Kann man sich auf eine Wirtschaftskrise und deren Folgen vorbereiten?

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8 Antworten

Sich in vielen HInsichten unabhängig machen. Daher ist der hier erwähnte Gemüsegarten ein Super-Anfang. In seine Fähigkeiten investieren (nicht nur (aber wenn's geht auch) Geld, vor allem Zeit, Ehrgeiz und Begeisterung), das Einkommen auf verschiedene Säulen stellen, das Vermögen ebenso. Aber letztendlich ist auch eine geistige Haltung, die die eigene Würde nicht am materiellen Besitz festmacht, wichtig! Die anderen Dinge sind sofort anzupacken, aber ich glaube durch die Krise kommt der am besten, der in seinem Lebensglück unabhängig vom Besitz ist.

Nie davon ausgehen, das der Staat Dir helfen wird. Bilde solide Rücklagen und kümmere Dich um eine private Altersvorsorge. Investiere Dein Geld, aber nicht alles an der gleichen Stelle oder beim gleichen Anbieter - so kannst Du nicht alles auf einmal verlieren. Gold ist sehr gut, aber auch andere Währungen. Es ist auch nicht schlecht, sich mit der Idee anzufreunden, später in ein anderes Land auszuwandern. Kaufe nichts, wofür Du lange Zeit viel Geld schulden muss, z. B. ein Haus, weil wenn alles schief geht, stehst Du nur mit Schulden da und das Haus ist nichts wert.

ich persönlich bin übervorsichtig und war es schon immer. Ich bin im Ausland (Afrika) aufgewachsen und vertraue das deutsche Sozialmodell gar nicht, es ist (obwohl in Theorie ganz toll) einfach für mich au Dauer finanziell untragbar, besonders in Hinsicht auf der rückläufige Bevölkerungswachstum. Ich fühle mich auch nicht besonders an Deutschland gebunden, da ich nicht lange hier gewohnt habe. Ich habe mich immer darauf vorbereitet, ein Weltbummler zu sein. Ich spreche 4 Sprachen, arbeite für eine grosse international Organisation, die fast auf der ganzen Welt vertreten ist. Ich zahle seit ich 18 bin in private Renten-, Lebens- und Berufsunfähigkeitsverischerungen (in verschiedene Länder) ein - es waren am Anfang zwar sehr kleine Summen, aber nach 40 Jahre kommt da was zusammen. Rente mit 75? Ich spare seit ich 18 bin, damit ich nicht aufs Staat angewiesen bin. Ich habe nicht vor, Kinder zu bekommen, weil ich den keine stabile Zukunft garantieren kann - ich bin überzeugt, das die Welt sich in den nächsten 100 Jahre sehr verändern wird, nicht zum Positiven. Ich habe dadurch das ich über 20 Jahre im Ausland gelebt habe viele Kontakte in der ganzen Welt. In c. 5-10 Jahre werde ich mir ein Land aussuchen, was so aussieht, als habe es eine stabile und gute Wirtschaft, und werde dort hin ziehen. Ich erwarte auf keinen Fall, dass mich ein Staat auf irgendeine Weise etwas schuldig ist, oder mich unterstutzen muss in Sachen Krankenverischerung, Rente usw. Ich habe nicht vor, Geld von Deutschland zu nehmen, wenn ich nicht mehr hier berufstätig bin. Aber mein deutsches Bankkonto? Kann ich auch vom Ausland führen!

Wie gesagt, das ist nur was ich so unternehme, ich sehe alles ein bisschen düster, wenigstens mit Deutschland. Nicht das es nicht ein tolles Land ist, aber das es wirtschaftlich auf ein nicht tragbaren Kurs ist, und irgendwann gibt es ein Knall. Und Griechenland? Schwarzes Loch. Gefolgt von Portugal, Irland....oh mann.

Deine Eigenständigkeit in allen Ehren - mit mehreren Sprachen und soviel Welterfahrenheit, wenn du dazu noch weißt was du kannst, hast du doch sowieso ein gutes Fundament, - deshalb find ich es schade, dass du so pessimistisch und über-vorsichtig bist - nimmst du dir selber damit nicht eine Menge an Lebensfreude im Hier und Jetzt, die du haben könntest wenn du nicht alles so düster siehst und dein Leben auf später verschiebst ? Oder hab ich das falsch verstanden ?

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Wenn es tatsächlich runter geht, dann wird jede Anlage erst einmal abtauchen. Ob Gold dann wirklich das richtige Produkt ist, dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen. Es gab schon einige Krisen, da hat sich niemand um Gold geschehrt. jetzt ist es wieder in oder jeden den man fragt, empfiehlt Gold - auch die die Geld weder in physischer Form als auch in Form von Gold-ETFs (börsengehandelter Foldfonds) halten.

Natürlich sind Sachanlagen immer gut (Aktien, Immobilien, Rohstoffe). Aber auch diese werden erst einmal absinken, da die Nachfrage fehlt. aber sie sollten sich wieder erholen. Ein Rohstoffinvestment ist sehr schwierig, daher sollte man hier auf die Aktien von Rohstoffexplorern ausweichen, dadieser Markt extrem heiß ist (Finger verbrennen möglich).

Im Prinzip ist es unmöglich eine Krise vorher zu sehen. Nachträglich wissen immer alle bescheid aber keiner dieser Leute hat zuvor entsprechend gehandelt. Jemand der immer bescheid weiß und sich dementspechend positioniert ist Goldman Sachs und auch anderen Banken und Hedgefonds. Die haben einfach die Personen und Mittel um die entsprechenden Nachrichten zu interpretieren. Als Einzelperson hat man die Möglichkeit nicht!

Krisen vorzufühlen ist nicht einfach. Sind die Ausgangsbedingungen identisch? kann man aus alten Krisenszenarien die aktuelle Krise ableiten oder vorhersagen. Wahnsinnig schwierig.

Wenn du einmal genau aufpasst wirst du feststellen das diese Armut hier in Deutschland auch immer größer wird.Am Schluss sind alle Mitgliedstaaten, die Bevölkerung, so arm wie im ärmste Mitgliedsland die Bevölkerung ist. Dann erst hat sich Europa gelohnt, für das Kapital und die Politiker. Die Bevölkerung ist da nicht wichtig. Wir haben ja Armenküchen!

Zusammenhalt in der Familie, unter Freunden, Nachbarn, in der Gemeinde - einer überschaubaren Gemeinschaft eben, wo jeder jedem hilft.

"Zusammenhalt in der Familie, unter Freunden, Nachbarn, in der Gemeinde - einer überschaubaren Gemeinschaft eben, wo jeder jedem hilft." Das ist der zweite starke Satz in diesen vielen guten Beiträgen. Danke auch für Deinen Beitrag

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Investitionen in die eigene Gesundheit und in Bildung. Das Ergebnis trägt man am eigenen Leib und kann es norfalls auch mitnehmen ;-)

Nützlich ist auch die Diversifikation der Ausbildungen in der Famile bei gleichzeitiger Pflege des Zusammenhalts.

Was sollte dabei sein - Bauer, Bauing., Elektroing., Schlachter, Klemptner bzw Heizungsbauer, Krankenbruder oder Ärztin ;-)

wären schon hilfreich, aber auch ein Steuerberater oder Finanzbuchhalterin mit Überblick wäre nicht schlecht, und schön, wenn alle flexibel sind, um sich auf veränderte Gegenheiten optimal einstellen zu können.

Geniale Antwort !

Da fällt mir ergänzend nur noch der Gemüsegarten ein - möglichst autark sein - Hühner sind auch gut, - mit den Eiern oder mal nem Suppenhuhn kann man den Klemptner honorieren wenn man einen netten kennt :) - und mit den Kartoffeln den Schrauber :) usw. Freundschaftsdienste und Tauschhandel - freier Markt für Alle und wieder mit Muscheln bezahlen ;)

Zusammenhalt ist das A und O !

Es soll auch mal sowas gegeben haben wie Nachbarschaftshilfe - die blüht dann, aus der Not geboren, bei vielen vielleicht mal wieder auf - deshalb kann die Krise auch eine Chance sein. Viele afrikanische Völker wären z.B. längst ausgestorben wenn nicht Jeder Jedem helfen würde. Hier wurde das weitgehend verlernt weil sich immer alles mit Geld kaufen ließ - dachten die Meisten und da ist dann eben Umdenken angesagt.

Wichtig ist doch nur, das man genug zu essen und ein Dach überm Kopf hat - wegen der Gesundheit :) und dass man irgendwas kann, was anderen nützt - siehe (Aus-) Bildung - dann wird´s schon irgendwie weitergehen.

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ich bin in immos, wenns ganz arg knallt hab ich damit verloren, weil ich sie nicht mitnehmen kann, aber bis dahin find ich sie stark besser als gold

In Gold investieren. Falls es eine Inflation geben sollte, hat Gold ziemlich wahrscheinlich immer noch einen stabilen Wert.

Bei Tipps ist ja immer wichtig, dass derjenige auch selbst bereit ist, sie zu befolgen. Maximilian, haben Sie in Gold investiert?

Mir wäre es zu unsicher, denn bei Geld gibt es ja nicht nur Inflation, sondern auch Zinsen, die tendenziell mit der Inflation steigen. Das heißt, ein stabiler Goldpreis reicht nicht, er muss eine höhere Rendite haben als Inflation abzgl. Zinsen. Sowohl der Goldpreis als auch Inflation und Zinsen sind schlecht prognostizierbar. Vielleicht hat man ein Näschen für die Richtung der Entwicklung, aber die Höhe der Veränderung ist einfach nicht vorhersagbar, selbst mit allen Informationen zum Thema. Ohne diese Informationen wird es riskanter und ich persönlich habe kein Interesse ein größeren Teil meiner Lebenszeit mit diesen Themen Woche für Woche zu beschäftigen.

Und dann gilt ja für Geld und Gold die gute alte Weisheit:Was Du hast ist leicht verloren, was Du kannst ist immer Dein.

Klar lerne ich durch die Beschäftgung mit Goldkurs, Inflation und Zinsen auch, aber es ist halt kein Plan B in die Vermögensberatung zu gehen, wenn ich mein Vermögen verloren habe.

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