Kann man Überweisungen an Privat zurückverlangen, die man aus Kulanz getätigt hat?

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2 Antworten

Vom Gewissen her muss ich es bezahlen,

Nein, Du brauchtest kein schlechtes Gewissen zu haben, denn der Vertrag wurde auch von Deinem Vermieter wissentlich in der Annahme so angeboten, dass die Nebenkosten teurer sein könnten, als veranschlagt. Er hat das also irgendwie schon einkalkuliert. Wenn nicht, selbst schuld!

Ist es möglich, das Geld zurückzufordern?

Ja. Vor allem dann, wenn Du nur deswegen bezahlt hast, weil er Dich irgendwie unter Druck, wenn auch vielleicht nur moralischen, gesetzt hat.

bei einer Anklage

Anklage gibt es nur im Strafrecht. Eine evtl. Rückzahlungsforderung wäre aber eine Zivilsache. Da Du das Geld freiwillig überwiesen hast, kann man wohl kaum von einer Straftat sprechen.

Allerdings hast Du wirklich das Recht, das Geld zurück zu fordern, denn wenn Du das irrtümlich überwiesen hast, weil Du den Vertragstext nicht mehr richtig im Kopf hattest und erst nach der Überweisung irgendwann drauf aufmerksam wurdest, wäre es ungerechtfertigte Bereicherung. Daraus leitet sich dann Dein Anspruch auf Rückzahlung oder Ausgleich her.

Angenommen, Dein Vermieter zahlt das tatsächlich widerwillig zurück, was käme dann für eine Konsequenz? Der Vermieter müßte die Miete erhöhen, um im nächsten Jahr nicht wieder so auf dem Bauch zu landen. Das wird er dann auch tun und dann ist wieder die Frage, um wieviel und da könnte es sein, dass er soviel verlangt, dass Du das zurück geforderte Geld in Form höherer Miete wieder an ihn zahlst.

Deshalb, falls er Zicken macht, einen Vorschlag, wie Du das regeln könntest, ohne dass Geld hin her geschoben werden muss. Vereinbare mit ihm, dass er für eine gewisse Zeitspanne die Miete nicht erhöhen darf. Z. B. ein Jahr lang.

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Kommentar von jakob3mal
29.04.2016, 10:44

Danke erstmal!

Es geht um ein Mietverhältnis zwischen Mieter der Wohnung und dem Mitbewohner. Der Vertrag ist Rechtens. 

3 Menschen:

Vermieter der Wohnung

Mieter der Wohnung

Mitbewohner

Der beschrieben Vertrag ist zwischen den letzten beiden, der Vermieter der Wohnung ist sich im klaren darüber und hat zugestimmt. Der "Mieter" ist als auch Vermieter, aber an den Mitbewohner. 

Nein, mir war es alles klar, dass "pauschal" im Vertrag steht, ich habe es aus Kulanz überwiesen. Will es aber jetzt zurück.

Ist das eine Art "Schenkung"? 

Ich habe nicht vereinbart, dass ich es unter bestimmten Umständen zurückfordern darf.

Danke für dein Wissen

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erstens ist es fraglich, ob der vertrag zwischen dir und deinem mitbewohner überhaupt wirksam ist. hat dein mitbewohner überhaupt das recht, laut seinem mietvertrag mit dem eigentlichen vermieter, weiter zu vermieten? wenn nicht, ist euer vertrag unwirksam. das geld, dass du ihm überwiesen hast, war eine schenkung und ihr habt nicht vereinbart, dass du dir das recht vorbehalten darfst, dieses geld jederzeit zurück zu fordern oder? also nein, du kannst das jetzt nicht einfach wieder zurück verlangen.

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Kommentar von Gerhart
28.04.2016, 22:00

Das mit "Schenkung" könnte so gelten. Die Vertragsmodalitäten sind aber nicht von einer Genehmigung des Vermieters abhängig, will meinen: Der Mietvertrag ist gültig.

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Kommentar von jakob3mal
29.04.2016, 00:21

Der Mietvertrag ist audrücklich gültig, die "Obervermieterin" willigte zu, dass ihr Mieter mich als  Mitbewohner führen darf und einen eigenen mietvertrag abschliessen darf. 

Unabhängig davon seid ihr eich einig, dass ich das Geld so auf keinen Fall zurückforrdern darf/kannnach den Informationen die ihr hier erhalten habt?

Danke!

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