Kann mein Chef einfach die Arbeitszeit ändern?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Wenn die Vereinbarung über die abendlichen Arbeitszeiten beendet ist und die Arbeitszeiten von 7-11 Uhr vertraglich vereinbart sind, hat Dein AG sich daran zu halten.

Er kann Vertragsbedingungen (in diesem Fall Deine Arbeitszeit) nicht eigenmächtig ändern. Dies bedarf Deiner Zustimmung.

Du kannst auf Deine Arbeitszeiten bestehen. Personalmangel ist das Betriebsrisiko des AG und nicht Deines.

Wenn es sich nicht um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt (Teilzeit- und Minijobs werden entsprechend aufgerechnet), kann Dir auch nichts passieren, selbst wenn der Chef mit Kündigung droht, falls Du nicht so arbeitest wie er es gerne hätte.

Arbeitest Du allerdings in einem Kleinbetrieb, greift das Kündigungsschutzgesetz nur in wenigen Ausnahmen. Das Kündigungsschutzgesetz greift auch nicht, wenn Du nicht schon mindestens sechs Monate im Betrieb bist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist immer auch eine Frage des Arbeitsvertrages. Bei Vollzeitverträgen z.B. kann zwar, falls vorhanden und nicht durch nicht geöffnete Tarifbestimmungen subsidiär, der Betriebsrat die allgemeinen Arbeits- und Pauswenzeiten mitbestimmen, aber nur als Rahmen, die individuellen Arbeitszeiten fallen unter die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers. Ohne Arbeitszeitbestimmung im Arbeitsvertrag wäre somit die Lage bei Vollzeitverträgen klar.

Mit einer Angabe der Arbeitszeiten ist zwischen einem Standardvertrag (d.h. hier werden nur allgemeine Regeln aufgestellt, z.B. muß ein Discounter, der plötzlich seine Öffnungszeiten von 8:00 Uhr auf 7:00 Uhr verschiebt, nicht neues Personal für diese eine Stunde einstellen, denn allgemeine Angaben im Arbeitsvertrag zur Arbeitszeit gelten als Hinweis auf die betriebliche Regelung der Arbeitszeit und sind nicht bindend).

Anders sieht es bei Teilzeittätigkeiten bei individueller Einschränkung aufgrund der Unmöglichkeit der Wahrnehmung anderer Arbeitszeiten aus. Solche Vereinbarungen wären dann auch für den Arbeitgeber bindend. Entscheidend ist aber hier der Vertragstext, nicht die Praxis. Somit ist es nicht ganz eindeutig, wie hier die Lage wäre, ohne den Vertrag zu kennen. Sollte es nur mündlich vereinbart gewesen sein, gäbe es ein kleines Problem, denn bis Anfang November war es ja möglich. Letztlich ist also eine eindeutige Entscheidung nicht möglich, es ist eher eine Gewichtungsfrage.

Wärest Du bereit, den Vertrag für die Teilzeitstelle wieder neu zu unterschreiben? Dies wäre eine Option für eine einvernehmliche Lösung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Anna091002
13.11.2016, 11:09

Da der 50% Vertrag auch bedeutet das ich am Wochenende und Feiertagen arbeiten muss , ist das für mich nicht möglich. Ich habe keine Möglichkeit der Kinderbetreuung.

0

nein, natürlich nicht!

die andere frage ist: KANN er das?

er kann - solange du den job behalten willst. als 450€-jobber hat man nur wenige vertragliche rechte .. zB auch keinen nennenswerten kündigungsschutz etc.

du musst also damit rechnen, dass er versuchen wird, dich zu ersetzen, wenn du ihm nicht folge leistest. wenn du bereit bist, dieses risiko zu tragen ... dann kann er dir gar nichts! du kannst machen was du willst ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hexle2
13.11.2016, 11:02

. als 450€-jobber hat man nur wenige vertragliche rechte .. zB auch keinen nennenswerten kündigungsschutz etc.

Das ist Quatsch!

Ein Minijob ist ein Arbeitsverhältnis wie Voll- oder Teilzeitjob. Hier gelten die gleichen Gesetze. Ein Minijober hat den selben Kündigungsschutz wie jeder andere Arbeitnehmer.

Er hat auch Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall oder bei Feiertagen, ebenso wie das Recht auf bezahlten Urlaub.

Es kommt nur darauf an, ob der AN schon mindestens sechs Monate im Betrieb ist und ob es sich um einen Kleinbetrieb handelt. Das gilt aber für alle Arbeitsverhältnisse.

2

Jetzt gilt also eigentlich wieder dein ursprünglicher Arbeitsvertrag, richtig?

Dann kommt es darauf an, was dort vereinbart war.

Stand dort nur eine gewisse Stundenanzahl oder stand dort drin, dass du vormittags arbeitest

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Anna091002
13.11.2016, 10:55

Dort stand Vormittags von 7 bis 11. Außerdem ist der Grundvertrag als Reinigungskraft geschlossen worden nun soll ich in der Hauswirtschaft also essenszubereitung usw arbeiten 

0

das darf er NICHT !

Du hast einen Vertrag, in dem deine Arbeitszeiten vereinbart worden sind !

... und er kann NICHT einseitig verändert werden !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, Vertrag ist Vertrag. Wenn der ausgelaufen ist, dann ist Sabbat. Nun versucht er, das Gleiche auf alte Verträge anzuwenden, und das geht so nicht.

So sindse nunmal... ärgerlich, sowas.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?