Kann man Sport eigentlich irgendwann mal auf einem Gymnasium abwählen?

1 Antwort

Nein, natürlich nicht. Allgemeine Körperertüchtigung hört bei den Meisten ja leider schon nach Schule ganz auf - also ist dies innerhalb der Schule als MUSS sehr wünschenswert. Es gibt außer gesundheitlicher Indikation (also extreme Krankheitsbilder) keinen Grund, sich nicht gesund und damit sportlich zu bewegen! Je länger man Sport treibt, desto länger hat man Freude an seinem Körper - ehrlich, glaubt einem 48-jährigen!

Es gibt genug Gegenbeispiele (Churchill, zum Beispiel)! Außerdem hat Sportunterricht teilweise nichts mehr mit "gesund" zu tun. Vielleicht damals, als du mal Schüler warst. Ist ja schon ne Ecke her... So Lullisport mit Völkerball und ein bisschen rumgehüpfe gibt es heutzutage nicht mehr! Das grenzt schon an Leistungssport und wer nicht mithält wird von anderen Schülern und vorallem von LEHRERN (!!!!!) runtergemacht und gedehmütigt. Das ist psychische Last und körperlich hilft es auch nicht. Mal nachgezählt? Sportler sind öfter verletzt. Ist so. Das kann man nicht entkräften!

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@Mellaa

Hier liegt ein grundsätzliches Mißverständnis bei Dir vor. Schulsport hat folgende Ziele, welche man nach meiner Meinung voll unterstützen muss (siehe auch http://emg-sport.de/html/ziele_des_sportunterr_.html): - Grunderfahrungen und Kenntnisse in vielfältigen sportlichen Bereichen vermitteln. - Das Interesse an Bewegung und Spiel erhalten und weiterentwickeln und die Schüler dazu befähigen und motivieren, Sport zu einem Bestandteil ihres Lebens möglichst im Sinne eines Lifetime-Sports werden zu lassen. - Der Bewegungsarmut entgegenwirken (Fernsehen, Video, Computerspiele usw. führen immer mehr zu körperlichen Auffälligkeiten wie Haltungsproblemen, Übergewicht und vor allem Defiziten im motorischen Bereich). - Die Auswirkungen sportlicher Betätigungen auf den eigenen Körper erfahren und erkennen. - Erziehung zur Teamfähigkeit und Kooperation - Hygienische Verhaltensweisen erlernen und anwenden - Rücksichtsvolles Verhalten beim Sporttreiben gegenüber Natur und Umwelt erwerben. Auch zu meiner Schulzeit gab es leider übermotivierte Sportlehrer und schadenfrohe Mitschüler - und - wir sind nicht nur beim Völkerball rumgehügft sondern hatten Geräteturnen, Hand- und Volleyball, Leichtathletik und Judo als Grundsportarten. Einen Premierminister mit Geburtsdatum im zweiten Drittel des 19. Jh anzuführen, ist wohl auch sehr weit hergeholt. Zudem wird ein Kavallerie-Leutnat auch sportlich gewesen sein. Churchill selbst lehnte als Kind und Jugendlicher jedes Autoritäre in der Erziehung ab - das ist kein Sondermerkmal gegenüber Sport. Bewegung tut gut und es ist heute leider so, dass ohne einen gewissen Zwang dazu, welchen im Kindesalter vor allem die Schulpflicht ausüben kann, beim überwiegenden Teil des Nachwuchses nicht funktioniert. Es ist zudem nicht legitim, Sportverletzungen aufzulisten und dem spätere körperliche Defizite wie Übergewicht und Schäden am Bewegeungs- und Stützapparat sowie früheren körperlichen Verfall bei Unsportlichkeit nicht gegenüber zu stellen.

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