Kann man unsere Realtät im Gegensatz zum "Leben" im Internet als materielle Welt bezeichnen?

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1 Antwort

Nein, das greift zu kurz. Zum Leben außerhalb des Internet gehört die bewusste Wahrnehmung, das Durchdenken von Problemsituationen, das Umgehen mit Wünschen und Vorstellungen - alle Phänomente, die nicht in das Schema "materiell" passen. Wenn sich jemand eine virtuelle Identität im Internet erzeugt, ist auch das Teil des realen Lebens, denn im realen Leben verschwindet er ja nicht. Solange er sein reales Leben samt Überleben organisieren kann, evtl. sogar mit Hilfe von Internetaktivitäten, gibt es keine Probleme, solange er, seine Familie und Freunde damit klar kommen. Probleme aus einer realitätsfernen Internetidentität betreffen ja zuerst einmal ihn selbst, seine Familie und Freunde. Wenn er dann in Hartz4 abrutscht auch die Gesellschaft. Doch wenn aus Internetidentitäten Abhängigkeiten entstehen, trifft es erst immer mal die Person selbst und seine näheren Verwandten, Bekannten. Es ist eine Illusion, als Internetidentität leben zu können. Die Suppe muss er real löffeln und sie wieder loswerden auch.

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