Kann man seine Kinder auch dann auf die Waldorfschule schicken, wenn man Steiner nicht in allen Punkten folgen kann?

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7 Antworten

Warum die Waldorfschule? Ich kenne nur Leute, die ihr Kind wieder runtergenommen haben. Sie sind nicht damit zurechtgekommen, weil sie von der Ideologie nicht überzeugt waren und die Kinder gelitten haben. Wenn Du Dein Kind deswegen hinschicken willst, weil es irgendein Problem hat und Du meinst, es käme da besser zurecht, dann wird es nicht klappen. Die Waldorfschule ist eine Schule für sehr intelligente, selbstständige Schüler, die allerdings auch überall sonst gut zurechtkämen und die Ideologie überleben und deren Eltern davon überzeugt sind. Für Problemschüler isrt sie nicht geeignet, die werden sie auch immer bald wieder los.

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Hallo,

das kannst Du natürlich. Die Lehren von Steiner werden Dir aber dennoch in der einen oder anderen Form begegnen, da dieser Mensch von manchen seiner Anhänger immer noch vergöttert wird.

Wem's gefällt...

Herzliche Grüße,

Willy

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...ja können schon...

Ich würde dir nur empfehlen, dir zu überlegen, warum du dein Kind ev. in diese Schule geben willst, wenn doch Zweifel bestehen.

Oder ob du vll. eine Schule findest, wo du nicht schon im Vorfeld skeptisch bist.

Nachdem du bereits bist, bzw. du es dem Kind ermöglichen kannst es in eine private Schule zu geben, würde ich mich zusätzlich noch nach einer anderen Privatschule umsehen.

Oder eben gänzlich nach einer anderen Schule, wenn du eine gute öffentliche kennst.

Kann dir nur aus meiner eigenen Erfahrung "berichten", dass ich jeweils bei meinen Kids mich bei der Schulauswahl doch noch für "die Andere"(fast in letzter Minute) entschieden habe, weil eben bei den eigentlich ausgewählten Schulen ich letztlich doch ein "irgendwie ungutes Gefühl" hatte.

Und meine Entscheidung passte dann wirklich gut.-

In einem Alter wo die Kinder noch so jung sind, dass sie nicht so wirklich sich entscheiden können, ob es ihnen "dort" zusagt müssen wir Erwachsenen den Hauptteil der Entscheidung treffen.

lg

km



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Hallo Camelwolf, 

wie alles andere auch, entwickelt sich die Waldorfpädagogik ebenfalls ständig weiter. Genauso gibt es auch einige Grundfeste, auf denen sie ruht. Wie in einer Demokratie freie und geheime Wahlen dazugehören, ist es in der Waldorfpädagogik Kerngedanken wie "Erziehung zur Freiheit" oder das Lernen in sozialer Gemeinschaft, also der Gesamtschulaspekt, oder der Ansatz, auch die künstlerisch-gestalterische Kraft, die allen Menschen innewohnt, zu nähren. Was an Staatsschulen m.E. alles viel zu kurz kommt. 

Solchen Grundgedanken gegenüber offen zu sein und sich zumindest damit konstruktiv auseinandersetzen zu wollen, ist eine völlig ausreichende Basis. Außerdem kommt es auch noch darauf an, wie die jeweilige Schule das umsetzt und lebt, da gibt es durchaus eine Spannweite und regionale Unterschiede etwa zwischen Stuttgart und Berlin. Also die Schule angucken, mit Menschen darüber reden, die dort sind als Lehrer/innen und Schüler/innen, auch über eventuelle Zweifel.

Was die heutige Waldorfpädagogik v.a. ausmacht, ist hier m.E. treffend zusammengefasst:

http://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/artikel/Was\_will\_Waldorfpaedagogik.pdf  

Rudolf Steiner hat sehr viel hinterlassen, meist sind es Mitschriften, die andere von seinen Vorträgen angefertigt haben. Aber wer diese als "Dogma" auffasste, der würde m.E. Rudolf Steiners Ideen einen Bärendienst erweisen. Das spannende ist, dass die Werke und sein Wirken nach wie vor Impulse geben und Debatten befruchten bis hin zur Pädagogik an den staatlichen Schulen. Also frisch gewagt, ist halb gewonnen ;-)

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Klar kannst du. Aber sich mit Steiner und seinen Theorien zu beschäftigen bzw. offen zu sein sich davon überzeugen zu lassen sollte schon dazu gehören.

Du musst ja nicht alles glauben, aber grundsätzlich solltest du schon bereit sein deinen und den Medienkonsum deines Kindes einzuschränken. Du solltest dich in die dortige Gemeinschaft einbringen und du solltest zumindest hinter dem Grundgedanken stehen.

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Klar kann man. Du mußt halt abwägen, ob in Deinen Augen die Vorteile die Nachteile überwiegen. Dich regelmäßig über die Inhalte des Unterrichts kundig machen und vielleicht auch mal gegenlenken, wenn zu viel esoterischer Unfug präsentiert wird.

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Aus dem gleichen Grund, warum man Kinder aufs Gymnasium schicken kann, ohne zu 100% davon überzeugt zu sein.

Im Leben gibt es nur selten 100%ige Übereinstimmung, eigentlich ist doch alles meist nur ein Kompromiss

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