Kann man verklagt werden, wenn man jemanden Fremden versehentlich eine private Mail schickt

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10 Antworten

Strafrechtlich ist dies grds. ohne Belang. Zivilrechtlich ist zwar eine Unterlassungsklage möglich, aber nicht erfolgreich. Wenn sich jemand durch E-Mails belästigt fühlt, hat er zunächst den Abesnder qualifiziert abzumahnen, d.h. unter Androhung einer Unterlassungsklage aufzufordern, die Zusendung von Mails zu unterlassen. Kommt der Sender der Mails dem nicht nach, kann er - auch erfolgreich - auf Unterlassung verklagt werden. Der Tenor des Urteils lautet dann dahingehend, es zu Unterlassen, an den Kläger auf dessen Account xy Mails bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu zahlenden Ordnungsgeldes von bis zu € 500.000,00, Ersatzweise Ordnungshaft oder Ordnungshaft zu senden. Kommt es nun neuerlich zur Zusendung einer Mail, kann der "Belästigte" bei Gericht den Antrag auf Verhängung eines Ordnungsmittels gemäß Tenorierung stellen (allerdings wird weder gleich Ordnungshaft angeordnet noch gar ein Ordnungsgeld in Höhe von € 500.000,00).

Wenn es bei dem einen Mal bleibt, ist das kein Grund zur Anklage. Sollte das aber häufiger vorkommen, dass du immmer dem gleichen eine Mail schreibst, kann er das schon als Belästigung empfinden. Ob eine Anklage nötig ist? Wenn derjenige mich auch sonst noch belästigt, z.B. mit Telefonanrufen, würde ich Anzeige erstatten. Nur bei Mails würde ich seinen Absender blockieren.

in diesem Fall sind es 3 Mails mit Anhang, die gleichzeitig losgeschickt wurden. Dann eine vierte, in der auf ein Versehen hingwiesen wird.

Nein,

wobei es auf den Inhalt ankommt, aber bei einer normalen E-Mail, mit belanglosem Inhalt, definitiv nicht!

Das heißt ja, jemand könnte es versuchen, es als Spam vor Gericht zu bringen, würde aber abgewiesen werden, vermutlich mit einem Verkneifer beim Lachen :)

hmmmm...

eine Frage:

"kann man jemanden anklagen, wenn man jemanden eine private Mail schickt"

wer will denn nun wen "anklagen"?

Anklagen kann nur der Staatsanwalt, vielleicht auch ein Nebenkläger. Aber man könnte evtl. jemanden anzeigen oder verklagen. Aber die Frage ist doch: WESWEGEN?

Eine irgendwie verwerfliche oder strafbare Handlung sehe ich nämlich in dem von dir geschilderten Sachverhalt nicht.

Nein, bei versehentlichem einmaligen Zugang gibt es keine Möglichkeit Dich zu belangen

Nein, du kannst wegen einer versehentlich gesendeten Mail nicht belangt werden.

ne, irren ist und bleibt menschlich. jeder kann sich mal vertippen

warum sollte man dann verklagt werden?

Damit befasst sich kein Gericht....

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