Kann man überhaupt gerettet werden, wenn man inmitten eines Sees zB. einen Krampf kriegt?

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8 Antworten

Offene Seen sind auch nie sicher. Ich weiß auch, wie es ist, Angst zu bekommen, unterzugehen. Vor einigen Jahren war ich mit meinen Kindern auch mal an einem See baden. Das Wasser sah klar aus, also dachte ich, schwimmst du mal ein Stück. Mitten im See aber auf einmal Unmengen von Algen, die sich auch schnell um Hand-und Fußgelenke wickelten.

Unweit von mir waren Leute in Schlauchbooten oder auf Luftmatratzen. Ich hatte aber gar keine Luft, um laut zu rufen. Ich hatte nur Panik und versuchte, den Kopf oben zu halten und mich aus den Verschlingungen zu befreien.

Irgendwie und irgendwann gelang es mir auch. Ich war total kraftlos, als ich endlich wieder Boden unter den Füßen spürte. Und seitdem paddle ich nur noch in Ufernähe herum. Dieses machtlose Gefühl hat sich unauslöschlich ins Gehirn gebrannt.

Danke fürs teilen dieser Geschichte!
Ich empfinde genau so, Stichwort Machtlosigkeit & unvorhersehbar - plötzlich.

Bei
Algen sollte man besser ruhig bleiben, was mir bestimmt gelingen würde
da ich in solchen Situationen eher ruhig bleibe, aber ich will mir gar
nicht vorstellen was für ein innerer Druck das gewesen sein muss darum
zu kämpfen, endlich festen Boden unter den Füßen zu spüren..

Ich werde nicht mehr so weit rausschwimmen :D
außer im Schwimmbad^^

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@Agaverus

Es war auch noch viel Seegras dabei. Und ohne Boden unter den Füßen bleibt man nicht lange ruhig, wenn sich Arme und Beine wie gefesselt anfühlen.

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Wenn man berücksichtigt das etwa 400 Personen im Jahr in deutschen Binnengewässern ertrinken, sollte man nichts übertreiben.

Wenn man einen Krampf bekommt und untergeht, hat man höchstens noch eine Chance, wenn man schnell geborgen und Wiederbelebt wird.

Ich finde es erschreckend wie schnell einen keiner mehr retten kann wenn man einmal untergegangen ist.
(auch wenn dieser Fall sehr unwahrscheinlich ist)

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@Agaverus

Der Fall passiert hier in der Gegend recht Regelmäßig. Wir haben hier riesige Kies Baggerlöcher, mit bis zu 40 mTiefe. Wenn Du dort allein bist, hast Du verloren, wenn Du in eine Kälteblase schwimmst.

Dann kann man sich binnen Sekunden nicht mehr bewegen. Ich hänge mal eine Karte ein.Die Weser hoch, sind überall unbewachte Teiche, da kann dir keiner helfen.

https://www.google.de/maps/@52.3228566,9.0048654,10.71z

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@Rockuser

"Kälteblase" !!!
Auch noch nie gehört! Sehr interessant, wieder was gelernt danke :D
Genau solche unvorhersehbaren Gefahren sind es, die ich meine.
Erschreckend wie schnell so etwas passieren kann und wenn man einmal unter gegangen ist, bleibt man unten, leider.. meistens.

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Möglichkeit 1: Du gehst unter, jemand verständigt Hilfe, aber du wirst unter Wasser nicht mehr gefunden.

Möglichkeit 2: Es reagiert sofort jemand, erwischt dich unter Wasser noch und zerrt doch zurück an die Oberfläche.

Möglichkeit 3: Du gehst nicht alleine schwimmen, sondern hast immer andere Menschen dicht um dich. Nicht zu weit rausschwimmen, denn wenn der See urplötzlich nicht mehr 10, sondern 50m tief ist, kannst du einen Krampf kaum verhindern.

Möglichkeit 4: Du schwimmst mit einer aufblasbaren Matte, an der du dich notfalls festhalten kannst. Wenn du weit draußen schwimmst, kannst du dich zwischendurch auch daraufsetzen und deine Beine massieren usw. Sieht zwar nicht besonders toll aus, aber besser als tot.

Viel Spaß ^^

Ich liebe das Gefühl ruhig mitten in einem See zu schwimmen, aber in Zukunft werde ich das lassen, es sei denn es schwimmt ein Boot mit Rettungstauchern neben mir^^

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Ich habe einmal einen großen See durchschwommen, das war gar kein Problem!
Aber auch ein guter Schwimmer kann völlig unvorhergesehen untergehen wenn er zB einen Kreislaufkollaps hat.
Da geht man doch in Sekunden unter!

Selbst Rettungskräfte die nur 1 Minute danach eintreffen würden einen unter Wasser doch gar nicht mehr finden oder?

Deshalb fährt ja auch niemand mehr Auto. Stell dir mal vor, der Fahrer bekommt einen Herzinfarkt - was da alles passieren kann! 

Richtig! Aber:
Es würde mir weit aus leichter Fallen, auf's See-Durchschwimmen zu verzichten als auf's Autofahren ;)

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Naja es sei denn jemand ist direkt neben dir und zieht dich hoch

Hab ich mir auch gedacht!
Das nächste mal wenn ich einen See durchschwimme, zwinge ich 2 meiner Freunde mich zu begleiten und teste vorher ob sie mich retten könnten :D

danke gute Antwort!

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Aber ich glaub man muss ein starker Schwimmer sein, denn in Seen oder Flüssen gibt es auch meist unentdeckte Strömungen :-) deswegen gehe ich dort nie schwimmen.

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Hallo, 

Ich würde es dir nicht empfehlen in irgendwelchen unbeaufsichtigten Seen baden zu gehen. Geh lieber in einem See schwimmen, welcher als Badesee gekennzeichnet ist, alles andere ist extrem unsicher.

Du dramatisiert gewaltig. Allein weil solch Fälle eher selten auftreten. Solange man etwas aufpasst und sich nicht überschätzt, besteht keine Lebensgefahr.

"Allein weil solch Fälle eher selten auftreten"
Das ist mir bewusst, darum geht's hier nicht.
Es geht nicht darum ob Schwimmen in Seen allgemein sicher ist, sondern ob man in einem unwahrscheinlichen Szenario gerettet werden könnte - oder nicht.

Ich überquere täglich mehrere Straßen und dabei bin ich auch noch nie plötzlich in Ohnmacht gefallen.
Trotzdem würde ich mir gerne vorstellen, was im Fall der Fälle vorrausichtlich passieren würde - und bei Seen bin ich mir eben unsicher was passieren würde.

Ich gehe sowieso trotzdem weiter in Seen schwimmen ^^
aber geht halt um was wenn..

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