Kann man Schwierigkeiten bekommen weil man angeblich zu schnell fuhr aber es keine Beweise gibt?

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9 Antworten

Dass du hier Schwierigkeiten bekommst, ist sehr unwahrscheinlich, aber prinzipiell möglich. 

Sofern es keine nachvollziehbare Messung deiner Geschwindigkeit sondern nur eine Schätzung gibt, ist diese mit großer Vorsicht zu genießen. 

Niemand kann genau sagen, ob das an ihm vorbeifahrende Auto nun 50 oder 60 km/h fährt. Deswegen hast du bei kleineren Tempo-Verstößen nichts zu befürchten. 

Anders sieht das aus, wenn du mit 90 durch die 30er Zone donnerst. In diesem Fall sieht jeder Blinde mit dem Krückstock, dass das viel zu schnell war. Natürlich wird dann von der geschätzten Geschwindigkeit ein gutes Stück als Toleranz abgezogen, aber gänzlich unmöglich ist das nicht. 

Danke für die Antwort (natürlich auch danke an die anderen die mir in etwa das geschrieben haben, aber ich schreibe es einmal hier hin)

Was sollte ich da nun genau machen?

Also bekomme ich da einen Brief wo steht: Sehr geehrter Herr... Sie sind laut Zeugen um 50 km/h zu schnell gefahren, Ihnen wurden ein Toleranzwert von 20 km/h abgezogen. Das wären dann bitte 150€.

Oder wie sieht das dann aus? Ich kann mir kaum vorstellen das man dann Besuch der Polizei bekommt. Ich meine die Polizei kam an diesem Tag nicht mehr dort hin, es wurde nur das Kennzeichen notiert wie ich erfuhr. Kann ich dann irgendwie Einspruch erheben oder vgl.? Oder sagen dass ich von nichts weiß und an diesem Tag nicht dort war etc.?

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@Zipfiberger299

So wie ich das verstanden habe, hast du bisher noch keinen Bußgeldbescheid oder Ähnliches erhalten. 

Du wirst nun erst mal abwarten müssen, ob das Verfahren eingestellt oder weiterverfolgt wird. Hierfür wird maßgeblich sein, wie belastbar die Zeugenaussagen tatsächlich sind. 

Falls keine Einstellung erfolgt, wird dann je nach Schwere des Verstoßes entweder ein Bußgeldbescheid oder eine Vorladung verschickt. 

Du kannst jetzt nur abwarten, was als Nächstes passiert. Interessant wäre an dieser Stelle natürlich, ob der Vorwurf tatsächlich zutrifft oder nicht. Generell musst du immer damit rechnen, dass etwas, was sich so tatsächlich zugetragen hat, auch bewiesen werden kann. 

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@Interesierter

Danke für die Auskunft

Nein habe ich nicht, ich habe bisher nur einmal mitbekommen wie mein Vater einen eingeschriebenen Brief bekam wo stand wie viel er zahlen muss.

Ja ich war etwas zu schnell unterwegs. Auf einer Landstraße wo 30 km/h erlaubt waren so um die 60km/h aber die haben scheinbar maßlos übertrieben und 90km/h gesagt.

Wird sowas üblicherweise weiterverfolgt, wenn nichts passiert ist?

Ich meine wenn man jetzt einen Unfall baut ist es klar aber was wenn nichts dergleichen passiert?

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Also ich wurde mal angezeigt weil ich in einer 30er-Zone angeblich mindestens 70 gefahren wäre. Die Polizei meldete sich bei meinem Chef weil die Anzeige vorlag und sie der nachgehen müssen und baten lediglich darum künftig möglichst langsamer am Haus der betreffenden Person vorbeizufahren.

Allein durch eine Schätzung kann fast gar nicht eine Geschwindigkeitsübertretung nachgewiesen werden, schon wenn geschulte Polizisten dies machen ist es sehr schwierig, von Passanten nahezu unmöglich.

Höchstens wenn Du dabei gefilmt wurdest könnte das Fimmaterial ausgewertet werden und eine Geschwindigkeit rekonstruiert werden können, ob dies aber rechtlich überhaupt zugelassen wäre sehe ich als sehr fraglich.

Nein, es existiert kein Video davon.

Mir haben einige Freunde lediglich gesagt dass die Leute die dort wohnen mich angezeigt haben. (sie wurden selbst noch von den Leuten dort aufgehalten)

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 Habe ich etwas zu befürchten?

Nein

Wenn ja wie läuft das ab und wie sollte ich mich verhalten?

Dies scheitert an mehreren Dingen.

Zum einen der Vorwurf der Geschwindigkeitsübertretung, nur durch Schätzung von anderen Leuten die vielleicht am Straßenrand standen, kann dir kein Vorwurf dessen gemacht werden, es fehlen einfach die Beweise der tatsächlichen Übertretung.

Zum Hinterherfahren und Geschwindigkeit "schätzen" sind hohe Anforderungen nötig, gewisse Strecke und hoher Toleranzabzug, selbst bei geschulten Streifenpolizisten nicht immer verwertbar.

Daher keine Angaben zu der Geschwindigkeit machen, wenn Du aber etwas zugibst dann kann dir dies angerechnet werden.

Zum anderen muss der Fahrer identifiziert werden können, daher auch dort keinerlei Angaben zu machen.

Was genau hast Du denn bekommen ? Wie schaut die Anzeige aus ?

Ich habe noch keinen Brief bekommen, das war ja auch erst gestern.

Soweit ich es mitbekommen habe hat eine Person die Polizei angerufen und mich angezeigt. Ich war ja zu dieser Zeit bereits Zuhause und mir wurde es nur von den anderen gesagt.

Also die Leute dort kennen mich nicht und sahen mich nur beim vorbeifahren. Wenn ich nun einen Brief bekomme, sollte ich dann eine Beschwerde erheben und zurückschreiben dass ich nichts davon weiß und zu dieser Zeit nicht dort war oder was maceh ich dann am besten?

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@Zipfiberger299

Erstmal abwarten ob etwas kommt, denke da kommt gar nichts.

Und wenn etwas kommt gibst Du gar nichts zu, solltest Du zu einer beschuldigten oder Zeugenbefragung bei der Polizei vorgeladen werden gehst Du da erst gar nicht hin, denn da besteht die Gefahr das Du durch geschulte Fragen der dortigen Beamten plötzlich zugibst dort gefahren zu sein und eine gewisse Geschwindigkeit gefahren bist.

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@Antitroll1234

Ja davon habe ich auch gehört, also davon dass diese einen dazu manipulieren irgendetwas zuzugeben.

Aber ist das nicht strafbar da nicht hinzugehen bei einer Vorladung?

Wenn man bei einer Gerichtsverhandlung unentschuldigt nicht erscheint bekommt man ja auch eine hohe Geldstrafe oder verwechsle ich da etwas?

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@Zipfiberger299

Aber ist das nicht strafbar da nicht hinzugehen bei einer Vorladung?

Einer polizeilichen Vorladung musst Du weder Folge leisten noch diese Absagen oder sonstiges.

Wenn man bei einer Gerichtsverhandlung unentschuldigt nicht erscheint bekommt man ja auch eine hohe Geldstrafe oder verwechsle ich da etwas?

Bei einer Ladung vom Gericht oder Staatsanwalt musst Du Folge leisten, aber da ist es weit hin und hat nichts mit einer polizeilichen Vorladung als Beschuldigter oder Zeuge zu tun.

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@Antitroll1234

Achso wenn das so ist werde ich natürlich nicht hingehen. Keine Ahnung wieso man da auch hingehen sollte indem man ihnen irgendwas sagt kann man es ja nur schlechter machen.

Ja dass es wegen zu schnell fahren ohne Unfall und ohne Beweise zu einer Gerichtsverhandlung kommt denke ich weniger.

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Eine Zeugenaussage ist ein Beweis, und wenn ein Richter das für glaubwürdig hält, reicht das auch.

Es gibt zwar immer das Problem der Schätzgenauigkeit, aber man kann auch einem Laien zutrauen, dass er erkennt, wenn jemand mit z.B. über 70 durch eine Zone mit Tempo 30 brettert.

Es werden dann halt viel größere Abschläge von der Schätzung abgezogen, als das der Fall wäre, wenn ein Polizist einem nachfährt.

Ja dass kann schon sein, aber glaubst du, dass ich vor Gericht lande weil ich zu schnell war?

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tja... das ist der Nervenkitzel der Geschwindigkeit... das muss man dann abkönnen.

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@bronkhorst

Stimmt auch wieder, wobei es im Grunde ja jeder macht wenn die Straße leer ist und man gut sieht.

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Du wirst hier nichts zu befürchten haben.

Selbst wenn die Polizei durch hinterherfahren einen Geschwindigkeitsverstoß feststellt liegt die Meßlatte sehr hoch, sprich die Toleranzabzüge die zugestanden lassen nur bei hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen eine geringe nachgewiesene Geschwindigkeit zu.

Bei Überschreitungen die durch Beobachtung vom Straßenrand gemeldet werden geschieht nichts. Es hat Versuche gegeben wie präzise solche Beobachtungen sind. Selbst erfahrene Verkehrspolizisten konnten keine vernünftige Schätzung angeben.

Gut das kann ich mir denken wenn die dann der Polizei sagen dass ich "viel zu schnell" fuhr wird das wohl nicht viel bringen.

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@Zipfiberger299

Nein, das wird nicht viel bringen. allerdings solltest Du vor allem an dieser Stelle künftig vorsichtiger sein. Wenn sich derartige Anzeigen der Anwohner häufen kann es durchaus sein das dort künftig öfters mal Fotos von Autofahrern gemacht werden. Diese Fotos sind nicht nur sauteuer, sie müssen dann auch noch gekauft werden.

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@Artus01

Ja, dass ich schon klar. An dieser Stelle werde ich immer aufpassen ab jetzt. Das Risiko dass jetzt noch etwas passiert gehe ich nicht ein.

Der letzte Satz ist gut.

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@Zipfiberger299

Das kam mir gerade so in den Sinn. Habe vor zwei Wochen selbst eins für 20 Euronen gekauft. Dazu war die Bildqualtät ziemlich mies, aber ausreichend.

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Da dein Vater den Brief bekommen hat, nehme ich an, daß er der Halter des Fahrzeuges ist. Du warst Führer, aber das muss ja niemand wissen. Sprich mit deinem Vater.

Wenn also eine Anhörung bei der Polizei erfolgt, sagt er, daß er dort gar nicht war. Bestenfalls bringt er einen Beweis. Eine Arbeitsbescheinigung zum Beispiel. Dann ist das Ruck-Zuck vom Tisch.

Andernfalls kann es schon zu einem Verwarn- oder Bußgeld kommen, wenn die Anzahl der Zeugen ausreicht. Da man aber keine Messungen und/oder bildgebende Beweise hat, wird es in den meisten Fällen eingestellt.

Kommt die Anzeige von einem Beamten der Polizei oder Beamten/Angestellten des Landkreises oder der Stadt, wird es schwieriger, weil die ja irgendwann mal die Hand gehoben haben, um zu beeiden, daß sie niemals falsch aussagen. Da reicht dann mitunter ein Zeuge, der deine Fahrweise beschreibt, Nummernschild und Automarke (bestenfalls noch mit Aufklebern oder so) beschreiben kann und man glaubt ihm.

Gruß S.

Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt, es kam deswegen noch kein Brief, dieser Vorfall ereignete sich ja erst gestern.

Ja, dass er nicht fuhr kann er bestätigen.

Also es haben schon ein paar gesehen, aber die mit denen ich unterwegs war traue ich nicht zu dass sie mich verraten. Und ich glaube auch nicht dass alle Leute die das sahen gegen mich aussagen, und es war soweit ich weiß kein Polizist dabei.

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du wurdest also von irgendeiner dritten person angezeigt?! 

pff, klar ich könnte auch meine nachbarn dafür verklagen, dass sie zu schnell durch meine straße fahren... beweise habe ich nicht also ist es schwachsinn

Danke, dann kann ich ja beruhigt sein.

Ich dachte mir schon dass da mangels Beweise wegen der Unschuldsvermutung nichts herauskommt.

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Ganz so schnell würde ich das nicht abtun. 

Wenn eine oder gar mehrere unbeteiligte Personen als Zeugen aussagen, ist das sehr wohl ein Beweis. 

Bei einer Schätzung müssten selbstverständlich große Abzüge für die Ungenauigkeit der Schätzung vorgenommen werden. Wenn aber der Geschwindigkeitsverstoß sehr deutlich ausfiel, wäre eine erfolgreiche Anzeige durchaus möglich. 

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Kommt auf die Situation und auch aufs Land an. Wenn sie dich in Österreich oder Frankreich rausziehen und die Ansicht vertreten, du seist zu schnell gewesen, dann zahlst du, ganz einfach. Oder wanderst halt ins Kittchen. Die Frage nach Beweismitteln fällt da auch gern mal unter "den Polizisten unverschämt/dumm kommen" und wirkt strafverschärfend.

So lange die Person keine stichfesten Beweise hat kann dir nix passieren. Wie das jetzt allerdings mit Zeugenaussagen is (also ob eine Zeugenaussage Dritter oder vierter Personen als Beweismaterial gilt) weiß ich nicht.

Was genau sind vierte Personen?

Meinst du damit jetzt wenn es mehrere angebliche Zeugen gibt, oder was heißt das?

Aber da kann man dann ja auch überhaupt nicht sagen wie schnell ich fuhr wen jetzt einer sagt 10km/h zu schnell ein anderer 20km/h zu schnell wie ist das dann?

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Wenn jetzt 20 Leute auf der Straße stehen und dir dabei zusehen wie du mit 80 durch die Straße fährst, und wenn diese 20 Personen dann gemeinsam Aussagen dass du zu schnell warst

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@Zipfiberger299

Die Anzahl der Personen ist hier nicht so entscheidend. Viel gravierender ist die Frage, um wieviel du tatsächlich zu schnell warst. 

Warst du bei Tempo 50 mit 60 unterwegs, wird anhand dieser Schätzung nichts rüberkommen. 

Warst du aber in der 30er Zone mit 100 unterwegs, kannst du auch ohne amtliche Messung den Lappen abgeben. 

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Ja sowas mein ich. Im Normalfall reichts schon wenn zwei Leute gegen dich Aussagen aber da es hier um spezifische Geschwindigkeiten geht war ich mir da nicht so sicher.

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