Kann mann den Medien vertrauen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, man kann Medien nicht grundsätzlich trauen. Davon abgesehen das Medien auch, wie alle Institutionen nicht frei von Fehlern sind, gibt es Medien die bewiesen haben das sie Vertrauenswürdig sind und solche die es nicht sind.

Daher ist es unerlässlich sich darüber Gedanken zu machen, über das, was man liest, wo man es liest, oder im TV ansieht. Darüber hinaus gibt es immer mehr Fälschungen, die kaum, oder nur schwer zu entlarven sind.

Die publizistische Sorgfaltspflicht in Deutschland ist sehr ausgeprägt, dafür sorgen u.a. die Landespressegesetzte.

Auch ist eine Unabhängigkeit insofern gegeben, dass die Finanzierung über Beiträge läuft und der Intendant über den Rundfunkrat gewählt wird, dessen Mitglieder nicht der Regierung oder einen anderen gesetzgebenden Korpus angehören dürfen.

Zudem haben die Öffis durch ihre Finanzierung tatsächlich ein riesiges Netzwerk an Korrespondenten und können auch Nachrichtendienste wie Reuters oder dpa hinterfragen.

That said, es gibt Quoten für die Rundfunkräte und dort sind auch immer Mitglieder von Kirchen und Politik vertreten, zudem finanzieren sich auch die öffentlich rechtlichen u.a. mit Werbung und bei den Printmedien gehören alle großen Herausgeber inzwischen einer handvoll Familien.

Inhaltlich ist meist nicht viel auszusetzen an den Beiträgen (man müsste auch Gegendarstellungen senden/ drucken und rechtliche Konsequenzen fürchten), was man eher bemängeln kann ist eher die Meinungspluralität bei den großen Herausgebern und natürlich die Auswahl der Themen im Allgemeinen, den natürlichen bestimmt was überhaupt publiziert wird ein Narrativ, selbst wenn es an dem publizierten nichts auszusetzen gibt.

Ich schreibe den letzten Paragraph aber eigentlich nicht gerne jemanden, der so plumpe Fragen stellt, denn bei aller Medienkritik gehört Deutschland immer noch zu den Ländern mit der größten Pressefreiheit und Meinungspluralität. Das ist etwa so wie einem Hypochonder zu erklären, dass die Symptome xy auch tatsächlich symptomatisch für eine Krankheit sind. Alles was davor gesagt wurde, wird dann ausgeblendet und behalten wird nur: Ich bin krank. So ähnliche verhält es sich meist mit Menschen, die ohnehin schon gerne in Verschwörung und Paranoia abdrehen, meist werden hier die wichtigsten Aussagen ausgeblendet und behalten wird nur alles was hinter dem 'aber' steht...

Wenn du also eine einfache Antwort suchst: Ja, man kann den meisten Herausgebern hierzulande vertrauen. Alles gut ist mit unser Medienlandschaft dennoch nicht.

Es kann ja nicht alles wahr sein, da auch Medien gegenseitig mal widersprechen. Außerdem so seriös manche Medien auch sein mögen, steckt immer auch ein wenig Meinung dahinter. Das muss ja nicht grundlegend falsch sein oder gleich Propaganda, aber es sorgt halt dafür, dass man immer auch noch selbst seinen Kopf benutzen muss.

Aber absichtliche Lügen bringen die Mainstream Medien in Deutschland eigentlich nicht, manchmal aber etwas zu konsequente Standpunkte ohne die andere Seite anständig zu beleuchten, das kommt vor.

Berichterstattung ist immer auch tendenziös, weil nicht einfach nur Fakten aufgelistet werden, sondern diese in einen Kontext gestellt werden und - was dem Leser bei einseitiger Information verborgen bleibt - Fakten ausgelassen werden.

Soweit es um Interpretationen komplexer (politischer, wirtschaftlicher, kultureller) Sachverhalte geht, gibt es keine unbezweifelbare Wahrheit. Es ist daher gut zu wissen, wer hinter bestimmten Medien steht.

Von einem Experten bestätigt

Nein, bei den Medien ist nicht alles wahr. Vieles kann man aber bedenkenlos glauben, wenn das Medium seriös ist.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Betrifft mich, deshalb befasse ich mich damit.

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