Kann man wirklich längerfristige Schäden kriegen, wenn man sich zweimal das Handgelenk bricht und einfach weiter belastet?

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4 Antworten

Du stellst eine heikle Frage, weil die Antwort für Dich weitreichende Konsequenzen hat. Das Problem ist, dass niemand außer Dir und dem Arzt Deine Krankenakte kennt und somit niemand weiß, was der Hintergrund der Aussage Deines Arztes ist.

Um Dir jedoch eine kleine Hilfe anzubieten, sei folgendes bemerkt:

  1. Wenn der Bruch des Handgelenkes durch eine Überlastung beim Tennisspielen herrührt, so hat Dein Arzt recht. Offensichtlich sind Deine Knochen/Gelenk nicht für eine solche Belastung ausgelegt bzw. geeignet.
  2. Wenn die Brüche durch Stürze oder dergleichen passieren, kann man darüber streiten, ob ein Weiterspielen sinnvoll ist, da auch hier offensichtlich Schwächen vorliegen, allerdings nur unter Traumabedingungen.
  3. Wenn Brüche nicht ordentlich ausheilen, sind Folgebrüche sehr wahrscheinlich. Die Frage ist, ob Du im Leistungssport es Dir leisten kannst genug Zeit zur Heilung zu haben. Wenn nicht, siehe 1.
  4. Wenn Brüche nicht ordentlich ausheilen, sind Folgeschäden sehr wahrscheinlich.
  5. Was steht dem im Wege Dir bei einem anderen (Sport-)Mediziner eine Zweitmeinung zu holen?

VG gute Besserung und viel Glück

Ja, es ist beide Male beim Tennis passiert, das erste Mal im Training, das zweite Mal in einem Spiel. Ich kann nicht zu noch einem Arzt gehen, weil ich meinen Eltern gesagt hab dass alles okay ist und sowas nicht nochmal passieren kann quasi. Deswegen wäre es komisch wenn ich wieder zu nem Arzt renne

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@EmilyYC

Was bleibt Dir übrig? Bringt es Dir etwas, wenn Du auf Dauer Deine Gesundheit ruinierst? Spielt es sich mit einem geschädigten Handgelenk besser? Wie lange kannst Du eine mögliche gesundheitliche Einschränkung vor Deinen Eltern geheim halten?

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Meinem Vater würde es halt das Herz brechen, er hat soviel Geld in eine professionelle Förderung, Trainer, Fitnesstrainer und alles sowas ausgegeben und jetzt werde ich nichtmal annähernd das erreichen wovon er träumt. Er weiß natürlich dass ich mir das gebrochen hab und er weiß auch eigentlich dass ich deswegen nicht mehr so gut spielen kann, ich sage ihm immer dass es gar nicht daran liegt und ich einfach in schlechter Form bin, obwohl ich seit dem ersten Bruch nie wieder so gut gespielt hab wie vorher.

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@EmilyYC

Das ist der klassische Konflikt zwischen Erwartung und Leistung, zwischen Eltern und Kindern. Solchen Konflikt, wie den Deinigen, gibt es zuhauf. Aber bedenke: Ohne Sport kann man leben - mit einer kaputten Hand (zudem Deiner Führungshand!) eher weniger! Sicher ist die Enttäuschung Deines Vaters nicht zu verhindern, aber Deine Gesundheit sollte dann doch an erster Stelle stehen. Ich denke, dass das auch Deinem Vater einleuchten sollte, zumal, wie Du selber schreibst, eine Leistung auf hohem Niveau nicht mehr zu erbringen ist! Sollte dem so sein, so ist es besser, wenn alle Beteiligten früh und rechtzeitig sich damit abfinden.

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Tennis Profi zu werden ist ein sehr untrealitischer Traum. Man muss Quasi sein ganzes Leben in den Sand legen, um genug Zeit für tägliches Training zu haben. Außerdem kostet dies eine menge Geld. Das heißt, wenn man nicht aus einem reichen Elternhaus stammt, kann man das schonmal Vergessen. 

Ein wichtiger Faktor ist auch noch Talent. Wenn man nicht schon in jungen Jahren ein großes Talent feststellen kann, sollte es sehr Schwer sein, ein Profi zu werden. In diesem Punkt ist auch schon versteckt, dass man spätestens in Grudschulzeit angefangen haben sollte. 

Wenn man um die 15 Jahre ist, sollte man schon in einer niedrigen LK sein, damit man auch gegen andere gute Spieler antritt. Falls man mit 16 nicht unter LK 16 ist, kann man den Traum vom Profi vergessen. 

Sponsoren finden ist etwas, was für einen angeheneden Profi unverzichtbar erscheint. Mit 18 sollte man sein bestes Geben, einen Sponsor zu bekommen. 

Bei Mannschaftsspielen sollte man auf der Nummer 1 stehen (der beste der Mannschaft sein).

Du musst dir auch im klaren sein, dass du nicht nur Tennis trainierst, sondern deinen ganzen Körper. Fittnessstudio, Diäten und andere Sportarten wie Joggen und Radfahren sind unverzichtbar und nach stricktem Plan einzuhalten. 

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Jetzt zu den Medizienischen Angelegenheiten...

Gehe zu einem Fysioterapeuten und lass dir dort alle deine Fragen auf die Sportliche Zukunft mit deinem Handgelenk erklären. 

Außerdem solltest du vielleicht erstmal einen Handgelenkschoner bzw. Stabilisator beim Tennis verwenden. Diese findest du soziemlich Überall. 


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Und ein wichtiger Punkt des Lebens ist das Erwachsenwerden. Diesen Punkt solltest du vielleicht vor dem Tennisprofitraum abarbeiten...

Ich bin ja nicht blöd, spiele seit ich 5 bin. Aber guter Aufsatz für Leute, die sich nicht so gut auskennen. Durch die Verletzungen kann ich es jetzt eh vergessen, weiß ich auch selbst. Laura Robson war mit 14 oder so Wimbledon Juniors Champion, Kandidatin für eine zukünftige #1, jetzt spielt sie wegen einer Handgelenksverletzung irgendwelche 10k Turniere.

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@EmilyYC

Wenn du so eine Einstellung hast, kannst du es direkt Vergessen. 

Ich hatte vor Professioneller Sprinter zu werden und hatte mir dann mit 12/den Fuß gebrochen. Mit 13 hab ich wieder mit Fußproblemen angefangen und habe mich dann mit Reha und anderen Methoden wieder hineingefunden und heute bin ich in der Lage 100 meter in 10 Sekunden zu laufen, bin aber kein Profi, weil ich meinen Traumberuf bald bekommen werde und dafür auf die Uni gehen musste... 

Außerdem wollte ich Profi MMA Kämpfer werden... Da sind aber Persönliche Angelegenheiten dazwischen gekommen und ich habe das auch aufgegeben. 

Aber ich mache Sport nicht um Profi zu werden, sondern weil ich spaß daran habe...

So ist das bei allem anderen auch...

Wenn du dich davon Runterziehen lässt, wird das nixmehr, wenn du aber nicht aufgibts und dich recoverst, kannst du noch ganz groß Rauskommen... Falls dein Arzt sagt, dass du nichtmehr Spielen sollst, lern Tennis mit dem anderen Arm. Aber gib nicht auf...

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"Kann man wirklich längerfristige Schäden kriegen, wenn man sich zweimal das Handgelenk bricht und einfach weiter belastet ?"

Verzeihung, aber so bl¨... darf man doch nicht sein !

"längerfristige Schäden" ? Aber ja !
Weitere Brüche, die Hand nicht mehr bewegen können,
Sehnenscheidenentzündungen,
Verknorpelungen,
Querbänder können zerreissen, sind schwer oder nicht operierbar, jedefalls bleiben arge Dauerschäden,
Der Nerv im Handgelenk kann einwachsen und abgeklemmt werden (das ist sehr wahrscheinlich) -> Versagen der Finger, Schmerzen, nicht mehr schreiben können, Schwierigkeiten beim Essen,
und so weiter.

Aber mach's wie Du willst. Jeder ist sein eigener Henker.

Es ist doch inzwischen wieder geheilt... Ich meine doch nicht ein gebrochenes Handgelenk weiter zu belasten.

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@EmilyYC

Dann habe ich deine Frage vielleicht nicht richtig verstanden ?
• "Ausgeheilte" Verletzungen heilen nie ganz aus. Die kommen im Alter wieder raus, alle zusammen.
• Spielst Du nach zwei "ausgeheilten" Brüchen der Hand immer noch Tennis ? Falls ja, sind Langzeitschäden und weitere Verletzungen zu erwarten.
• Was verstehst Du unter "belasten" ?

• Frage Sportärzte. Vor deinen Eltern zu verstecken, "heilt" noch weniger.

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Mir hat mal eine ärztin gesagt, dass der knochen an der selben stelle nicht nochmal brechen wird, weil eine verheilte bruchstelle stabiler sein soll, als sie vorher war. Wenn das wahr ist, liegen die schäden bei wiederholten brüchen wohl nicht beim knochen, sondern an anderer stelle. Evtl. bänder, sehnen und gelenke, die durch den bruch überlastet werden oder knöcherne verwachsungen im zuge der heilung. 

An deiner stelle würde ich mir mehrere ärztliche meinungen einholen, vor allem von spezialisierten sportmedizinern. 

Nur weil der Knochen stärker ist, bedeutet es nicht, dass er Unzerstörbar ist. 

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