Kann man von ADHS auf ADS umsteigen?

6 Antworten

Nicht wirklich, es kann sich mit der Zeit etwas reduzieren, aber die Hyperaktivität wird nie ganz verschwinden, da sie sich nicht nur in physischer sondern auch neurologischen Form äußert.

Ich spreche aus Erfahrung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin seit 2017 diagnostiziert

Hi, hab mich grad erst angemeldet! Ich bin 43 Jahre alt und habe nach einer 16 Jährigen narzistischen mit einem Sohn jetzt erst Medikinet bekommen!

Als mein Sohn in die Grundschule kam wurde er auffällig und man legte uns nahe ihn testen zu lassen. Dies haben wir getan, zwar erst mit beginn der 6ten Klasse erst, weil er gar nicht mehr parat kam. Daraufhin und der Tatsache hin, das ich, seit ich denken kann anders gehandelt und getickt habe... (Was einem die sehr "lieben" und "toleranten" Mitmenschen auch immer wieder sagen 😒)... auch testen lassen.

Da hab ich schon gemerkt, das der Arzt in einem Klinikum gar kein Inresesse daran hatte mich zu testen und nur wiederwillig, aufgrund meiner Testergebnisse und Neurologischen Untersuchungen die Diagnose einfach geben musste. Also ein ganzes halbes Leben ohne Medikamente. Vor 4 Wochen bekam ich jetzt endlich Medikinet und fühle mich wesentlich fokosierter.... anfangs Dosis!... Alleine das macht schon einen großen Unterschied.

Meiner Meinung nach, verläuft ADHS/ADS in Schüben ab wobei gewisse Auslöser diese verursachen können. Geht Dein Leben gut und Du hast ein Umfeld was Dich auffängt ist alles paletti und man kann sich gut Steuern.

Dieses Glück hat allerdings nicht jeder! Da ich ein extrem "aufregendes" Leben hatte und vor zwei Jahren zusammengebrochen bin, kann ich nur jedem Empfehlen sich gut um sich selbst zu kümmern. Ich wollte immer wie die anderen sein, die ihr Leben auf die Reihe bekommen aber der Tribut den ich jetzt dafür zahlen mußte, war es nicht Wert! Seit ihr selbst, umgebt euch mit Menschen die euch so nehmen wie ihr seid. Das ist auch Selbstfürsorge und man eleminiert dadurch die Auslöser!

Lange rede kurzer Sinn je besser ihr und euer Umfeld mit euch umgeht desto besser hat man sich unter kontrolle!

Ich wünsche jedem ein erfülltes Leben.

Und mein Trotzkommentar

- ADHS/ADSler sind meist die Emphatischeren, toleranteren und Interligenteren Menschen -

Ja du kannst dein ADHS auf das Runtersteigern ich spreche aus eigener Erfahrung aber das hat bei mir 5½ Jahre gedauert und kann dadurch dass ich immer introvertierter wurde

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo Caro!

Schade, das ich Dir jetzt erst Antworten kann! Leider!

In der Situation, hab ich mich jetzt die letzten 64 Tage befunde!

Vor 6 Wochen hat mein 13jähriger sich entschlossen nur noch bei seinem Vater zu Leben.

Ich dachte immer wir hätten eine gute Mama und Sohn Beziehung aufgebaut. Ich wollte es ihm umbedingt ersparen, die selben dummen "Fehler" wie ich zu machen!?!

Und nachdem ich vor 4 Tagen, den absolute Tiefpunkt, dachte ich zumindest ?!?

Ich mußte mich wohl oder übel, für einen Weg entscheiden.

Und ich bin den Weg des geringsten Wiederstands gegangen.

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Ich habe mal ein kleines Doku-Experiment gesehen. Da wurden 10 Kinder die so eine Diagnose hatten mal ein paar Wochen auf ein Alm geschickt wo die eine Ernährungs und Lebensumstellung hatten und 9 der 10 konnten anschließend mit Ernährungs und Verhaltensänderung die Medikamete weglassen und waren obendrein glücklicher.

Du solltest also vielleicht auch mal testen was es bei dir bringt wenn du weitgehend auf Zucker (und natürlich auch Koffein) verzichtest und dich dafür viel an der frischen Luft bewegst.

AD(H)S ist eine organische, neurobiologisch begründete Funktionsstörung, die mit der Selbststeuerung des Individuums auf vielen Ebenen zu tun hat. Es hat nichts mit dem falschen Umfeld, der Ernährung oder Charakterschwäche zu tun.

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@Asporc

Eine korrekte Diagnose ist natürlich sehr wichtig und es gibt etliche Krankheiten die ein AD(H)S maskieren oder sogar ähnliche Symptome verursachen können. Es gibt tatsächlich Fehldiagnosen. Aber noch viel öfters wird AD(H)S Kindern eine Therapie verweigert und man schickt sie lieber auf Bauernhöfe. Das hat gravierende Folgen im Erwachsenenalter. AD(H)S Betroffene haben eine massiv höhere Suizidrate und unbehandelt sind Depressionen und Angststörungen quasi vorprogrammiert.

3
@Spectacolo

Dieselben probleme hast du aber auch wenn du die Diagnose zu schnell stellst und die entsprechenden Medikamente verschreibst obwohl man mit Ernährungs und Verhaltensänderung dieselben Effekte erzielen kann. Zuviel Zucker und zu wenig Bewegung sorgen eben auch für Konzentrationsprobleme und Hyperaktivität.

Und Depressionen und hohe Suizidrate kommen nunmal zum teil auch dazu indem die Kinder effektiv mit Jeder Tablette gesagt bekommen "So wie du bist bist du nicht richtig! Jetzt schluck das hier damit du funktionierst". Von den direkten Langzeitfolgen der Medikamentation die nicht ausreichend erforscht wurde ganz zu schweigen.

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@Asporc

Man merkt, dass du nicht weisst, wovon du sprichst. Deine pseudo Argumente widersprechen total dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens. AD(H)S ist eine organische, neurobiologisch begründete Funktionsstörung. Es hat nichts mit dem falschen Umfeld, der Ernährung oder Charakterschwäche zu tun. Diagnosen werden nicht zu schnell, sondern meistens viel zu spät gestellt, vor allem bei ADS ohne Hyperaktivität. Depression und Angststörungen kommen zustande, weil Kinder mit ADHS als unangenehm wahrgenommen werden und nicht mehr zu Geburtstagspartys eingeladen werden. Es kann sich nicht normal Entwickeln und es auch später nie mehr nachholen. Methylphenidat ist das am besten erforschte Medikament überhaupt und ist absolut sicher. Oft kann es irgendwann sogar abgesetzt werden, weil das Hirn unter dem Einfluss des Medikaments neue Strategien erlernen kann, die auch ohne Medikament funktionieren. Stimulanzien wirken bei Menschen mit AD(H)S eben nicht wie eine Droge, sondern paradox. Es macht betroffene auch nicht Abhängig.

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@Spectacolo

Ok hier kommen zuviele Argumente und Aussagen zusammen zu denen ich gerne was sagen würde .

ich rede nur aus eigener Erfahrung :

adhs wird teilweise zu schnell diagnostiziert und ist für viele Eltern ein schneller Ausweg mit einem schwierigen Kind zurecht zu kommen. Wenn ich bei meinem Kind die Vermutung hätte und ein Arzt es bestätigt würde ich mir noch eine zweite Meinung holen . Aber:

adhs zu haben und es wurde nicht diagnostiziert kann dein ganzes Leben zerstören . Von Depressionen über Angststörungen bis zum selbstmordversuch.

Medikamente können ein Seegen sein aber noch viel wichtiger ist eine gesprächstherapie bzw. eine Verhaltenstherapie, Medikamente sollte da nur die Unterstützung zu sein . Nur Medikamente ohne Therapie sollten nicht mehr bezahlt werden bzw. verboten

und viele können dann auch irgendwann die Medikamente weg lassen und ein besseres Leben führen.

ein Besuch auf dem Bauernhof kann dann gerne auch noch dazu kommen aber für einen richtigen adhsler glaube ich nicht das es die alleinige Lösung ist .

und jetzt zu der Hauptfrage:

das hyperaktive legt sich öfters etwas im Erwachsenenalter was mehrere Gründe haben kann .

auch hier halte ich eine Therapie für extrem hilfreich

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Eigentlich nicht denn bei ADHS ist man ja Hyper aktiv und bei ADS eher verträumt.

Ich habe ADS und kenne auch jemanden mit ADHS, wir sind im gleichen Alter aber zwischen uns liegen Welten und ich bin mir sicher dass man als ADHS Patient die Hyperaktivität niemals so runter trainieren kann dass man auf das Verhalten von ADS Patienten herunter kommt weil die ADS Patienten ja eben absolut nicht aktiv sind. Aber da ich kein ADHS habe weiß ich nicht inwiefern man die Hyperaktivität kontrollieren kann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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