Kann man Vermögen auf ein Familienmitglieder übertragen?

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10 Antworten

Ob du das System blöd findest, hat auf die Anwendung keine Auswirkung. Die das System finanzierenden Steuerzahler ohne eigenen Leistungsanspruch finden es nämlich auch blöd, eine nicht im Gesetzessinne als bedürftig geltende Person zu finanzieren. Ob die Freibeträge im Einzelfall immer gerecht sind, ist eine politische Frage, die ich nicht kommentieren möchte.

Bei der Antragstellung ist wahrheitsgemäß und vollständig über die Vermögensverhältnisse Auskunft zu erteilen. Es muss das gesamte aktuelle Vermögen angegeben werden, dazu gehören auch Bausparverträge, Sparbücher, Lebensversicherungen, private Versicherungsverträge und Tagesgeldkonten. 

In den mir bekannten Vordrucken wird auch nach Schenkungen in einem bestimmten Zeitraum (frag bitte nicht, wie lange, aber definitiv mehr als sechs Monate!) gefragt, sodass eine Übertragung von Guthaben an Dritte nicht funktioniert. Ein "verarmter Schenker" kann die Schenkung nach 528 BGB zurückfordern - und dieser Rückforderungsanspruch geht nach 33 SGB II auf das Jobcenter über. In vorsätzlichen Fällen besteht auch ein Rückforderungsanspruch des Jobcenters gegen den Leistungsempfänger (34 SGB II). Man soll sich eben nicht willkürlich bedürftig machen können. Falsche Angaben werden mit Rückforderung und gegebenenfalls mit Betrugsanzeige sanktioniert.

Altersvorsorge- (13.500 Euro + x je nach Alter) und Schonvermögen (3.100 Euro + x je nach Alter) werden von Amts wegen berücksichtigt.

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Wenn du Vermögenswerte "vorsorglich" versteckst, kannst du dich sogar strafbar machen. 

Außerdem können Transaktionen auch noch 10 Jahre lang "rückabgewickelt" werden.

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kinder haben einen freibetrag von 3100 euro plus 750 euro für eventuelle anschaffungen.

du hast einen freibetrag von 150 euro pro lebensalter plus 750 euro für eventuele anschaffungen. weiterhin einen freibetrag pro lebensalter für deine rentenabsicherung.

umschichten von vermögen kurz vor deinem antrag auf leistung wäre dämlich, da du das dann anhand der kontoauszüge erklären musst

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Kommentar von Laury95
30.10.2016, 12:10

Warum Kontoauszüge, wenn er die Konten nicht angibt, da es nicht mehr seine sind? Dann ist da nix mit Kontoauszügen.

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Wenn du auf diese Konten nicht jetzt zugreifen kannst, z.B. manche Lebensversicherungen, dann spielt das keine Rolle.

Wenn dort jemand anderes vermerkt ist, dem das Konto gehört, dann auch nicht.

Du kannst deine Konten vorher umschreiben lassen. Am besten auf den Opa, dem du vertraust ;)

Wir haben meine Lebensversicherung, die auf anderen Namen läuft, bis Ende des Leistungsbezuges still legen lassen.

Ob das erlaubt ist, ist ne andere Sache. Mein Opa hatte kein Bock, sein erspartes Geld für mich dafür zu verschwenden ;)

Im Antrag musst du alle Konten offenlegen. Kannst ja mal ausrechen, ob dein Vermögen den Freibetrag übersteigen würden.

Dann gibt´s natürlich im Antrag noch einen Punkt, wegen Schenkung. Ich glaube, das bezieht sich auf bis zu 10 Jahre?

Da würde ich einfach nichts angeben.

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Der Grundfreibetrag in Höhe von 150 Euro je vollendetem Lebensjahr . Es gibt aber eine Maximalgrenze. Google mal nach Schonvermögen......

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... natürlich; und die können dann für Dich sorgen, wenn einmal Bedarf ist.

Viel Glück.

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Es gibt "Schonvermögen"!

guckst Du hier:


http://www.hartziv.org/was-zaehlt-als-vermoegen.html


Im Übrigen ist es darüber hinaus völlig legitim, "wie ein Eichhörnchen von seinen Vorräten zu zehren", bevor der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird!

Es wäre auch nicht verboten, die Verwandten, auf die man gesetzwidrig in betrügerischer Absicht sein Vermögen verschieben möchte, um Hilfe anzupumpen!


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Gute Gelegenheit, vorzeitige Erbausgleiche, Schenkungen, Aussteuern, Unterhaltsansprüche, Ausbildungskosten der Kinder etc. vorzunehmen, die dann aber auch nicht mehr zurückgefordert werden können!

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Kommentar von DerHans
27.10.2016, 17:51

Genau das darf man eben nicht. 

Vermögenstransfer, der dazu dient, "sich selbst arm zu rechnen" kann bis zu 10 Jahre rückwirkend wieder rückabgewickelt werden.

Dann hat die ganze Aktion aber eine Menge Geld gekostet.

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Hallo,

der Staat nimmt Dir jeden Cent weg, sogar das eigene Haus. Solltest Du eine Mietwohnung haben, kann er Dir eine kleinere anbieten. Deine Konten kann er bis zu 10 Jahren zurückverfolgen.

Alles Gute

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Kommentar von DerHans
27.10.2016, 17:48

Das ist kompletter Unsinn. 

Ein selbstbewohntes "angemessenes" EFH gehört zum Schonvermögen.

Wer weiteren Immobilienbesitz hat, ist eben nicht "bedürftig". Da wäre es vollkommen OK, wenn dieses Vermögen erst einmal verwertet werden müsste.

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Kommentar von Harald2000
27.10.2016, 21:41

Der Staat nimmt nichts weg, sondern er will ja erst mal vom Staat was haben - obwohl er eigentlich nichts bräuchte!

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schau mal ins gesetzbuch:

SGB 2     § 12

dazu kommt noch ein KFZ im wert bis zu 7500 €.

schau dort nach, denn was hier geschrieben wird, ist zum teil einfach nur falsch oder gefährliches halbwissen!

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