Kann man zur Pflege von Eltern gezwungen werden?

5 Antworten

Ich fühle mit dir mit, mache gerade das gleiche durch. Ich leide auch an einem Banscheibenvorfall. Dazu kommt bei mir noch Arthrose 2. Grades am linken Knie, Arthrose in der rechten Hüfte und ich mache eine Umschulung von der Rentenversicherung aus. 2 schulpflichtige Kinder hab ich auch noch.

Meine Geschwister wollen auch nicht begreifen,dass ich es nicht schaffe.

Ich muss dazu sagen, ich hab als meine Mutter noch lebte mich mehr um die Eltern gekümmert als um mich und meine Gesundheit.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Niemand kann dich zwingen, keine Sorge. Wenn du allerdings solche Probleme mit den menschlichen Ausscheidungen hast, frage ich mich, wie du es schaffst, ohne Ohnmachtsanfall aufs Klo zu gehen. Sei mir nicht böse, aber ich sehe grade meinen Berufsstand auf das Scheiceschleppen reduziert durch deine Äußerungen. Deine Eltern haben dich auch versorgt, als du klein warst. Wie gesagt, zwingen wird dich niemand, was auch ganz gut so ist.

Hallo Rabenfeder,

ich weiß nicht, welchen Beruf Du ausübst und es liegt mir nichts ferner, als irgendeinen Berufsstand anzugreifen oder gar eine einzelne Person, weil sie einen bestimmten Beruf ausgewählt hat. Dass aber nicht jeder jeden Beruf ausüben kann, ist auch klar. Es gibt in meiner Biographie Erfahrungen, nach denen ich viele fremde Körperausscheidungen einfach ekelerregend finde. Hätte diese Erfahrungen auch lieber nicht gemacht, aber daran ist nun nichts mehr zu ändern und manche Folgen muss man eben akzeptieren, weil sie nicht zu ändern sind. Bitte lies auch, dass ich geschrieben habe, jemand mit entsprechender Ausbildung kann diese Tätigkeit besser ausüben, als ich. So etwa ist doch der Inhalt, den ich geschrieben habe, oder? Bitte interpretiere dies als Wertschätzung Deines Berufsstandes, denn so war es gemeint. Ich erkenne hier an, dass andere etwas können, was ich nicht kann.

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kein mensch kann dazu gezwungen werden, seine eltern oder sonst wen zu pflegen und es gibt nun mal auch menschen, die gar nicht dazu in der lage sind....

man braucht kein schlechtes gewissen zu haben, wenn man für die eltern pflegehilfe für zur hause holt, solange ein wohnen / leben zuhause mit hilfe möglich ist. (man sollte das gewohnte umfeld / zuhause so lange wie möglich erhalten, schließlich ist es ihr "nest", das sie sich liebevoll in vielen jahren eingerichtet haben...)

man braucht aber auch kein schlechtes gewissen haben, wenn die eltern in ein heim ziehen, wo sie rund um die uhr pflege und unterstützung bekommen - das ist allemal besser, als von menschen gepflegt zu werden, die das nicht können.

seid ihr schon im gespräch mit den eltern, was die problematik angeht, habt ihr schon gespräche mit dem arzt / den ärzten der eltern, was entsprechende maßnahmen angeht?

es ist ein beschwerlicher weg, das richtige für sie zu finden und deine schwester und du werdet damit rechnen müssen, im rahmen eurer finanziellen möglichkeiten dazuzahlen zu müssen, wenn eure eltern nicht ausreichend selber vorsorgen konnten.

aber es ist besser, ihr sorgt für sie, indem sie gut untergebracht und versorgt sind - und ihr bekommt keinen streit und auseinadersetzungen miteinander, weil ihr überfordert seid - das führt schnell zu sinkendem liebevollem umgang mit den eltern.

wenn ihr euch dafür bemüht, euch ehrlich um eure eltern zu kümmern, wenn sie in einem heim wohnen, indem ihr sie entsprechend eurer zeit und möglichkeiten besucht, ausführt, mit ihnen was unternehmt usw., dann ist allen seiten am besten gedient. lg

Sorry, wenn ich jetzt hart klinge: Das liebevolle Nest meines Vaters ist direkt formuliert wohl eher eine Messie-Behausung. War das letzte Mal vor ca. 2 Jahren drinnen, wenn die Tendenz so weitergeht, ist das irgendwann gesundheitsgefährdend. Meine Mutter war noch länger nicht drinnen und verweigert dies komplett, was ich inzwischen auch tue. Finanzielle Mittel sollten zunächst genug da sein: Es gibt zwei Häuser (gehören ihm), eines (3-Familiengröße) davon seit über 30 Jahren unbewohnt (das andere - 1-Familiengröße, Top-Sommerferienlage zum vermieten - auch schon einige Jahre lang), weil er mit seiner Mutter gemeinsam investiert hatte, aber dann wohl aus ähnlichen Gründen wie ich ihn nicht leiden kann, nicht dorthin ziehen konnte. Für uns als "Kinder" hieß dass, bis ich 18,5, meine Schwester 16,5 Jahre alt war, ein gemeinsames Zimmerchen mit knapp 12 qm, indem er noch im unteren Teil des Kinderstockbettes geschlafen hat. Meine Schwester lag neben meiner Mutter im Ehebett, ich hatte jahrelang eine Matratze auf dem Boden. Ich möchte ihn weder besuchen, noch ausführen, noch etwas mit ihm unternehmen. Ich möchte die Beendigung der Beziehung zu einem meiner Täter, da er massiv intime Grenzen verletzt hat! Und dass, seit ich 9 bin. Sinkenden liebevollen Umgang wäre eines, Gewalt in Pflegebeziehungen den Angehörigen gegenüber ist etwas anderes. Dazu darf es nicht kommen - keine Frage, sonst wäre ich ja wie er - aber dann ist es notwendig, das ich das nicht übernehme. Den Fehler, den er mit seiner Mutter gemacht hat - gemeinsames Leben in einem Haus planen und sich dadurch binden - werde ich sicher nicht wiederholen!!!

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