Kann man sein Kind nennen wie man will?

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Hab nen interessanten Artikel gefunden:

Pumuckl, Hanswurst oder Flipper - dürfen Eltern Ihre Kinder so nennen?

In Deutschland ist die Vornamensgebung verhältnismäßig eingeschränkt. Während beispielsweise in Amerika die Kinder wie Automarken, Städte, Monate oder auch Comicserien-Helden heißen können, ist das hierzulande meist nicht erlaubt. Das Standesamt entscheidet bei der Anmeldung, ob der von den Eltern gewünschte Name das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzt. Das ist natürlich eine sehr ungenaue Maßeinheit und manchmal auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Da immer mehr Eltern nach einem einzigartigen und originellen Namen für Ihr Kind suchen, endet der Vornamen-Streit zwischen Eltern und Behörde nicht selten vor einem Gericht. Das muss sich zwischen zwei Prinzipien entscheiden: Einerseits dürfen in Deutschland keine Familiennamen, geographischen Namen oder Adelstitel als Vornamen eingetragen werden. Andererseits kann man Namen geltend machen, die irgendwo auf der Welt als Vornamen geläufig sind. In anderen Ländern gelten aber andere Regeln. So wird es kompliziert, wenn hierzulande jemand seinen Sohn oder seine Tochter Mississippi nennen will, was in den Südstaaten der USA sicher kein Problem darstellt.

Eine klare Bestimmung gibt es also nicht. Aber es gibt immerhin einige Richtlinien und Leitfäden, unter anderem auch durch Gerichtsurteile. Hier ein paar allgemeinere Grundregeln:

• Der Vorname des Kindes muss das Geschlecht erkennen lassen. Kim beispielsweise kann ein Junge oder ein Mädchen sein, deshalb braucht das Kind einen zweiten Vornamen, der eindeutig auf ein Geschlecht hinweist.

• Vornamen dürfen nicht beleidigend oder lächerlich sein. Das verletzt das Persönlichkeitsrecht des Kindes.

• Zwölf Vornamen sind zuviel und müssen auf fünf begrenzt werden, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf.

• Die gebräuchliche Kurzform eines Namens ist zulässig, Koseformen dagegen nicht. Tina ist eine Kurzform von Katharina, Trinchen wäre die Koseform.

• Biblische Namen mit negativer Assoziation sind nicht erlaubt, Heiligennamen und andere Namen aus der Bibel dagegen schon. Kain und Judas werden also nicht anerkannt. Aber Jesus darf man sein Kind inzwischen nennen, auch weil es ein in Spanien und Südamerika geläufiger Name ist. Mit zweitem Namen dürfen auch Jungen Maria heißen, wenn das den Eltern gefällt.

• Markennamen, Adelstitel, Orts- und Städtenamen sowie Familiennamen sind nicht zulässig. Allerdings ist beispielsweise Anderson bei uns ein Familienname, in Schweden aber ein Vorname. Daher darf man seinem Kind diesen Namen geben. Auch bei den Markennamen gibt es Ausnahmen. Beispielsweise wurden schon Kinder Persil oder Sunil benannt. Auch Markennamen, die mit Vornamen identisch sind, dürfen dem Kind gegeben werden.

• Die Schreibweise des Namens ergibt sich aus den Regelungen der Rechtschreibungen. Ein Vorname aus einer fremden Kultur ist mit den entsprechenden Akzenten oder Sonderzeichen zu versehen.

Wenn Sie einen ausgefallenen Namen für Ihr Kind haben wollen, dann müssen Sie unter Umständen beim Standesamt eine Art Gutachten vorlegen, dass dieser Name zulässig ist. Eine solche Bestätigung bekommen Sie unter anderem von der Namensforschungsstelle an der Universität in Leipzig. Und bei der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Die Kosten betragen zwischen 15 und 40 Euro.

Aktualisiert im November 2008

http://www.babycenter.de/pregnancy/namen/namensrecht/ kopieren

NEIN = Das Standesamt entscheidet bei der Anmeldung, ob es sih um einen anerkannten Namen handelt.

Eine klare Bestimmung gibt es also nicht. Aber es gibt immerhin einige Richtlinien und Leitfäden, unter anderem auch durch Gerichtsurteile.

Wenn Sie einen ausgefallenen Namen für Ihr Kind haben wollen, dann müssen Sie unter Umständen beim Standesamt eine Art Gutachten vorlegen, dass dieser Name zulässig ist. Eine solche Bestätigung bekommen Sie unter anderem von der Namensforschungsstelle an der Universität in Leipzig. Und bei der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Die Kosten betragen zwischen 15 und 40 Euro.

http://www.babycenter.de/pregnancy/namen/namensrecht/

Der Vorname … • … muss als solcher erkennbar sein. • … muss eindeutig männlich oder weiblich sein (Ausnahmen sind etablierte Namen wie Toni, Sascha, Kai.) • … darf dem Kindeswohl nicht schaden, indem er das Kind lächerlich machen oder eine Verbindung "zum Bösen" herstellen würde, wie z.B. durch die Namensgebung Judas. • … darf kein Orts-, Familien- oder Markenname sein (Ausnahmen sind etablierte Namen). • … muss innerhalb eines Monats nach der Geburt festgelegt werden. • … kann nicht rechtlich geschützt werden (um ihn auf diese Weise als einzigartig zu erhalten). - von Samuel1974

http://www.gutefrage.net/frage/darf-man-sein-kind-nennen-wie-man-will

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