Kann man sich an Katzenhaare gewöhnen (Allergie)?

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11 Antworten

Das kommt sicher darauf an, wie ausgeprägt die Allergie ist.

Prinzipiell sollte man Allergien nicht unterschätzen, soetwas herauszufordern kann wirklich gefährlich werden. Wenn du sehr empfindlich auf Katzen reagierst, solltest du darauf verzichten.

Man kann sich aber auch an Katzen gewöhnen ja. Mein Freund hat Anfangs auch allergisch auf unsere Katze reagiert, wochenlang lag er mit verstopften Atemwegen im Bett. Inzwischen hat sich das aber weitestgehend reguliert, er hat heute praktisch keine Probleme mehr - allerdings tatsächlich noch immer mit fremden Katzen.

Du solltest dir so einen Schritt gut überlegen, denn du kannst ein Tier auch nicht einfach hin und her schieben, wenn du merkst, dass es nicht funktioniert.

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Hi,

Allergisch bist du nicht gegen die Haare sondern das Allergen Fel D1 - ein Protein das im Speichel und aus allen Drüsen der Katze kommt und durchs putzen nur im Fell landet, daher sagt man Katzenhaarallergie.

Es gibt Schulmedizinisch keine Heilung, lediglich Therapien die dich daran gewöhnen (dauert etwa 3 Jahre) - übernimmt so gut wie keine Krankenkasse.

Eine Homöopathische Behandlung kann eine Allergie heilen (Dauer zwischen 3 Monaten und mehreren Jahren - Kosten 200 bis mehrere tausend euro)

Meine frau war früher auch allergisch gegen alle möglichen Tiere, was bei meinem beruf (tierarzt) ein riesiges problem war - eine homöopathische Behandlung hat Sie nach einigen Monaten von allen allergien befreit (Pollen,Milben,Hunde,Katzen,Hamster und alle tiere mit denen ich sonst in Kontakt gekommem bin).
Sie ist seit über 10 Jahren Beschwerdefrei.
Hat uns etwa 700 Euro gekostet.

Es gibt menschen die sich eine Katze holen und sich so daran gewöhnen das sie irgendwann Beschwerdefrei sind - das sind vllt 1%.
Der Rest entwickelt eher schweres Asthma und ist irgendwann gezwungen Sie wieder abzugeben.

Ich an deiner Stelle würde einen Homöopath aufsuchen (keine Erfolgsgarantie) oder mit einem allergologen über eine Gewöhnungstherapie sprechen.

Eine Katze anschaffen und die Allergie ignorieren oder mit Tabletten/Cortisonspray die Symptome zu unterdrücken kann lebensgefährlich werden.

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Wie andere hier schon geschrieben haben hängt das sehr von der Stärke deiner Reaktion ab. falls du dir unbedingt eine bzw ZWEI Katzen wünscht so könntest du dir überlegen eine Algergikerfreundliche Rasse auszuprobieren. Hier kommen verschiedene Rassen in Frage, die sich ergoogeln lassen.

Allergikerfreundlich bedeutet nicht, dass du automatisch weniger oder gar nicht auf sie reagierst, sondern soll heißen, dass die Katzen dieser Rassen nicht alle Allergene produzieren, die bei anderen Katzen vorkommen. Wir züchten Bengalen, welche in diese Gruppe fallen und haben auch schon einige Kitten an Allergiker verkauft, allerdings haben wir vorher immer eine Fellprobe mitgegeben, damit der Käufer die Stärke der Reaktion vom Hautarzt überprüfen lassen konnte. Diesen Test solltest du unbdeingt auch vornehmen lassen, da es sich allein von einem Besuch nur schwer sagen lässt wie schlimm die Reaktion wirklich ist.

Jetzt sind Rassekatzen natürlich teilweise sehr teuer in der Anschaffung, wenn du dir beispielsweise 2 Kitten von uns kaufen würdest, dann würde das etwa 1800 Euro kosten. Falls ihr nicht genug Geld daüfr habt, dann müsst ihr noch lange nicht auf eine Katze verzichten es gibt diverse Möglichkeiten günstiger an eine Katze zu kommen. Erwachsene Katzen werden oft günstiger verkauft und man kann auch in Tierheimen nachfragen ob sie eine entsprechende Rasse zur Zeit da haben. Bein Bengalen gibt es auch die Aktion Bengalen in Nothttp://www.bengalen-in-not.de/index.html).

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Ja, das kommt ggf. darauf an, wie stark du reagierst. Bei meinen Ex-Mann hat sich die leichte Allergie auch "ausgewachsen", wie hier schon berichtet wurde, nach 6 Wochen Naselaufen und Augenjucken war es vorbei. Aber eine Allergie kann sich auch verstärken durch die Konfrontation mit dem Allergen, bis zu Asthma. Dann müßte die Katze wieder weg, das ist schlecht für alle.

Red mit einem Facharzt darüber, daß dich auf die häufigsten Katzenllergene (das sind Enzyme/Eiweißverbindungen im Speichel), im Idealfall auch die entsprechende Katze, nicht alle Katzen haben diese bestimmten Enzyme. Also ssprich mit deinem Arzt.

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Hi pizzaxyz,

es ist mit Studien belegt worden, dass ca. 90% der Allergiker nicht auf den Speichel oder die Haare der Haustiere reagieren, sondern auf ein bestimmtes Allerge, das im Talg der Tiere enthalten ist.

Die Talgdrüsen produzieren Fett an der Haarwurzel, das sich logischerweise auf den Haaren verteilt und schwupps: So entsteht der Mythos, dass man auf die Haare allergisch reagiert. Ist allerdings nur bedingt der Fall.

Es gibt angeblich Katzenrassen, die für Allergiker "besser verträglich" sein sollen, die sogenannten hypoallergenen Rassen. Allerdings gleich vorweg: Das ist mit Vorsicht zu bewerten.

Diese Rassen produzieren idR weniger des Allergens (Protein Fel d 1). Also kann es sein, dass man nicht so stark oder gar nicht reagiert. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht. Manchmal kommt es auch vor, dass Katzen mit einer Art Gendefekt zur Welt kommen und daher sehr wenig Protein Fel d 1 produzieren – ich meine, dass man auch nur durch einen solchen Zufall überhaupt darauf gekommen ist, solche Katzen speziell züchten zu wollen.

Den Körper an ein Allergen zu gewöhnen ist in Eigenregie nicht zu empfehlen. Du kannst dir damit großen Schaden zufügen, wie chronische Beschwerden, die bis zu Asthma reichen. Und das wirst du dann nicht mehr los, selbst wenn im schlimmsten Fall die Katze wieder ausziehen müsste.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du allergisch bist, dann muss auf jeden Fall vor der Anschaffung ein Allergietest her, im Idealfall direkt mit Proben der Katze, die du zu dir nehmen würdest. Das wäre aus meiner Sicht der einzige relativ sichere Weg, um rauszufinden, ob das Tier dauerhaft bei euch leben kann.

Außerdem solltest du einen Allergologen zu Rate ziehen, der die Situation kompetent einschätzen kann. Erstens möchtest du sicher nicht "krank" werden und zweitens wäre es schlimm, wenn ihr euch eine Katze anschafft und sie später wieder weggeben müsst, wenn sie euch ans Herz gewachsen ist.

LG, Laura

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Sich von selbst zu desensibilisieren ist unwahrscheinlich. Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass du, wenn du dich ständig dem Allergen aussetzt, chronische Symptome (Asthma, Neurodermitis, Entzündung der Schleimhäute,...) riskierst.

Du kannst aber eine Hyposensibilisierung machen, da sind die Chancen, die Allergie loszuwerden relativ groß.

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Kommentar von Bitterkraut
27.10.2016, 13:00

Mein Ex hat sich alleine durch den täglichen Umgang mit Katzen desensibilisiert. Und, wie andere hier berichten, nicht nur er. Es scheint aber wirklich auf die Stärke der Reaktion anzukommen.

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hm, also das kommt auf deine stärke der Allergie an.

Wenn du sehr große Probleme bekommst, dann rate ich dir davon ab.

Solltest du aber einfach nur ein bisschen schnupfen oder leichtes jucken in den Augenwinkeln haben, dann ist es gut möglich das du dich mit der zeit dran gewöhnst und sich die Allergie sogar komplett "auswächst".

Desensibilisierung halte ich immer noch für Schwachsinn, hat echt ne miese Erfolgsrate und selbst wenn es funktioniert, dann oft auch nur kurzzeitig (1-2 Jahre). Verschwendete Zeit.

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Du kannst eine Desensibilisierung machen.

Bedenke, dass eine Katze nicht artgerecht ist, Katzen hält man im Doppelpack.

Grüße

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Kommentar von pizzaxyz
27.10.2016, 11:37

Aber eine Desensibilierung dauert doch lange, oder?

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Kommentar von sNouXHB
28.10.2016, 23:52

eine Sensibilisierungstherapie dauert 2 bis 3 Jahre. Eine Homöopathische Behandlung kann einige Monate bis mehrere Jahre dauern.

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Allergisch reagiert man nicht auf die Haare der Katze, sondern auf Epithelien. Und wenn Du Dir eine Katze anschaffst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich die Allergiesymptome verschlimmern.

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Informiere dich über Katzenrassen die weniger allergische Reaktionen auslösen. z.b. Nowegische Waldkatzen.

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Das ist nur mit einer Hyposensibilisierung möglich. Aber eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Die Hyposensibilisierung ist aufwändig und kostspielig und nicht immer erfolgreich. Also lass die Finger von einer Katze.

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