Kann man seinen Namen ins Spanische übernehmen?

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2 Antworten

Ja, das geht, der Name kann verspanischt werden, wenn du die span. Nationalität erhältst und deinen Eid ablegst. Du musst jedoch vor(!) Beantragung der span. Staatsbügerschaft bei den deutschen Behörden einen Antrag auf Beibehaltung der dt. Staatsbürgerschaft stellen, sonst würde diese mit dem Erlangen der spanischen automatisch und unwiderruflich erlöschen. Hat jetzt nichts mit dem Namen an sich zu tun, ist aber ein wichtiger Fakt.

Stimmt nicht. EU-Bürger behalten automatisch beide SB.

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@butz1510

Quatsch. Automatisch schon mal garnicht. Es gibt seit ein paar Jahren ein bilaterales Abkommen zw. Deutschland und Spanien. Davor war es selbst als EU-Bürger nicht möglich, d.h. man erlangte die Spanische und verlor im gleichen Atemzug die Deutsche.

Nun ist es möglich, aber nur wenn man vor dem Antrag auf die spanische Staatsangehörigkeit bei der deutschen Botschaft bzw. in Deutschland leben bei den deutschen Behörden den Antrag auf Doppelstaatsbürgerschaft stellt. Ohne diesen erlischt die Deutsche Staatsbürgerschaft weiterhin automatisch und unwiderruflich.

Dazu muss es auch Gründe geben, die wie gesagt Familie oder Grundbesitz in Deutschland, wenn man seinen Lebensmittelpunkt nach Spanien verlagert bzw. umgekehrt. Was ja normal ist, denn man hat normal Verwandte im Herkunftsland.

Und automatisch geht schon gar nichts, außer als Jugendlicher, da Minderjährige beide Staatsangehörigen erhalten. Jedoch nur vorläufig, bis sie volljährig sind.

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@winersonne

http://www.einbuergerungstest.biz/einbuergerung-allgemein/doppelte-staatsbuergerschaft#EU 

"Die Einbürgerungsvoraussetzung, dass die Staatsangehörigkeit aufgegeben werden muss, gilt nicht bei der Einbürgerung von Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union. Es kann jedoch passieren, dass diese Bürger durch die Einbürgerung in Deutschland nach dem Recht des anderen Staates ihre bisherige Staatsangehörigkeit verlieren. Weitere Auskünfte erteilen die jeweiligen Botschaften der EU-Staaten."  - Nach deutschem Recht ist die doppelte SB kein Problem und darum ging's ja bei der Frage. 

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@butz1510

Das ist unter 2 Einschränkungen richtig:

1. Die Staatsangehörigkeit muss nicht aufgegeben werden. Man kann deren Beibehaltung beantragen. Macht man das aber nicht, erlischt sie automatisch. Das ist ein entscheidender Unterschied.

2. "Es kann jedoch passieren, dass diese Bürger durch die Einbürgerung in Deutschland nach dem Recht des anderen Staates ihre bisherige Staatsangehörigkeit verlieren.". Es kommt auf die bilateralten Abkommen an. Dies war z.B. mit Spanien bis vor wenigen Jahren, trotz EU-Mitgliedschaft nicht so vereinbart. Es wird oft die EU über einen Kamm geschert. Es gibt aber ausnahmen, auch wenn generell eine europaweite Regelung angestrebt wird. Das war nur mein Hinweis: mit Spanien gelang dies vor einer Hand voll Jahren.

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@butz1510

Nachtrag: ich würde in so einer wichtigen Sache auch rein amtiliche Seiten und kein "Einbürgerungstest BIZ" befragen.

Hierzu das Auswärtige Amt:

"Deutsche, die eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben, können jedoch seit dem 01.01.2000 unter erleichterten Voraussetzungen ihre deutsche Staatsangehörigkeit beibehalten. Dabei sind nach § 25 Abs. 2 StAG bei der Entscheidung über eine Beibehaltungsgenehmigung öffentliche und private Belange abzuwägen. Bei Deutschen im Ausland ist insbesondere zu berücksichtigen, ob diese fortbestehende Bindungen an Deutschland haben. Diese Bindungen können etwa nahe Verwandte in Deutschland oder aber auch Eigentum etwa an Immobilien sein. Bitte beachten Sie, dass die Genehmigung über die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit vor Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit erhalten worden sein muss."

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In Deutschland geht das sicher nicht - eine Namensänderung kann man nicht eben mal so vornehmen. Wenn die Spanier das machen, dann heißt Du dort eben Miguel und hier Michael. Aber ich kann's mir kaum vorstellen. Mit der Oma aus Ungarn war das eine andere Geschichte damals. Die durften - wie die Spätaussiedler auch - ihre Namen "eindeutschen".

Es geht hier ja um den umgekehrten Fall. In Spanien können schwer aussprechbare Namen eingespansicht werden. Michael würde Mitschaël gesprochen werden, also praktisch verhunzt werden. Die Bedeutung von Michael ist Miguel. Also kein Problem. Es handelt sich nur um eine Anpassung der Schreibweise.

Meine Infos, auch was Doppelstaatsbürgerschaft und die Gefahr des Verlustes der dt. Staatsbürgerschaft betrifft, habe ich aus erster Hand (spanische Meldebehörde, deutsche Botschaft inkl. Hinweisblatt hierzu). Vor wenigen Jahren war dies noch unmöglich, trotz EU, denn es zählen hierbei rein die bilateralen Abkommen.

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