Kann man sich sein Erbe auszahlen lassen?

18 Antworten

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Das Gesamterbe für Dich und deinen Bruder geht zu jeweils gleichen Teilen an eben Dich und Deinen Bruder.

Ihr müsst untereinander klar kommen, wer dann davon was bekommt, da mischt sich keiner ein.

Wenn Dein Bruder das Haus will und einverstanden ist, dass Du das Geld bekommst, gar kein Problem.

Sollte Dein Bruder da jedoch nicht mitmachen wollen, eventuell will er das ja genauso wie Du, dann geht das eben nicht so einfach, es gibt keine rechtsgrundlage, mittels derer Du ihn dazu zwingen kannst.

Wenn er das Haus will und Dir das Geld gibt und das Haus mehr Wert ist, so sollte er dich ausbezahlen, das bedeutet, er bezahlt Dir den Rest.

Eventuell muss das Haus auch verkauft werden und beide bekommen dann einen Teil vom Geld und vom Verkaufserlös.

Aber - und da ist ein sehr großes aber, wenn Du keinen Kontakt mehr zu Deinem Vater hast, woher willst Du wissen, dass er Dich nicht längst enterbt hat?

Das kann er machen und muss es zudem niemand vorher verraten, dass er das gemacht hat.

Dann bekommst Du Deinen Pflichtteil, der berechnet sich aus einem Dreiviertel des Vermögens Deines Vaters, davon nur die Hälfte, denn Du hast ja einen Bruder und davon dann wieder die Hälfte, weil enterbt.

Und hast Du noch eine Mutter? Dann könnte es sein, dass Dein Vater sein Vermögen Deiner Mutter vererbt, diese als Sachwalterin auch Eures Teils mit vollem Nutzungsrecht einsetzt, mit der Maßgabe, dieses Vermögen für Euch zu verwalten und zu nutzen.

Er könnte auch hergehen, Deiner Mutter ein Lebenslanges alleiniges Wohnrecht im Haus zuzusprechen und Ihr zudem das Geld zu vermachen. Dann schaut ihr Beide erst mal ins Leere, denn was nützt euch das Haus, wenn die Mutter lebenslang kostenfrei drin wohnen darf?

Und er kann zudem Dich noch enterben, dass bedeutet dann, nach dem Ableben der Mutter bekommst Du auch nur einen ganz kleinen Teil.

Zudem, eventuell gehört das Haus ja auch zu 50% sowieso Deiner Mutter und das Geld auch, dann wird das noch um die Hälfte kleiner, für beide.

Er kann solche Sachen festlegen und muss es niemendem sagen.

Die einfachste Möglichkeit, das zu umgehen ist, versöhne Dich mit Deinem Vater, solange noch Zeit ist, denn wenn der das gemacht hat, kann er das auch noch rückgängig machen, aber nur, solange er lebt, hinterher ist Essig.

Und wie gesagt, er kann das machen

Der Vater könnte Ihnen im Wege des vorweggenommenen Erbes eine Schenkung in notarieller Form machen, zu der Sie die Anrechnung auf Ihr Erbteil und auch den endgültigen Verzicht auf weiteres Erbe nach seinem Tod zu Gunsten der übrigen Erben erklären. Da Sie aber selber schreiben, dass Sie zu ihm keinen Kontakt mehr wünschen, bleibt zu erwarten, dass er bereits jetzt sein Vermögen auf Ihren Bruder umschreibt und Sie damit quasi enterbt werden. Überlebt er nämlich diese Schenkung um 10 Jahre, entfallen für Sie sogar die Pflichtteilsergänzungsansprüche bezogen auf dieses verschenkte Vermögen. Jetzt müssen Sie zwischen Stolz und Gier oder erheblichem Risiko vor Vermögensverlust wählen!

du hast nicht gesagt von wem du dir das geld/erbe auszahlen lassen willst,die einnigkeit liegt nur bei deinem bruder nach dem tod deines vaters,nur mit dem unterschied zwischen erbteil/pflichtteil liegen welten,meistens (1/2 zu 1/16)also vorsicht bei enterbung (pflichtteil)

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Hallo zusammen,

nun haben sich meine Frau und meine Wenigkeit dazu entschieden, das Grundstück sammt Haus meiner Eltern zu übernehmen.

Nun aber das Problem: Wie sieht es aus, wenn wir es uns schenken lassen? Schenkungssteuer? Was bekommen evtl. die restlichen Kinder vom Erbe bzw. von welchem Erbe (das, was übrig bleibt oder vom Ganzen, obwohl Haus und Hof schon weg sind)?!

Oder wir lassen es uns überschreiben, es ist ja so, das nach 10 Jahren kein Anspruch mehr besteht, aber was könnte in den zehn Jahren und nach den zehn Jahren in den Anspruch der restlichen Kinder fallen

Oder wir kaufen es den Eltern ab, was fällt da an Erbe am Ende für die restlichen Kinder an, müssen wir das Erbe vorher auszahlen wenn diese wollen?

Zu den Fakten: Auf dem ganzen liegt eine Grundschuld von knapp 50000 Euro. Es sind vier kinder, wovon ein Kind nix will. Bleiben noch drei übrig, eines davon will alles "haben" (das bin ich), um auf dem Grundstück zu bauen (Eltern bleiben in Ihrem Haus und haben Lebenslanges Wohnrecht, sowie wir die pflege übernehmen, damit gehören uns ja 2/3 des Erbes). Eine meiner Schwestern will nicht das es an uns übergeben wird, da sie sich um Ihr Erbe (50000 Euro Grundschuld) betrogen fühlt. Kann es sein, das nach Schenkung, Überschreibung oder Verkauf an uns ein Pflichtteil (heutiger Wert des Grundstücks mit Haus) nach dem Tod der Eltern erfolgt? oder wäre das alles uns und kein anderes Kind hat Anrecht auf das Haus bzw das Grundstück?

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