kann man Taufzeuge sein, ohne Kirchenmitglied zu sein?

2 Antworten

Einen Taufpaten kann und soll jeder haben, gleich in welchem Alter jemand getauft wird. In verschiedenen Kirchen wird das - praktisch - jedoch unterschiedlich gesehen bzw. gehandhabt (in manchen evangelischen Kirchen ab 14 Jahre nicht vorgesehen).

Der Pate ist der, der dafür gerade steht, dass jemand die Voraussetzungen erfüllt, dass er in die Gemeinschaft der Getauften aufgenommen werden kann. In der Frühzeit des Christentums war Taufe nicht nur keine Selbstverständlichkeit, sondern manchmal sogar eine nicht ganz ungefährliche Sache (in manchen Gegenden ist es das auch heute). Aufgabe des Paten ist zudem, den Neugetauften in diesem neuen "Status" zu begleiten bzw. bei Kindern die religiöse Erziehung zu unterstützen.

Daraus ergibt sich, dass Paten in der Katholischen Kirche der selben Konfession angehören müssen. Manchen evangelischen Kirchen genügt die Zugehörigkeit zu einer anerkannten Kirche. 

Eine Taufe ohne Taufpaten ist jedoch gültig - zumindest in der katholischen Kirche und den meisten evangelischen (es gibt dafür ein biblisches Beispiel).

Traditionell haben Taufpaten auch materiell für Kinder gesorgt, wenn den Eltern etwa etwas zugestoßen ist. Das hat sich in der europäischen Geschichte in der Praxis so herausgebildet, ist jedoch nicht der eigentliche Inhalt des Patenamtes.

Taufzeugen nennt man heute demgegenüber Personen, die neben dem/den Paten in die Kirchenbücher und ins Taufzeugnis eingetragen werden, eben als bloße "Zeugen". Es drückt besondere Verbundenheit aus, hat jedoch keinerlei besondere Funktion, kirchlich gesehen. 

Taufzeugen müssen einer Kirche angehören, damit man davon ausgehen kann, dass sie verstehen, was Taufe ist.

NEIN

der Pfarrer wird das bestätigen.

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