Kann man Sauerampfer, Löwenzahn und Brennnesseln als Gemüse kochen, oder ist das heutzutage zu stark belastet?

17 Antworten

Wenn die Wiese nicht gerade an einer Straße liegt, kannst Du das jederzeit essen. Wobei Brennesseln ehr was im Frühjahr sind, wenn sie ganz jung und zart sind. Du kannst auch Giersch, Gänseblümchen, Spitz- und Breitwegerich, Gundermann und viele andere Wildkräuter essen bzw. mit ins Gemüse oder Salat geben. Schmeckt gut, ist gesund und kostet kein Geld... Es gibt da viele Wildkräuterbücher oder bestimmt auch eine App, die Dir da weiterhelfen.


Wenn du solche Standorte findest, schau dich erst mal gründlich um, ob da keine Hunde hingeführt werden.
Auf privaten Äckern und deren Rändern würde ich das auch nicht holen, weil man nie weiß, welche Pflanzenschutzmittel da gerade ausgebracht wurden

An Pferdeweiden oder Viehweiden (ohne Weidetiere) würde ich mich schon eher herantrauen, weil man da zum Schutz der Tiere mit Herbiziden nur sehr eingeschränkt arbeiten kann.

Umweltbelastung durch Lufteintrag dürfte bei uns inzwischen kein Problem mehr sein.

Grundsätzlich hat man bei der Ernte von Wildpflanzen und Wildfrüchten in Bodennähe auch die Gefahr des Fuchsbandwurms - vor allen Dingen in Waldnähe. Aber Füchse dringen ja auch immer mehr in Siedlungsnähe vor. Fuchsbandwurmeier kann man durch Kochen zerstören.

Ungekocht (mindestens 60° C) würde ich Wildgemüse nicht essen.



Intessant, aber wer garantiert, dass in Gemüseplantagen kein Fuchs sein Unwesen getrieben hat?

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@Madmoisele

Niemand. Die Wahrscheinlichkeit ist nur geringer. Gemüseplantagen sind kein attraktives Jagdrevier für Füchse.

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@Blumenacker

Vielleicht, weil dort -vielleicht-  das sogenannte Ungeziefer, wie Mäuse, auf nicht von Gott vorgesehene Weise um die Ecke gebracht wird mit weissem Pulver etc. Prost Mahlzeit.

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@Madmoisele

Gemüseplantagen sind Äcker, bei denen der Boden jedes Jahr viel bewegt wird. Soviel Bodenbearbeitung und Unruhe im Boden vertragen Mäuse schlecht, deswegen leben sie eher dort, wo es mehrjährige Kulturen gibt und wo man den Boden nicht oder kaum bearbeiten kann: in Obstanlagen, Wiesen, Weiden oder verwilderten Grundstücken.

P.S: Was für weißes Pulver?

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Wenn Du Studentin bist (ca. 20), muss Deine Oma (ca. 70) zu Beginn der Industrialisierung (50er/60er Jahre) eine junge Erwachsene gewesen sein.

Damals war die Natur wesentlich stärker belastet, da kaum eine Fabrik Abluftfilter hatte. Hat damals auch kein Mensch drüber nachgedacht. Es wurde mit Asbest gearbeitet, es gab keine Obergrenzen für Schadstoffe in Lebensmittel.

Sie hat es überlebt. Also wenn Du willst, dann mache es.

Ich würde mir lieber einen Job suchen. Also Nebenjob. :)

Job hab ich bereits, aber ich darf nicht mehr als 450 Euro verdienen, sonst wird mir mein Bafög gestrichen. Und ohne Bafög geht gar nichts. Meine Omi ist übrigens schon 85. Ich habe alte Eltern.

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