Kann man Stützstrümpfe auch verschrieben bekommen, wenn man noch keine Krampfadern hat?

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5 Antworten

Also, noch mal: Kompressionsstrümpfe werden verschrieben, aber nur bei medizinischer Indikation. Sie sind teuer, sehr schwer anzuziehen und unangenehm zu tragen, und sie helfen hervorragend bei akutem Beschwerden.

Stützstrümpfe sind frei verkäuflich (Kaufhäuser, bei C&A auch in kleinen Größen, aber nur da, Apotheken), leichter anzuziehen + zu tragen. Es gibt sie auch in verschiedenen Stärken. Sie helfen prima bei "schweren Beinen", z.B. wenn du im Beruf lange stehen/ viel laufen musst.

Was noch gegen geschwollene, schwere Beine + Füße hilft: Lauwarme Fußbäder abends, immer gute + wirklich bequeme Schuhe tragen, wann immer möglich die Beine hochlegen (auch in der Nacht, wenn der Bettenrost es hergibt. Gibt auch spezielle Kissen dafür im Sanitätshaus). Eventuelles Übergewicht reduzieren. Egal, ob du im Beruf wenig oder viel läufst: Auch am Wochenende ein Stündchen stramm laufen.

Stützstrümpfe oder besser Kompressionsstrümpfe sollen das venöse System der Beine unterstützen, damit Flüssigkeit leichter in den Körper zurücktransportiert werden kann. Veneninsuffizienz heißt nicht Krampfadern. Wenn also der behandelnde Arzt die Strümpfe auf Grund der Ödeme für verordnungsfähig hält, muss die Krankenkasse auch die Kosten dafür tragen. Wenn er meint das Problem mit Entwässerungstabletten lösen zu können, um so besser. Das Tragen der Strümpfe ist nämlich nicht sehr angenehm.

rede mit deinem Hausarzt, ob du vielleicht Kompressionsstrümpfe benötigst. Die bekommst du verordnet, sie werden angepasst und von der Kasse bezahlt.

Was medizinisch nicht sinnvoll ist, wird nicht bezahlt. Kaufen und anziehen kannst Du sie selbverständlich, vorausgesetzt Du hast keine Durchblutungsstörungen (darunter versteht der Mediziner arterielle Verschlußkrankheit)

Stützstrümpfe sind ohne Rezept frei verkäuflich. Warum soll die Krankenkasse das bezahlen?

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