Kann man trotz 3facher Impfung an Gebärmutterhalskrebs erkranken?

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3 Antworten

Ja aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer.Naive Impfgegner meinen zwar, dass es darüber noch keine Langzeitsudien gäbe aber das ist Unsinn. Die Impfung wurde erstmals in den USA 2006 eingeführt und daher gibt es auch Forschungen seit ca 6 Jahren darüber.Das ist den Impfgegnern natürlich zu kurz aber denen wären auch dreißig Jahre zu kurz.

ja, man kann trotz impfung noch daran erkranken.

meines wissens fehlen bei dieser impfung noch langzeitstudien, welche zeigen würden, ob sich das risiko verringert.

selbst experten sich sich im bezug auf die "nützlichkeit" dieser impfung noch nicht einig.

ja, man kann trotz impfung noch daran erkranken.

Richtig - aber das Risiko ist deutlich reduziert.

meines wissens fehlen bei dieser impfung noch langzeitstudien, welche zeigen würden, ob sich das risiko verringert.

Auch eine "Kurzzeitstudie" kann klar belegen, dass die Impfung schützt - nämlich dann wenn es in der Placebo-Gruppe zu signifikant mehr Fällen von HPV-Infektion kommt. Und das ist eindeutig belegt:

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/HPV-Impfstoff#Wirksamkeit

*Die Wirksamkeit des tetravalenten Impfstoffes (Gardasil) wurde in vier placebokontrollierten, randomisierten und doppelblinden Phase II- und Phase III-Studien untersucht. Bei Frauen, die zum Zeitpunkt der Impfung nicht mit den entsprechenden humanen Papillomaviren infiziert waren, konnte durch die Impfung eine Infektion in 96 – 100 % der Fälle verhindert werden. Bei den geimpften Studienteilnehmerinnen konnte durch die Impfung das Auftreten von Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses (cervikale intraepitheliale Neoplasien, CIN; einem Surrogatmarker für Gebärmutterhalskrebs), die durch die entsprechenden HPV-Typen verursacht wurden, in 98 – 100 % der Fälle verhindert werden. Beispielsweise wurde in der sogenannten Future II-Studie das Auftreten von CIN Grad 2 oder schwereren Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses registriert. Während in der Gruppe der geimpften Frauen (insgesamt 5305 Frauen) ein Fall von CIN auftrat, kam es in der Gruppe der Frauen, die mit Placebo geimpft wurden (5260 Frauen) zu 42 Fällen. Darüber hinaus schützte die Impfung in 98 – 100 % der Fälle vor der Entwicklung von anogenitalen Warzen. Das unabhängige Data Safety Monitoring Board empfahl aus ethischen Gründen eine schnelle Impfung der mit Placebo geimpften Probandinnen.*

Das die Impfung das Risiko reduziert ist klar nachgewiesen - wie lange der Schutz anhält ist logischerweise nur zuverlässiger ermittelbar wenn der Impfstoff entsprechend lange auf dem Markt ist. Aber selbst wenn die Schutzwirkung nach 5 Jahren schlagartig verschwinden würde wäre dennoch das Risiko verringert.

selbst experten sich sich im bezug auf die "nützlichkeit" dieser impfung noch nicht einig.

In der Medizin wird es immer einige abweichende Meinungen geben. Die Mehrheit der Experten ist jedoch von der "Nützlichkeit" überzeugt - und der Nutzen muss auch bei der Zulassung klar durch Studien belegt werden.

Das selbsternannte "Experten" (und medizinische Laien) wie Tolzin oder Ehgartner das anders sehen ist natürlich nichts neues...

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@ElkeO

Aus :

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&p=hpv&id=76432

(2010)

HPV-Impfung: Viele Aspekte sind zu berücksichtigen

Die Bewertung des Nutzens der Impfung gegen den humanen Papillomavirus (HPV) verlangt die Berücksichtigung einer Vielzahl von Aspekten.

Trotzdem lässt sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt am Beispiel verminderter Inzidenz von Genitalwarzen und verringerter Eingriffshäufigkeit bei zervikalen Neoplasien der Nutzen aufzeigen.

In Australien wurde im Jahr 2007 ein HPV-Impfprogramm eingeführt.

Damit wurde eine HPV-Impfrate von 70 Prozent der Mädchen und Frauen unter 26 Jahren erreicht.

Als Folge ging die Prävalenz von Genitalwarzen bei Frauen im Jahr 2008 im Vergleich zum Zeitraum 2004 bis 2007 signifikant um die Hälfte zurück, insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen, der Zielgruppe der Impfung.

Gleichzeitig nahm auch die Prävalenz bei heterosexuellen Männern signifikant ab, nicht jedoch bei homosexuellen, was als Hinweis auf Herdenimmunität interpretierbar ist (Fairley et al. 2009). .

Nach Erreichen einer hohen Impfquote kann auch mit einer merklichen Reduktion anogenitaler Neoplasien gerechnet werden.

Für einige dieser Endpunkte ist dies auch bereits belegt:

Durchschnittlich 3,6 Jahre nach Start einer klinischen Studie in Schweden wurden bei Pap-Tests signifikante Reduktionen in Bezug auf niedrig- und höhergradige Läsionen unterschiedlicher Lokalisation (CIN, VIN, VaIN) je nach Schweregrad zwischen 17 und 45 Prozent gefunden.

Die Zahl der daraus resultierenden Eingriffe wie Kolposkopien, Biopsien, Konisationen und weitergehender Eingriffe verringerte sich ebenfalls signifikant um 20 bis 42 Prozent (Olsson und Paavonen 2009).

Als Folge einer Konisation erhöht sich das Risiko für Komplikationen bei nachfolgenden Schwangerschaften, insbesondere von Frühgeburten.

Daher ist zu erwarten, dass durch die Impfung die Anzahl an Komplikationen und Frühgeburten bei jungen Frauen ebenfalls zurückgehen wird (Sjöborg und Eskild 2009; STIKO 2009).

Ebenso ist mit der Abnahme der Inzidenz weiterer genitaler und extragenitaler Krebsarten zu rechnen (Pathirana et al. 2008). Auch wird möglicherweise der bereits vorliegende Hinweis auf den Effekt einer Herdenimmunität auf die anderen Krankheitsbilder übertragbar sein.

Der Impferfolg auf Bevölkerungsebene und somit das Ausmaß des Nutzens der HPV-Impfung wird vor allem durch die Impfquote bei Mädchen und jungen Frauen, bevor eine HPV-Infektion erfolgen kann, eine möglichst vollständig durchgeführte Immunisierung sowie die Dauer des Impfschutzes bestimmt.

Ich wage mal zu behaupten,dass ein Rückgang der Infektionen mit HPV insofern nütztlich ist,als Frauen dadurch weniger Gebärmutterhalskrebs bekommen

Ich sage dies vorsichtig,da "Impfexperten" hier auf GF gerne Kommentare,die ihrer Meinung widersprechen,beanstanden und dann gelöscht werden.

Am Sonntag (19.6.)war in der FAZ die ganze Seite 53 über HPV und Gebärmutterhalskrebs.

Wer also am 19.6.2011 gepostet hat,konnte sich also aktuell informieren.

Die Antwort

ja, man kann trotz impfung noch daran erkranken

berücksichtigte die 2 Fage von Zweisteiin

Ist das Risiko dadurch geringer?

überhaupt nicht.

Insgesamt war die Antwort insofern subtil manipulativ in Richtung "gegen die Impfung" ,da die Risikoverminderung nicht erwähnt wurde , und die Nützlichkeit der Impfung in Frage gestellt wurde.

Wenn die Vermutung "subtil manipulativ" unzutreffend ist,war es Unwissen.

Ist man dann noch "Experte" ??

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@segeln141

Ich sage dies vorsichtig,da "Impfexperten" hier auf GF gerne Kommentare,die ihrer Meinung widersprechen,beanstanden und dann gelöscht werden.

ich beanstande nicht alles, was nicht meiner meinung entspricht, das ist eine lüge. es werden nur provozierende,.... kommentare von mir beanstandet. die löschungen durch das team geben mir recht.

eventuell solltest du einfach einmal deine tonart überdenken.

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Die Impfung reduziert das Risiko für einen Gebärmutterhalskrebs um etwa 80%.

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