Kann man Sucht oder psychisch erkrankten Menschen böse sein?

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12 Antworten

Theoretisch kann man ihnen direkt nicht böse sein, weil sie ihrer Sucht oder Erkrankung unterliegen.

Praktisch wäre ich schon auf so jemanden "böse", wenn im Extremfall mir so jemand z. B. schweren, körperlichen Schaden zufügen würde.

Der Begriff "jmd. böse sein" ist sehr seltsam für mich zu schreiben. Ich kenne es nur aus dem Bereich der Erziehung. 

Also ich würde mich über so jemanden (und über mein Pech) auf jeden Fall ärgern. Entweder hat jemand sich im Griff und kann eigenverantwortlich handeln oder er benötigt eine Betreuung. Wäre er in Betreuung wäre ich "böse" auf die Betreuung.

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Bei Suchties auf jeden Fall. Besonders dann, wenn diese Person nach der X-ten Entgiftung immer noch nicht aufgewacht ist und immer noch nicht verstanden hat, was Phase ist. Solchen Menschen kann man sehr wohl böse sein und man kann auch enttäuscht von ihnen sein.
Wenn sich jemand nicht einmal bemüht clean zu bleiben und die Sucht als Ausrede nimmt, dann kann ich wütend auf diese Person sein. Wenn ein Alki aus der Klinik kommt und der erste Weg in die Kneipe führt, dann darf ich enttäuscht sein. Ich kann und muss da meine Gefühle auch offen kommunizieren.
Mit 'alles ist gut' und allein unter der Dusche weinen ist keinem geholfen.

Bei anderen psychischen Erkrankungen kann ich auch genauso jemandem böse sein. Nur weil das Gegenüber eine psychische Krankheit hat, bedeutet das nicht, dass ich alles hinnehmen und entschuldigen muss, was diese Person tut. Eigene Gefühle und Emotionen bzgl. der Krankheit zu negieren und zu leugnen ist ein ungesunder Weg. Für alle Beteiligten.
Kann ich einem zb. Schizophreniekranken böse sein, weil er seine Tabletten (schon wieder) abgesetzt hat und nun wieder in die nächste Episode rutscht und jegliche Hilfe ablehnt?
Warum sollte ich es nicht?

Es ist auch immer eine wahnsinnige Belastung für die Angehörigen, das Umfeld. Die meisten Angehörigen werden einem zb. Alkoholiker nicht vorwerfen, dass er suchtkrank ist, aber wie er damit umgeht sehr wohl. Und dazu kann auch 'böse sein' und 'enttäuscht sein' gehören. Das ist absolut legitim.

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Natürlich kann man diesen Menschen böse sein. Egal was die Gründe sind, eine Sucht und/oder psychische Erkrankung hat noch nie jemanden davon abgehalten wütend auf diese Menschen zu werden.

Im Gegenteil haben derartige Umstände oft zur Folge dass genau das passiert, dass also die Menschen aufgrund der Sucht oder psychischen Erkrankung böse auf diese Menschen werden.

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Also ich kann es. Mir tun manche leid, aber andere wiederum überhaupt nicht.

Beispiel: Ich war mit einem psychisch kranken Menschen zusammen, der hohe Schulden hatte. Er zog mich in seine Probleme rein, ich half ihm. Und landete letztendlich in der Insolvenz. Für mich kein Thema mehr, aber ich will mit ihm nichts mehr zu tun haben.

Suchtkranke versprichen viel, halten oft nichts. Für Angehörige eine große Last. Respekt habe ich vor Menschen, die es da raus schaffen.

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Das kommt darauf an. Für eine Sucht kann man das, ja. Allerdings auch nicht für alle. Für eine Drogensucht: Ja. Eindeutig ja. Wenn man damit anfängt Drogen zu nehmen, dann muss man mit den Konsequenzen rechnen und ist selbst Schuld.

Bei einer Sucht nach, zum Beispiel, selbstverletzendem Verhalten: Nein. Denn das ist eine Sucht in die man nicht wissentlich und vor Allem nicht freiwillig hinein gerät.

Psychisch erkrankten kann man meiner Meinung nach nicht böse sein. Denn auch sie können nichts für ihren Zustand. Natürlich gibt es Ausnahmen, das gibt es immer, aber trotzdem ist das meistens der Fall.

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ja und nein. Ich wäre enttäuscht und sauer wenn die Person sich nicht bemüht gesund zu werden. Aufhören von heute auf morgen ist nicht möglich, aber ich kann als Freund, Angehöriger, ... erwarten, dass derjenige sich bemüht gesund zu werden.

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Kommentar von nameless1010
23.08.2016, 14:23

Das stimmt! 

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seh ich eigentlich so wie du. du musst halt immer im hinterkopf haben, wieso sie so gehandelt haben. und, dass es im prinzip nicht wirklich ihre schuld ist. 

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Ja, kann man. Denn nicht jeder ist der Arzt oder Therapeut dieser Menschen.

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Ich finde auch nicht nein, die können ja nix dafür das sie psychisch krank oder süchtig nach etwas sind. Das ist echt schwer abzustellen. Ich bemitleide solche Menschen ..

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Kommentar von nameless1010
23.08.2016, 14:18

Ja genau! Auf der anderen Seite denke ich mir halt, dass sie Hilfe annehmen könnten was aber viele gar nicht wollten (speziell Suchtkranke). Das ist dann wieder was anderes. Ich finde dass ist ein sehr umstrittenes Thema.

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Jeder ist für sein Handeln verantwortlich, also auch für seine Sucht.

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Kommentar von nameless1010
23.08.2016, 14:14

Ja das auf jeden Fall. Aber wenn man schon soweit da drinnen steckt und gar nicht mehr wirklich alles realisiert denke ich mir, kann der Mensch doch nichts dafür. 

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Guten Tag nameless1010,

Du solltest Psychisch Kranken Menschen nicht böse sein, da sie nicht verstehen warum du in diesem Moment so zu ihnen bist. Das kann vor allem sehr Negativ aufgenommen werden, und zu Problemen derer Seits, und deiner Seits führen. Zum Beispiel wird die Psyche noch mehr angegriffen, oder der Psychisch Erkrankte wird dir gegenüber aggressiv.

- Rede mit solchen Menschen immer freundlich

- Sage ihnen nicht, was sie zu tun, oder zu lassen haben.

- Versuche sie zu überreden, einen Arzt auf zu suchen.

- In Notfällen weg rennen, und die Notrufnummer 110 wählen.

Bei weiteren Fragen stehe ich dir gerne weiterhin zur Verfügung.

Mfg Fabian

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mich interessieren die persönlichen umstände nicht

wenn ich den typen für einen asch halte, ist er ein asch, ob er physich krank ist, ist mir wurst

ich mag ihn dann trotzdem nicht

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Kommentar von LittleMistery
23.08.2016, 16:34

*Arsch

Es geht hier auch nicht um physische Krankheit.

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