Kann man Zeitarbeitsfirmen für eine Sanktion durch das Jobcenter in Haftung nehmen?

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7 Antworten

Hi,

was die Leihbude labert, is doch völlig egal.

Ich würde an deiner Stelle beim Jobcenter n Fass aufmachen.

Erst versucht man, die Sachlage mit Sachbearbeiter und Abteilungsleiter gütlich zu klären.

Klappt das nicht, sollteste ruhig mit der dicken Keule zuhauen.

D.h.:

Widerspruch, Dienstaufsichtsbeschwerde, Klage usw.

Den Widerspruch legst du gegen den Bescheid des Jobcenters ein.

Die Beschwerde richtet sich gegen den, bzw die Sachbearbeiter des Jobcenters.

Ne Klage macht man beim Sozialgericht.

Für die Klage kannst du bei deinem örtlichen Amtsgericht Beratungshilfe und PKH beantragen.

Dein Gegner ist in diesem Fall das Jobcenter, nicht die Leihbude.

Wie gesagt, was die Leihbude labert is egal.

Es sei denn, du hättest gaanz offen und nachweisbar eine zumutbare Tätigkeit verweigert.

Also,

Jetzt das Jobcenter anspringen. - am besten gleich per Anwalt.

Du solltest mit Hilfe des Anwaltes unmissverständlich klarstellen, dass du dir nicht alles gefallen lässt, vor allem keine willkürliche Schikane.

Für die Zukunft solltest du den Umgang mit Zeitarbeitsbuden üben.

http://www.gutefrage.net/frage/kennt-jemand-gute-strategien-gegen-zeitarbeitsfirmen-leiharbeitsfirmen

Aus dem Link kannste schonmal ne Berwerbung ableiten, mit der du wohl eher unintgeressant für ne Leihbude bist.

Auch wenn es tatsächlich zu einen vorstellungsgespräch kommen sollte, kann man als Bewerber noch was machen.

Man stellt sich ein klein wenig trottelig an, n bisschen hektisch usw. - nicht zu viel.

Dann gibt man durch kleine Nebensätzchen den unbequemen Rechthaber, der wg jeder Kleinigkeit Stress per Anwalt macht. - auch nicht zuu offensichtlich, manchmal reicht es, wenn man so ganz nebenbei ne Rechtsschutzversicherung erwähnt, oder wenn man erwähnt, dass schonmal beim Arbeitsgericht geklagt hat.

Lustig ist auch, wenn man den bereits vereinbarten Vorstellungstermin kurz vorher (ne halbe Std vorher) verschieben will.

Grundsätzlich, - und das ist jetzt KEINE Sklavenarbeitsverhinderungstaktik. - nimmt man ersteinmal eine Ausfertigung des Arbeitsvertragen mit, bevor man den unterschreibt.

arbeite dich mal in die miesen Neppertarife der Zeitarbeit ein.

Man stellt sehr schnell fest, dass viele Tarifregelungen den Leiharbeiter schlechter stellen, wie die Gesetze.

Einige Sachen fragwürdigen Arbeitsverträge sollte man selbstbewusst streichen oder abändern.

Solange der Bewerber keine utopische und weltfremde Forderungen stellt, kann das nicht als so genannte Negativbewerbung ausgelegt werden.

Ich schreibe z.Zt. dass ich als überzeugter Gewerkschaftsgegner die Anwendung der Tarife IGZ und BZa ablehne und einen Arbeitsvertrag nur auf gesetzlicher Grundlage wünsche.

Man muss nämlich als Hartzer nur die gesetzlichen Regelungen akzeptieren.

Andersrum wird das ja auch einen Arbeitgeber wenig jucken, wenn ich Gewerkschaftsmitglied bin, aber der Arbeitgeber nicht.

Dann kann er den Tarif anwenden, oder eben nicht.

Sage bei ner Leihbude mal, dass du n Arbeitsvertrag OHNE Tarifanwendung willst.

Dann weißt du sofort, wessen Interessen die dreckigen DGB Gewerkschaften wirklich vertreten.

Wie bereits geschrieben, sind die miesen Tarife der Zeitarbeit schlechter, wie die gesetzlichen Regelungen.

Vieles ist schlechter nichts ist besser für den Malocher.

Einfach mal vergleichen Urlaub, Kündigungsfristen usw.

So oder so: In was für einer menschenverachtenden Welt leben wir eigentlich, in der die finanzielle Existenz von der Rückmeldung einer Leiharbeitsfirma bzgl. einer Bewerbung an eine Behörde abhängig ist?

Auf zum Sozialgericht, klagen. Da lehnen sich sowohl die Firma, als auch die Behörde zu weit aus dem Fenster.

Das müsste sich doch mit dem Jobcenter klären lassen, dann zahlen sie auch nach.

Angel941 26.06.2014, 22:11

Das beantwortet nicht meine Frage. Wenn die Zeitarbeitsfirma sich 2 x mißverständlich zur Bewerbung äußert, sodaß eine Sanktion daraus abgeleitet werden kann, stellt sich mir die Frage ob diese dann nicht auch für den angerichteten Schaden haften müßen

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ErsterSchnee 26.06.2014, 22:17
@Angel941

Wie gesagt, wenn sich das klären lässt, wird ja nachgezahlt. Also gibt es keinen Schaden. Und freiwillig werden die von der Zeitarbeit eh nicht zahlen. Hast du das Geld für einen Anwalt?

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Angel941 26.06.2014, 22:44
@ErsterSchnee

Natürlich entsteht ein SChaden. Ich muß das Gericht beschäftigen, weil das JC nicht mit sich reden lässt. Ich hab den ganzen Ärger, nur weil die tollen Mitarbeiter schlampige Meldungen abliefern.

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hasenfuss67 26.06.2014, 23:19
@Angel941

Hi

wenn sich das Jobcenter völlig stur stellt, hilft nur ne Dienstaufsichtsbeschwerde und ne Klage beim Sozialgericht.

Man sollte, weil es bei Hartzern ja schlicht um die Existenz geht, ruhig mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Aber bitte erst dann wenn wenn reden und argumentieren nicht mehr hilft.

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Ganz ehrlich? Fristgerecht Widersprucht einlegen gegen die Sanktion. Wenn der Widerspruchsbescheid kommt, Berechtigungsschein für Beratungshilfe beim Amtsgericht holen und zum Fachanwalt für Sozialrecht gehen. Wenn der Widerspruchsbescheid länger als drei Monate auf sich warten lässt, Untätigkeitsklage. Wenn finanziell durch die Sanktion arg der Schuh drückt, sofort zum Anwalt und einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung stellen. Dieser weiß auch mit PKH Bescheid.

Wir haben permanent mit Menschen zu tun, die der Behördenwillkür in ähnlicher Weise ausgesetzt sind und da hilft nur Gegendruck.

Dieses mit in Haftung nehmen? Obige Maßnahmen sollten dazu führen, dass die Sanktionen aufgehoben werden und Du so gestellt wirst, als hätte es sie nie gegeben, sprich Nachzahlungen.

Als erstes solltest Du einer Sanktion widersprechen. Was wurde als Sanktion ausgesprochen?

Du solltest die Zeitarbeitsfirma nochmal anrufen und sagen, dass Du aufgrund der Saktionen vom Jobcenter durch sie in Schwierigkeiten geraten bist. Du erklärst denen, dass Du künftig schlecht über sie reden wirst und rechtliche Schritte prüfen lassen wirst.

Was genau hast Du dem Vermittler beim JC gesagt? Hast Du darauf hingewiesen, dass eine Verständigung mit der Zeitarbeitsfirma kaum möglich ist?

Nein, die haben die Angaben so gemacht wie sie es empfunden halten.

Du kannst ja mit dem Jobcenter reden und denen deine Sicht erzählen.

Angel941 26.06.2014, 22:41

Eben nicht! Das haben sie nach Rücksprache selbst zugegeben, das es so nicht beabsichtigt war und sie die meldung wohl mißverständlich formuliert hätten. Ich bat um Richtigstellung, was Sie auch gleich machen wollten, mit Kopie an mich.

Anstelle einer Richtigstellung machten sie nachträglich eine Änderung, was das Jobcenter dann nicht anerkennen wollte, nach der Androhung der Sanktion.

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Heidrun1962a 26.06.2014, 22:47
@Angel941

Da kannst du dich nur an das Jobcenter wenden.

Die Zeitarbeitsfirma hat die Äußerung ja nicht böswillig gemacht.

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Aus der Frage ist absolut nicht erkennbar, worum es eigentlich geht. Da kann man nicht antworten..

Angel941 26.06.2014, 22:09

z.B.

Frage der Zeitarbeitsfirma: Haben Sie schon einmal in einem Callcenter gearbeitet? Antwort: Nein

Meldung an Jobcenter lautete: ....hat keine Erfahrung in Telefonie!

So ein Schwachsinn. Seit wann haben kfm. Angestellte keine Erfahung in Telefonie. Das Jobcenter unterstellt nun ich hätte vorätzlich darauf hingearbeitet das ich die Stelle nicht bekomme

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Schnoile 26.06.2014, 22:20
@Angel941

Das würde ich auf jeden Fall klären und Widerspruch gegen die Sanktion einlegen. Die können nicht einfach was unterstellen und dann die Gelder streichen.

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