Kann mein Arbeitgeber mich dazu zwingen, einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben?

9 Antworten

das was du beschreibst ist gängige praxis in der arbeitnehmerüberlassung. natürlich kann dich keiner verpflichten den vertrag bei "y" zu unterschreiben. andererseits kann es dir passieren das "x" dir kündigt. auf der anderen seite kann man aber auch nicht von "y" verlangen, die zeiten der betriebszugehörigkeit bei "x" zu übernehmen. würde kein arbeitgeber machen. der 613 kann hier keine anwendung finden, da dort etwas ganz anderes gemeint ist. versuch mit "y" halt einen guten vertrag auszuhandeln. vielleicht kannst du auch mit "x" mal über die hintergründe für diesen vorgang sprechen und man dir eine vernünftige erklärung geben. wünsch dir viel glück

Wir haben weder eine Gewerkschaft noch einen Betriebsrat. Die Firma X bleibt bestehen. Wir sollen zukünftig bei Firma Y beschäftigt sein, bei gleicher Arbeit wie vorher. Firma X und Y sind Geschäftspartner.

Optimal wärs natürlich, mit dem Chef der Firma Y einen angemessenen Vertrag auszuhandeln. Vielleicht kannst du übers Wochenende mal drüber nachdenken, wie die finanzielle und auch personelle Situation von Firma Y aussieht. Nicht, dass es genau für deinen Arbeitsbereich schon genug Personal gibt. Vielleicht pfeifens die Spatzen dann dort schon vom Dach, dass Y sparen muss...

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Das schreit mir sehr nach einem Betriebsübergang, wenn alle Arbeitsverhältnisse an einen neuen Rechtsträger übergehen sollen. Anhaltspunkte dafür sind, dass die wirtschaftliche Einheit des Betriebes bestehen bleibt und ihr die gleiche Tätigkeit bei einem anderen Rechtsträger fortführt.

In diesem Fall gehen die Arbeitsverhältnisse automatisch auf den neuen Rechtsträger über, vgl. §613a BGB. Verhindern kannst du das durch einen Widerspruch, in diesem Fall droht dir jedoch unter Umständen die betriebsbedingte Kündigung.

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Die Frage ist auch was dahinter steckt und ob die Alternative nicht die Kündigung ist. Solche Situationen kommen regelmäßig durch die überzogenen Kündigungsschutzgesetze zustande. Hätte man eine generelle Kündigungsfrist von einer Woche wie in Dänemark dann wäre der ganze Arbeitsmarkt nicht so schrecklich verstockt und die Betriebe würden auch mal für einen kurzfristigen Bedarf Leute einstellen und könnten síe auch leichter halten wenn keine Befristungen notwendig werden. Schlecht ist diese Lösung nur für Faulenzer.

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