Antworten

Hallo,

das Bundesuralubsgesetz: §7

Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz)
§ 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs

(1) Bei der

zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des

Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer

Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche

anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang

verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der

Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen

Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.

das heißt der AG ist verpflichtet deine wünsche zu berücksichtigen.

Es gibt einige Bericht darüber das die Betriebsurlaub im Vertrag stehen sollte.

https://www.impulse.de/recht-steuern/betriebsferien/2086530.html

Zu den 30 Urlaubstagen kann ich dir nur sagen das es meiner meinung nach schwer wird wenn dein Chef keine Klausel im Vertrag hat.

Möglich wäre es mit einem Änderungsvertrag.

Dein Kündigungsschutz:

1) Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses

gegenüber einem Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis in demselben

Betrieb oder Unternehmen ohne Unterbrechung länger als sechs Monate

bestanden hat, ist rechtsunwirksam, wenn sie sozial ungerechtfertigt

ist.

(2) Sozial ungerechtfertigt ist die

Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder in dem

Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durch dringende betriebliche

Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem

Betrieb entgegenstehen, bedingt ist.

Für mich wäre die Kündigung, sollte er jemand neues einstellen sozial nich gerechtfertigt da deine ja dann nicht betriebsbedingt sein kann.

Ich würde in dem Fall innerhalb der Frist Kündigungsschutzklage einreichen

Kündigungsschutzgesetz (KSchG)
§ 4 Anrufung des Arbeitsgerichts

Will ein

Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt

oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von

drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim

Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis

durch die Kündigung nicht aufgelöst ist. Im Falle des § 2 ist die Klage

auf Feststellung zu erheben, daß die Änderung der Arbeitsbedingungen

sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist.

Hat der Arbeitnehmer Einspruch beim Betriebsrat eingelegt (§ 3), so soll

er der Klage die Stellungnahme des Betriebsrats beifügen. Soweit die

Kündigung der Zustimmung einer Behörde bedarf, läuft die Frist zur

Anrufung des Arbeitsgerichts erst von der Bekanntgabe der Entscheidung

der Behörde an den Arbeitnehmer ab.

Mehr fällt mir nicht ein ich hoffe das hilft ein wenig.

Vielleicht gibts hier jemand der sich besser mit Arbeitsrecht auskennt.

Gruß

Andre

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Kommentar von Sabine11973
17.02.2016, 22:10

Danke, das ist schon mal eine Hilfe. Das Bundesurlaubsgesetz habe ich mir ausgedruckt und auch die Impuls-Seite!

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Kommentar von BodenseeUser
17.02.2016, 22:30

Sorry für die Formatierung die ist mir ein wenig missglückt. Auf der Internetseite: Gesetzte-im-Internet.de findest du sonst alle noch übersichtlicher. Schau aber vorher nochmal in deinem Vertrag bzgl. des Urlaubs nach!

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Hui, viele Probleme auf einen Schlag! Toller Chef :-(

Zum Urlaub: Wurde dieser vertraglich mit 30 Tagen vereinbart, kann dein Chef den nicht einfach wegkürzen, wie es ihm beliebt. Da wäre eine Änderungskündigung notwendig, die deiner Zustimmung bedarf.

Weiterhin kann er nicht über den gesamten Urlaub bestimmen, er muß auf deine Belange Rücksicht nehmen. Selbstverständlich hat deine Krankengeschichte nicht im Geringsten Einfluss auf die dir zustehenden Urlaubstage.

Das Thema Kündigung ist heikel und in deinem Fall nicht einfach zu beantworten, da es ein Kleinbetrieb ist. Mit den dort geltenden Regelungen kenne ich mich nicht aus, aber du wirst in diesem Punkt sicherlich noch guten Rat bekommen.

An deiner Stelle würde ich schon mal nach einem neuen Job suchen. In diesem wirst du nicht glücklich.

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Es kommt darauf an, wann und wie lange er Vertrag gilt. Wurde der Vertrag geschlossen mit einer befristeten Zeit und er dir einen neuen gibt, dann kann er den Urlaub kürzen, mitten in der Arbeit (wenn der Vertrag schon geschlossen wurde) dann nicht. Beide haben freiwillig eingewilligt. Das Argument das du schon eine Woche krank warst finde ich persönlich unterste Schublade.

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Kommentar von Sabine11973
17.02.2016, 22:11

Nein, es ist kein befristeter Vertrag und die Probezeit ist ebenfalls schon durch. 

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