Kann man sich ab 16 Jahren selbst aus der Psychiatrie entlassen?

5 Antworten

Eigentlich bist du nach unserem Gesetz erst ab 18 Volljährig. Das heißt also, dass deine Eltern bis du 18 Jahre alt bist, für dich zuständig sind und vorallem verantwortlich. Deine Entscheidungen können mit einfließen, sind in wichtigen Entscheidungen aber nicht ausschlaggebend...

Allerdings weiß ich es nicht, wie es aussieht,w nen du freiwillig dort bist. Vielleicht sprichst du ja mal mit einem Arzt darüber?

Deine Eltern sollten vorher auf alle Fälle mindestens ein beratendes Gespräch mit einem Facharzt, einem Psychotherapeuten ernsthaft geführt haben. Diese Fachperson sollte auf solche Gespräche spezialisiert sein. In Deinem Interesse rate ich Dir dazu.

Esssucht ist immer auf dem häuslichen Hintergrund hin zu betrachten und zu behandeln. Es steht schlicht zu befürchten dass Deine Eltern Dich durch ihr falsches, eigenes zwanghaftes Verhalten sehr schnell in die Esssucht zurück drängen. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit nachzufragen in der Klinik ob eine betreute WG möglich wäre. Davon gibt es manche mittlerweile. Die sind durchaus gut. Und oft besser als manches Elternhaus. Aus Erfahrung mit meiner Anorexia nervosa kann ich Dir auch nur anraten lieber in eine solche WG zu gehen. So schnell kannst Du Dich gar nicht von Deinem Zustand erholt haben. Auch wenn ich weiß dass Du davon überzeugt bist. Bei Dir fängt jetzt die Zeit an in welcher es nötig wird unterscheiden zu lernen zwischen den krankhaften Vorstellungen welche von der Ana kommen und der Realität. Ana wird sich noch eine ganze lange Weile durch krankhafte Vorstellungen davor schützen wollen zum Stillstand gebracht zu werden. Das ist Teil der Erkrankung. Ich liege hier gemütlich mit Kleidergröße 42, will gar nicht wissen wie schwer ich bin aber meine Erinnerung an diesen Weg nie verlieren. Er hat sich gelohnt. Schritt für Schritt.

In einer Wohngemeinschaft für Esssüchtige wirst Du ein eigenes Zimmer haben. Du wirst Dich an den normalen Alltagsaufgaben normal beteiligen, normal zur Schule gehen können und so fort. Es werden Fachleute als Hilfen da sein, als Ansprechpartner, als Therapeuten und Begleiter.

Als mich diese schwere Erkrankung im Griff hatte hatte ich das große Glück in einem damals sehr guten Haus den Beruf Krankenschwester erlernen zu dürfen. Damals wusste die Fachwelt noch sehr wenig bis Nichts über diese Erkrankungen. Nicht nur meine Dozenten sondern fast alle Ärzte des Hauses haben sich damals ihren Ars.. aufgerissen um an alle vorhandenen Informationen zu kommen die weltweit zur Verfügung standen. Ich bin bis heute sehr dankbar dass sie mir vermitteln konnten einen langen Genesungsweg vor mir zu haben. Verpasst habe ich auf diesem Weg Nichts. Im Gegenteil: Er hat mich reich beschenkt. Versuche also bitte nicht vor ihm davon zu laufen. Abgesehen davon dass Du Dich um wertvolle Erfahrungen bringst steckst Du schneller wieder voll drin als Du Dir jetzt vorstellen kannst.

Nein. Das Gewicht selbst ist nicht das wesentliche Thema. Das wesentliche Thema spielt sich in Wahrnehmung, Vorstellung, vor allen Dingen Gefühlswelt ab. Und es reicht schon gar nicht für wenige Wochen gefühlt normal essen zu können.

Mit einer Erkrankung wie unserer ist nicht die Frage ob Du das juristische Recht aufgrund Deines Alters hast. Die Frage ist, ob die Fachwelt Eigengefährdung befürchtet. Gegen ärztlichen Rat lässt diese Schlussfolgerung durchaus zu. Und sei versichert dass ich sehr viele Menschen mit dieser Erkrankung kennen gelernt habe.

hmm die eltern haben schon ein mitsprache recht , besprich es am besten mal mit deinem therapeuten

wie läuft so eine psychiatrische handlung ab, gibt es da handyverbot?

Guten Abend liebe community,

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da ihr herz nach wie vor an mir hängt, habe ich angst dass sie in der psychiatrie von mir nicht loslassen kann und wenn sie ihr handy benutzt, unsere alten (tollen) chatverläufe sieht, und unsere liebesschwüre etc. dass wir für immer zusammen bleiben wollen... da sie zu ihrer erziehungsberechtigten kaum bis keinen guten kontakt hat obwohl sie mit ihr unter einem dach wohnt weiß ich nicht wie das in der psychiatrie ist, wenn ihre verantwortungslose mutter sie entlassen will, obwohl suizidgefahr besteht .. wie läuft so eine behandlung ab? wie lange? inwiefern darf die außenwelt auf einen einwirken? inwiefern wird sich ihr wohnort ändern, wenn sie rauskommt(wenn überhaupt) , denn bei ihrer mutter zu leben ist für sie die hölle ..

mfg und danke für alle antworten

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