Kann man Schüler aufgrund des Fehlverhaltens der Eltern von einer Klassenreisen ausschließen?

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4 Antworten

An und für sich sollte es keine Sippenhaftung geben, sollte aber die Äußerung direkt mit dem für die Klassenfahrt vorgesehen Lehrer zu tun haben ist eine Ablehnung der Verantwortung wohl verständlich. Es gibt wohl kaum einen Lehrer der von den Eltern abgelehnt wird, der sich dann noch diese Verantwortung aufbürden lässt. Vielleicht hilft noch ein sachliches Gespräch mit dem Klassenlehrer ohne weitere Kritik.

Prinzipiell nein, aber das hängt davon ab was nun genau vorgefallen ist.

So kann es z.B. bei Meinungsverschiedenheiten dazu führen, dass die Lehrer die Verantwortung die eine Klassenfahrt mit sich bringt für einzelne Kinder ablehnen. Dies ist soweit in Ordung, da die Lehrer im Vorfeld nicht verpflichtet sind bei zu erwartenden Problemfällen die Verantwortung auch nur zeitweise zu übernehmen.

Aber es hängt davon ab was vorgefallen ist.

Elisa0303 07.06.2014, 13:05

Hm, meine Tochter ist in der fünften Klasse und hat ein paar mal gelogen. Dies hat die Lehrerin überbewertet und uns als Eltern mit dafür verantwortlich gemacht. Ich finde, dass das Lügen durchaus normal für das Alter ist. Bei dem Elternabend ging es auch darum, dass wir Eltern den Kindern bei den Hausaufgaben helfen sollen. Das wird ja immer besser, müssen wir jetzt die Arbeit dieser unfähigen Lehrer machen?

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Kraven 07.06.2014, 14:01
@Elisa0303

Wieso ist es nicht zu erwarten, dass Eltern bei den Hausaufgaben helfen? Wenn ein Kind im Unterricht nicht komplett verstanden hat, wie etwas funktioniert, kann es fragen. ist es jedoch zu schüchtern dafür oder hat Angst ausgelacht zu werden, sollten sich die Eltern schon so offen zeigen und Hilfe anbieten. Und ja, Wenn ein Kind in der 5. Klasse mehrfach lügt ist das durchaus auch teilweise Schuld der Eltern.

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Elisa0303 08.06.2014, 07:54
@Kraven

Meine Tochter ist gar nicht dumm, bekommt aber nur vieren und fünfen auf dem Zeugnis. Aber ich bräuchte ne verwertbare Antwort, damit ich den Lehrern zeigen kann, wo der Hammer hängt. Dürfen die meine Tochter also wirklich ausschließen? Mal sehen, was der Schulrat davon hält.

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bcords 08.06.2014, 16:11
@Elisa0303

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Beim Lügen kommt es auch ein bisschen auf die Situation an in der gelogen wurde. Allerdings sollte man seinem Kind schon klar und bewusst gemacht haben, dass Lügen falsch ist.

Die Aufgabe der Lehrer in einer Schule ist nicht die Erziehung der Kinder, sondern das Vermitteln von Wissen, bzw. die Lehrer sollen die Basis schaffen, damit sich das Kind ggf. Wissen selbst aneignen kann. Daher werden in den Schulen i.d.R. auch Hausaufgaben aufgegeben, damit das Kind den Schustoff nacharbeitet. Von den Eltern wird selbst verständlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten erwartet, das Sie das Kind dabei unterstützen.

Einen Lehrer oder Lehrerin als unfähig hinzustellen, weil das eigene Kind in der Schule ggf. nicht mitkommt ist schon ziemlich blauäugig. Der Lehrer muss dabei immer den gesamten Klassenverband berücksichtigen, und hat in jedem Schuljahr ein gewisses Pensum zu vermitteln. Auf einzelne Schüler dabei einzugehen ist nur schwer bzw. kaum möglich. Zur Beurteilung der Lehrer wird dabei auch von seiten der Schulleitung die Gesamtleistung der Schüler eines Lehrers herangezogen und nicht ein einzelner.

Das mag sich vielleicht hart und ungerecht anhören, spiegelt aber die Praxis wieder. Wenn ihr der Meinung seid, das euer Kind ungerecht in der Schule behandelt wird, dann beschwert euch oder versucht es an einer anderen Schule, falls ihr mit den Lehrern als Eltern nicht zusammenarbeiten könnt bzw. wollt. Aber kümmert euch auch um eure Tochter, sprecht mit ihr und überlegt euch wie die Defizite behoben werden können.

Ich muss leider oftmals erleben, dass die Eltern zu viel von ihren Kindern erwarten und ihnen zu viele Verpflichtungen aufdrücken. Ein Kind braucht Freiräume um sich zu entfalten und nicht wie von einigen Eltern gewünscht (2 Sportvereine, 1 Musikinstrument und ggf. noch die Pfandfindergruppe)

Wenn du vor dem Schulrat argumentieren willst, solltest du dir die Begründung für den Ausschluß genau ansehen und versuchen diese zu Entkräften. Gegenanschuldigungen bringen rein gar nichts.

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Die Lehrer wissen schon zu trennen zwischen Eltern und Kindern. Doch sie sind auch nur Menschen. Wenn sie die Nase voll haben, dann werden sie sich was einfallen lassen. Wenn das Kind nicht nach der Mutter geraten ist und ansonsten den Klassenfrieden nicht stört, werden die Lehrer es das Kind nicht unmittelbar spüren lassen - eher indirekt oder unterbewußt.

Ich habe aber auch schon Lehrer erlebt, die eine Schlusstrich gezogen haben, indem sie das Kind aus dem Spiel genommen haben. Sie sitzen halt am längeren Arm.

Gut ist auf jeden Fall, dass Entscheidungen wie Klassenreise nicht nur von einer Person entschieden werden. Nur wenn dann alles sauer sind....

Hoffentlich lernen die Eltern des Kindes etwas daraus .

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