Kann man sich als Buddhist ein Tattoo stechen lassen?

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4 Antworten

Ich bin Buddhist und sehe keinen Grund, der prinzipiell dagegen sprechen würde, denn im Buddhismus gibt es keine absoluten Verbote einer Gottheit.

Die buddhistische Lehre betont allerdings die Vergänglichkeit und so sollte man nach meiner Ansicht nicht zu sehr an äußerer Schönheit haften.

Ob das Tätowieren also tatsächlich sinnvoll ist, oder ob man das Geld nicht sinnvoller ausgeben sollte, wäre zumindest überlegenswert.

Auch habe ich gehört, das manche Menschen angeblich eine regelrechte Tattoo-Sucht entwickelt haben. Ein solches Suchtverhalten wäre natürlich nicht sinnvoll.

Dass man sich die Wahl eines solchen Motivs gut überlegen sollte, da man es sein ganzes Leben haben wird, versteht sich von selbst.

Man sollte sich also bewusst machen, was alles mit einer solchen Tätowierung verbunden ist, und dann entscheiden.

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Enzylexikon 17.06.2016, 20:06

Vielen Dank für den Stern. :-)

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Knopperz 04.07.2016, 11:09

Möchte gerne auf ein paar Dinge antworten.

Erstens, nicht jeder  Tätowierer verfolgt primär finanzielle Absichten. Es gibt auch jede Menge unanhängige Tätowierer da draussen (Ich bin einer davon) wo der künstlerische Aspekt an erster Stelle steht, und nicht der finanzielle. Ich könnte mir nie vorstellen in Sweatshop (Fliessband) Arbeit in einem Tattoo Parlor zu arbeiten.

Zweitens. Definiere mal "Sucht". Ist man schon süchtig nach Kaffee, wenn man jeden Morgen eine Tasse trinkt? Wie siehts aus mit Geld?
Geld ist in meinen Augen die stärkste bekannte Droge die es auf dem Planeten gibt. Wir können einfach nicht genug davon kriegen, und wir tun buchstäblich ALLES dafür.

Beim Tätowieren kann man nicht wirklich von einer Sucht sprechen. Tattoos sind in erster Instanz Lebensphilosophie, und Tattoos erzählen die Geschichte eines Menschen. Es gibt meiner Meinung nach nichts persönlicheres und schöneres.

Ich bin selbst nicht besonders Religiös, aber dennoch spirituell verwurzelt. Der Buddhismus kommt meiner Weltanschauung jedoch am nächsten.

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Laut den buddhistischen Ordensregeln im Theravada-Buddhismus ist es nicht gestattet Schmuck zu tragen.

Ich denke die Grund-Intention ist, alles was den Körper oder das Ego verherrlicht zu unterlassen. Aber es gibt in Deutschland ja keine Religionspolizei. Also ich würd's lassen, wenn ich es noch nicht hätte. Und wenn ich es hätte, würde ich es nicht zur Schau tragen und mir ansonsten keine weiteren Gedanken darüber machen.

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Ja, aber es gibt gewisse Sachen, die nicht unterhalb des Bauchs / der Gürtellinie gestochen werden sollten, wie z.B. Buddhas und buddhistisch-religiöse Darstellungen.

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Viktor1 16.06.2016, 20:04

Und wenn man das doch macht ? Gibt es dann Strafe ? Greift dies negativ ins Karma ein ? Wer oder was bewirkt dies dann ?
Wer hat das festgelegt ?
Gel - du weißt dies nicht.

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Flintsch 16.06.2016, 20:06
@Viktor1

Das kann ich dir leider nicht sagen. Ich habe vor einigen Monaten nur mal einen längeren Artikel darüber in einem Tattoomagazin gelesen. Da wollte der Autor sich ein Tattoo in Thailand von Mönchen stechen lassen. Die sagten ihm, dass es eben die von mir vorhin erwähnten Einschränkungen gibt.

Soviel ich mich erinnern kann, gehören die Füße bei den Thais als die unreinsten Körperstellen, weswegen in Thailand auch keine buddhistischen Sachen an den Beinen gestochen werden, da sie ja zu nah an den Füßen sind.

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Warum nicht, solange man den wahren Schöpfer (Jes.45,22) nicht glaubt (3.Mose 19,28) ?

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