Kann mein Chef den Dienstplan ändern nach einer Kündigung(meinerseits) und darauf bestehen das ich bis zum Dienstzeitende zu Hause bleibe?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hast Du schriftlich, dass Du bis zum Ende des  Beschäftigungsverhältnisses freigestellt bist? Ist es eine unwiderrufliche Freistellung oder hat man nichts dazu gesagt?

Bei einer unwiderruflichen Freistellung darf der AG Dich unter Anrechnung Deines Resturlaubs und Ausgleich des Stundenkontos freistellen. Minusstunden dürfen allerdings nicht entstehen. Du musst auf alle Fälle bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses bezahlt werden.

Bist Du widerruflich freigestellt, darf der AG nicht einmal den Dir evtl. noch zustehenden Urlaub abziehen von Minusstunden ganz zu schweigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Javes222
24.01.2016, 17:16

Man hat mich nicht informiert.

Da es meine Pflicht ist jeden Tag auf den Dienstplan zu schaun ist es mir heute aufgefallen.

0

Seltsammer weise hat keiner diesen Teil kommentiert:

Kann mein Chef den Dienstplan ändern nach einer Kündigung (meinerseits) und darauf bestehen das ich bis zum Dienstzeitende zu Hause bleibe?

Wenn dein Chef darauf besteht das du zuhause bleibst bist du auf Abruf bzw. Bereitschaft. Da gerift wiederum das Arbeitsrecht in Bezug auf die Arbeitsstunden!

Wenn dein Chef dich freistellt (= nicht zur Bereitschaft auf Abruf) einteilt bedeutet, es das du nicht wärend dieser Zeit zu hause bleiben mußt!

Diese Zeit ist dann für dich wie Freizeit, die du nach eigenem ermessen nutzen kannst.
Nutze diese Zeit um dich nach einem neuen Job umzuschauen.
Du kannst auch Behördengänge oder Arztbesuche machen, für die du sonst hättest Urlaub einreichen müßen.
Es empfiehlt sich aber trotzdem für deinen Chef per handi erreichbar zu sein.

Ich gehe auch mal davon aus das du als Termin den 31.01.2016 meinst und du noch etwa 2 bis 6 Tage Urlaubsanspruch hast.

Im Zweifelsfall solltest du dich umgehend mit deinem Betriebsrat in Verbindung setzen um den genauen Sachstand in Bezug auf Abruf oder Freigestellung zu klären.

Den Dienstplan solltest du dir kopieren! Nur für den Fall das es später zu Unstimmigkeiten kommt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Arbeitgeber darf den Dienstplan ändern. Das wird durch seine unternehmerische Freiheit gedeckt. 

Problematisch für ihn wird es, wenn du dadurch in die Minusstunden gerätst. Diese Minusstunden darf er dann nicht verrechnen. Das Abfeiern von Überstunden und Urlaubsansprüchen kann er aber durchaus einfordern. 

Durch eine Krankmeldung würde sich die Situation verändern. 

Aber dabei solltest du beachten, dass eine Krankmeldung nur dann in Betracht kommt, wenn du auch wirklich krank bist. Alles Andere wäre Betrug!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast einen bestimmten Stundenvertrag. Diese Stunden musst du deine Arbeitskraft anbieten. Zur Not jeden Morgen hin gehen. Wenn du dann wieder nach Hause geschickt wirst, muss die Firma trotzdem die vereinbarten Arbeitsstunden auch bezahlen.

Du kannst also gar nicht ins Minus geraten. Natürlich könnten jetzt Überstunden abgefeiert werden, wenn noch welche vorhanden sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er kann dich bezahlt freistellen. Wichtig ist auch, was in deinem Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erkundige dich beim Betriebsrat oder Gewerkschaft, ob das rechtens ist, was dein Arbeitgeber macht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja kann er machen er ist ja der Chef. Allerdings hast du Recht auf ein Grundlohn. Wenn er also von dir Verlangt das du zu Hause bleibst muss er dir zu mindestens den Grundlohn bezahlen.

Mir schon klar das er dir da ein Ei ans Knie Nageln will. Also finde ich die Idee zum Arzt zu gehen und dich bis zum Austritt aus der Firma Krank zu schreiben legitim .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Interesierter
24.01.2016, 17:10

Also finde ich die Idee zum Arzt zu gehen und dich bis zum Austritt aus der Firma Krank zu schreiben legitim .

Das solltest du hier nicht so schreiben! Das, was du hier als legitim beschreibst, erfüllt den Straftatbestand des Betruges und könnte eine fristlose Kündigung sowie Schadensersatzansprüche nach sich ziehen.

1

Was möchtest Du wissen?