Kann man seine Gedanken nicht irgendwie "vergessen/verdrängen, oder "löschen"?

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7 Antworten

Gedanken sind Resultate deiner Emotionen. Willst du deine Gedanken ändern, müssen sich deine Emotionen ändern. Emotionen enstehen durch Wahrnehmung und Handeln ... und so weiter. Es ist ein Kreislauf indem sich alles gegenseitig beinflusst.

Wenn du alles nur negativ siehst, wirst du auch nur negativ denken und dich schlecht fühlen.

Gedanken, bzw. Erinnerungen kann man auch nicht löschen. Du kannst sie aber mit anderen Erinnerungen überschreiben.
Wenn du z.B. irgendwo schlechte Erfahrungen gemacht hast, dann kannst die schlechten Gefühle daraus nur damit bekämpfen, indem du positive Erfahrungen machst.

Und das heißt, du musst handeln. Denn wenn du weiter machst wie bisher, kann sich logischerweise nichts ändern. Im schlimmsten Fall verschlechtert es sich durch einen Teufelskreislauf.

Da musst du unbedingt ausbrechen und wieder zu dem Mensch werden, der du sein willst!

Alleine kann sowas sehr, sehr schwer sein. Ich spreche da aus Erfahrung.
Ich habe es auch viele Jahre vor mir hergeschoben, hatte mir gedacht "Du hast so viel alleine geschafft; das musst du auch alleine schaffen!" - doch ich hab es nicht.
Mit viel Mühe hab ich mich dann schließlich aufgerafft und gesagt: "Ok. Ich schaff es doch nicht. So schwer es auch fällt: Ich muss mir Hilfe suchen..."

Zunächst hatte ich es mit Hypnose versucht; aber da war ich noch zu verkleppt; nicht bereit, mich loszulassen, und deswegen konnte mir der Hypnotherapeut mir nicht helfen.
Also musste etwas anderes her, denn so wie es mir ging, konnte es nicht weitergehen.
Auch wenn das Leben keinen Sinn ergab, wollte ich doch nicht aufgeben; denn es gab doch noch einige Dinge, die ich erledigen wollte, bevor ich abtrete.

Und so bin ich schließlich auf die Psychotherapie gestoßen.
Es geht zwar langsamer als Hypnose, aber der Erfolg ist dennoch nicht von der Hand zu weisen!

Es hat mich echt verdammt viel Überwindung gekostet, mir einzugestehen, dass ich Hilfe brauche; und noch viel mehr hat es mich gekostet, um diese Hilfe dann auch zu fragen. Doch es hat sich gelohnt.
Ich habe noch ein weites Stück auf meinem Weg zu gehen - doch ich habe auch schon eine große Strecke zurück gelegt; und ich bereue keinen einzigen Schritt.

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Mein Rat an dich:
Gib nicht auf! Auch wenn es schwer fällt, such dir jemanden, der dir helfen kann, z.B. ein Psychotherapeut.
Dir kann geholfen werden! Es kann sich alles zum Besseren wenden - Du musst nur erlauben, dass man dir auch hilft :)

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Kommentar von Maryondo
14.05.2016, 23:47

Betreffend der negativen Gedanken würde ich gerne eine meiner anderen Antworten zitieren:


Wir erleben im Leben viele negative Dinge, doch
noch viel mehr positive. Aber der Mensch ist grundlegend darauf ausgelegt, vorallem die negativen Dinge im Leben wahrzunehmen; deswegen kommt es einem so vor, als würde einem nur Schlimmes widerfahren.
Doch das ist, wie gesagt, nur eine falsche Wahrnehmung.


Du musst lernen, bewusster deine Realität wahrzunehmen. Wir nehmen die guten Dinge als selbstverständlich und sehen sie von daher kaum noch. Geh einfach mal mit offeneren Augen durch die Welt und frage dich: "Was ist heute alles gut gelaufen?"


Antworten könnten sein: "Ich hatte eine Grüne-Welle", "Der Lehrer hat mich heute nicht genervt", "Heute ist schönes Wetter" oder "Hey, schon wieder jemand, der mir auf GuteFrage.net helfen möchte!" :P


Es geht weniger darum, neues Gutes zu erleben, sonder vielmehr darum, das gute Erlebte wahrzunehmen :)




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Nicht direkt, du kannst aber die unterliegenden Emotionen deiner Gedanken durch bestimmte Prozesse loeschen, die unangenehmen Emotionen verschwinden dann, wenn du sie wiedererinnern kannst. Wenn sie blockiert sind, dann brauchst du andere Hilfe. Fuer die Emotionen die du erinnern kannst, hat sich die EFT-Methode erfolgreich erwiesen. Google einfach mal danach und studiere das. Wenn es schlecht laeuft wollen wir nicht mehr da sein, aber das ist kein Ausweg, weil du deine Freiheit einfach auf spaeter verschiebst. Warum nicht gleich frei sein? Alles Gute!

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Ja, das gibt es. Für traumatische Erlebnisse, z. B. bei EMDR.

Ehrlich? Junge, hol dir Hilfe. Geh zu einem Therapeuten oder zu jemandem, mit dem du reden kannst. Wenn das Problem so erdrückend ist, dann hol dir Hilfe. Ich meine das aus tiefstem Herzen. 

Es tut mir leid, dass du unter einem Erlebnis leidest. Es wird vorbeigehen, es wird verblassen, aber mit Hilfe und Unterstützung könnte es schneller gehen.

Und noch eins: Aufgeben gilt nicht. Niemals. 

Kopf hoch! Okay?!

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Kommentar von 97kilian97
14.05.2016, 23:27

Oke, danke.

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Du kannst nicht nachweisen, dass irgendwer oder irgendetwas außer dir existiert. Daran zu denken lässt mich sehr sorgenfrei leben und macht geduldig! ^-^

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Kommentar von donerstefan
14.05.2016, 23:46

Gute Denkweise :) Fast das selbe wie:

Denk einfach als sei alles ein Traum. Alles was passiert ist nur ein Traum. Es lohnt sich nicht auf Dinge sauer zu sein, sie sind ja nur eine Bildung deines Traumes. :)

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Kommentar von Kranta
15.05.2016, 02:28

Das ist mir fast schon wieder zu realitätsfern, aber auch in Ordnung. ^^ Aber mit der oberen Denkweise ist man noch ein bisschen gepusht, da man im Prinzip nichts anderes als sein eigener Gott ist. Mit der Geburt wurde alles geschaffen und mit dem Tod verschwindet alles um jemanden herum. Ergo kann man nicht einmal wirklich sterben.

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Reden reden reden. Das hilft.  Es heißt nicht umsonst, dass man es sich von der Seele reden mus. 

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Therapie, mit Freunden darüber reden. Wenn beides nicht vorhanden ist, greife ich auch gerne mal zum Alkohol. 

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Kommentar von Dackodil
14.05.2016, 23:34

Schlechtester Rat ever!!!!

So hat schon manche Alkoholikerkarriere angefangen - und wenn ich mir dein Profilbild so ansehe ...

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