Kann mein Arbeitgeber entscheiden, ob ich als Werkstudent gelte?

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5 Antworten

Dem Finanzamt ist es ziemlich latte, ob du Student bist oder nicht. Die Lohnsteuerabzüge seitens des Arbeitgebers verändern sich dadurch nicht.

Die Lohnsteuer wird aufgrund deines Monatsgehalts, hochgerechnet auf das Jahr, einbehalten. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, eine Einkommensteuererklärung im Folgejahr abzugeben - insbesondere, wenn du unter dem Grundfreibetrag bist und Lohnsteuern einbehalten worden sind. Da hat der Arbeitgeber aber nichts mit zu tun - warum auch?

Die deiner Ansicht nach zu hohen KV-Beiträge bekommst du vom FA nicht wieder. Ob die Eingruppierung als Student hinsichlich deiner Sozialversicherungsbeiträge richtig ist, kann ich dir nicht sagen, da ich im Sozialversicherungsrecht nicht so betraut bin wie im Steuerrecht.

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Die Ausage der Krankenkasse war (wenn die Beschäftigung tatsächlich nur in den Semesterferien stattfindet) höchstwahrscheinich richtig.

Siehe:

http://www.arbeitsratgeber.com/werkstudenten-jobs/

Andererseits kann ich die Vorbehalte des Arbeitgebers verstehen, der ja grundsätzlich für die richtige Abführung der Sozialversicherungsbeiträge haftet.

Allerdings hätte sich das Lohnbüro des Unternehmens mit der Krankenkasse bzw. mit dem Rentenversicherungsträger (der darüber die Entscheidungsgewalt hat) in Verbindung setzen müssen, um den Fall dezidiert zu klären, und dann ggf. eine berichtigte SV-Meldung absetzen müssen, die im Endeffekt im Wege der Rückrechnung auch eine Rückerstattung der Beiträge ausgelöst hätte.

Anm: Soetwas klärt man mit der Lohnabrechnungsstelle, und bemüht den BR deshalb nur im Notfall.

Viel Erfolg!

Gruß @Nightstick 

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Kommentar von muehlenmaedel
03.03.2016, 12:52

Die Lohnabrechnungsstelle hängt sich daran auf, dass die Firma keine 30-Stunden-Modelle für Studenten anbietet.

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Wer außerhalb der vorlesungsfreien Zeit mehr als 20 Wochenstunden arbeitet ist kein hauptberuflicher Student und kann nicht in der KVdS versichert werden.

Dann wärst du Arbeitnehmer.

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Kommentar von runfunfrunk
03.03.2016, 12:05

Hier geht es doch gerade um die Vorlesungs freie Zeit!

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hast du mit Aufnahme des Studium einen Änderungsvertrag erhalten, mit der verringerten Stundenzahl von 20 oder hast du nachwievor einen Vertrag über 30 Stunden?

handelt es sich um ein duales Studium oder ein "normales" Studium?

wirst du außerhalb der Semesterferien auch im Betrieb arbeiten oder wirst du dich wieder beurlauben lassen?

ich sehe hier ein Problem mit deinem Arbeitsvertrag...

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Kommentar von muehlenmaedel
03.03.2016, 12:50

Ich habe einen 30-Stunden-Vertrag und arbeite nur noch bis Ende der Semesterferien hier, ab April habe ich gekündigt.
Die 30 Stunden arbeite ich also nur während der vorlesungsfreien Zeit.

Es ist ein ganz normales Studium.

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@mühlenmädel,

nach meinen Unterlagen (Quelle AOK) darfst du maximal im Jahr nur 52 x 20 Stunden arbeiten = 1.040 Std.

Wenn Du allerdings 10 Monate lang die Woche 20 Stunden arbeitest und die 2 Monate während der Semester-Ferien 30 Stunden, reichen die 1.040 Std. nicht aus.

Also hat der AG recht, dass er deinen Vertrag umstellt.

bestelle dir mal diese Broschüre bei der AOK:

https://www.aok-business.de/bayern/medien/broschueren/brochure/studenten-und-praktikanten/order/Broschuere/

Hier ist alles sehr gut erklärt.

Gruß N.U.

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Kommentar von muehlenmaedel
08.03.2016, 13:16

Ich habe die letzten Monate nicht gearbeitet! Ich habe erst jetzt im Februar wieder angefangen (mit 30 Wochenstunden).

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