Kann man seine gepflanzten Bäume bei Auszug einfach mitnehmen?

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3 Antworten

Menschen sind mobil, Pflanzen von Natur aus nicht. Dennoch lässt sich auch der geliebte Buchsbaum, der Schneeball oder die Zierkirsche umsiedeln, wenn man selbst umziehen muss oder der Garten verändert werden soll.

Das Problem liegt beim Ordnungsamt oder am Vermieter. Das Ordnungsamt sagt ob Du es darfst und der Vermieter sagt wie er sein Grundstück vorfinden möchte.

Im Gegensatz zu holzloewes Antwort behaupte ich, dass Du bei vereinbarter Gartennutzung und wenn die Bäume überhaupt noch realistisch transportabel sind (also keine 25 Jahre alten Birken o.ä.) die angepflanzten Bäume natürlich mitnehmen darfst, genauso wie alle anderen Zierpflanzen, die Du selbst während der Mietzeit angepflanzt hast.

Dass Ordnungsämter mit dem "Inhalt" privater Gärten was zu tun haben, wäre mir neu; es sei denn, holzloewe spielt auf die in einigen Städten und Gemeinden vorhandenen Baumsatzungen an. Vermutlich sind die von Dir angesprochenen Bäume dann aber noch zu klein, um von einer Baumsatzung geschützt zu sein, sofern es bei euch überhaupt eine gibt.

NEIN

§ 94 BGB Wesentliche Bestandteile eines Grundstücks oder Gebäudes

(1) Zu den wesentlichen Bestandteilen eines Grundstücks gehören die mit dem Grund und Boden fest verbundenen Sachen, insbesondere Gebäude, sowie die Erzeugnisse des Grundstücks, solange sie mit dem Boden zusammenhängen. Samen wird mit dem Aussäen, eine Pflanze wird mit dem Einpflanzen wesentlicher Bestandteil des Grundstücks.

Allerdings schreibt der Münchener Mieterverein dazu:

Zieht der Mieter aus, darf er nach Auffassung der meisten Gerichte seine Pflanzen und „mäßig große und eindeutig umsetzbare“ Bäume mitnehmen oder er einigt sich mit dem Vermieter über eine angemessene Entschädigung. Vom Mieter gepflanzte, nicht mehr umsetzbare Bäume gehen allerdings in den Besitz des Vermieters über.

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