Kann man zu einem Psychotherapeuten gehen nur für eine Diagnose?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Feupolre,

also, landläufig wird zwar gerne gesagt "Psychologe", aber ein Psychologie, also jemand, der Psychologie im Master-Studiengang studiert hat, darf zunächst mal keine Diagnosen stellen oder psychotherapeutisch Behandeln. Behandeln dürfen:

Psychologische Psychotherapeuten - das sind Psychologen im Masterstudiengang, die zusätzliche eine mehrjährige Zusatzausbildung in einer Psychotherapieform absolviert haben. Sie dürfen Therapieren und auch Diagnosen stellen; wenn sie dann auch noch von der der Krankenkasse anerkannt sind, übernimmt auch die Krankenkasse die Kosten (die haben allerdings meist lange Wartezeiten im Bereich von 6-9 Monaten oder mehr). Viele haben aus diesen Gründen einen hohen Kosten- und Zeitdruck.

Heilpraktiker für Psychotherapie - Die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie umfasst den Stoff der "klinischen Psychologie" des Psychologiestudiums plus einige Zusatzgiebiete, wie Rechtskunde, Diagnostik usw. und ist sehr praxisorientiert. In aller Regel sind sie sehr gründlich und die meisten sind ebenfalls in einer Psychotherapieform gut ausgebildet (gibt es auch einige, die wissenschaftlich nicht fundierte Therapiekonzepte anbieten). Vorteil: kaum Wartezeiten und tendenziell viel Gründlichkeit in Diagnose und Behandlung; Nachteil: Krankenkassen übernehmen die Kosten in aller Regel nicht.

Psychiater - Sind eigentlich Humanmediziner mit entsprechender Zusatzausbildung. Sie dürfen auch Medikamente/Psychopharmaka verordnen.

Ärzte - Auch Humanmediziner allgemein dürfen grundsätzlich Diagnosen stellen, beschränken sich aber oft nur auf grobe Verdachtsdiagnosen im Bereich der psychischen Erkrankungen und überlassen die detaillierte Diagnostik häufig den Fachkollegen.

Dennoch bleibt die Frage: wozu würdest Du "nur" eine Diagnose wollen? Das macht keinen Sinn... Eine Diagnose ist letztlich eine statistisch geprägte Kategorisierug von Symptomkomplexen. Leider passiert es viel zu häufig, dass Menschen sich über derartige "Diagnosen" beginnen zu identifizieren und ihr Verhalten zu rechtfertigen. Aber eine Diagnose ist bei Weitem nicht immer so klar oder eindeutig wie es scheint, weil die Abgrenzung teilweise schwierig ist, weil Symptome häufig sehr individuell und eben nicht "lehrbuchmäßig" sind, weil Symptomkonstellationen mehrere parallelle Erkrankungen nahelegen (hier muss man sich auf eine "Hauptdiagnose" festlegen) usw... Daher: was bringt Dir die "Bezeichnung" Deiner Symptome, wenn Du nichts unternehmen möchtest um sie zu lindern oder zu heilen?

LG

Wenn du keine Therapie brauchts brauchts du auch keine Diagnose. Was willst du denn hören? Was sollst du denn diagnostiziert bekomemn?

Eine Therapie is immer über einen längeren Zeitraum auch bei einen Psychologen hast du mindestens 5 probatorische Sitzungen. Aber eine Diagnose festzustellen passiert meist erst über einen längeren Zeitraum. Und nicht bei einem Gespräch.

Du kannst gar nicht zu einem Psychologen gehen. Psychologen sitzen in Unternehmen oder Unis und regen sich über Leute auf die sie mit Psychotherapeuten verwechseln. Aber sie empfangen sicher keine Patienten um eine Diagnose zu erstellen. Stattdessen machen sie lieber Statistik, das mögen sie.

wofür sind denn Psychologen deiner Meinung zuständig?

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@Feupolre

Viele Dinge, die sich mit dem Verhalten von Menschen beschäftigen. Zum Beispiel die Entwicklung und Überwachung von Personalauswahlverfahren oder Forschung zu dem Thema. Teilweise sind sie auch beratend tätig, aber solltest du eine psychische Erkrankung bei dir vermuten solltest du schon zum Therapeuten gehen ( Was tatsächlich oft Psychologen sind die sich fortgebildet haben). Manche psychische Symptome können auch körperliche Ursachen haben, z.B. eine Mangelernährung ( Vitamin B12 bei Veganern mit entsprechenden geistigen Ausfällen wäre sowas) oder neurologische Probleme. Ein Arzt oder Psychotherapeut ist hier also dein erster Anlaufpunkt.

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