Kann man Religion die Schuld am Übel der Welt geben?

32 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Frage muss mit einem klaren JA beantwortet werden.

In der Vergangenheit gab es viele Unerfreulichkeiten weil Menschen die Religion für ihre Zwecke instrumentalisiert haben.

Jetzt in der Neuzeit hat sich das alles schon gebessert, und wir haben neben einigen Sekten nur noch eine Weltreligion die sich unerfreulich zeigt.

Die Frage kann man garnicht mit einem "JA" beantworten, genauso wie Adolf Hitler die ganze Schuld den Juden damals gab? Genausowenig wie "Der Jude ist am Kriege schuld" ist jetzt "Der Muslime am Kriege schuld"

Wer hat Al-Qaida aufgebaut und bewaffnet um die Russen in der 80ern aus Afghanistan zu treiben ohne selber anzugreifen und den 3. Weltkrieg auszulösen? -> Nicht der Islam, sondern die NATO

Wer hat die ISIS aufgebaut und bewaffnet um Assad im "arabischen Frühling" zu beseitigen nach dem Motto "der Feind meines Feindes ist mein freund"? -> Nicht der Islam, sondern die NATO

Jetzt kann man den Übel der Welt aufzählen und sich mal die Frage stellen, was davon kommt vom islam?

  • Inquisitionen und Kreuzzüge
  • 30-jähriger Krieg
  • der Völkermord an den Indianern
  • die Kolonialisierung von Afrika und Versklawung der Schwarzen in die "neue Welt" (bis zum Sezessionskrieg und diesen mit eingeschlossen)
  • der Völkermord an den Juden und der Holocaust
  • die 2 Weltkriege
  • die Atombombe in Hiroshima und Nagasaki
  • das Desaster Vietnam/Korea-Krieg ("Napalm")
  • die Golfkriege
  • Guantanamo
  • 9/11 und ISIS (siehe oben)
  • Kapitalismus
  • Imperialismus
  • Korruption durch Diktatoren (okay, davon Islam schon ganze 6%)
  • Superarme durch Superreiche (Ungerech verteilte Welt-Güter)
  • Raubbau an der Natur

Es gibt sogar eine offizielle Statistik - kurz und knapp - über das "übel der Welt", und das jetzt NUR im 20.Jahrhundert, ohne die ganzen Massakern in den ersten 4 genannten Punkten:

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/c2/30/a7/c230a74d2dd38c5b080060483697b195.jpg

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@PascalMondkind

632 n.Chr. (467 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Tod Mohammeds. Zum Zeitpunkt des Todes Mohammeds war der Islam durch Kriegszüge über weite Teile der Arabischen Halbinsel verbreitet worden. Diese Kriegszüge wurden nach seinem Tode fortgesetzt und verwandelten den gesamten Mittelmeerraum für Jahrhunderte in einen Schauplatz permanenter Kriege.

633 n.Chr. (466 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge) Muslimische Araber unter der Führung von Khalid ibn al-Walid attackieren und erobern die Festung Al-Hirah. Schlacht von Zumail, das islamische Heer schlachtet die komplette Armee der arabischen Christen ab.

634 n.Chr. (465 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge)Überfall auf Caesarea (Gasa), ca. 4’000 christliche, jüdische und samaritanische Bauern sollen ermordet worden sein.

635 n.Chr. (464 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Ein muslimisches Heer erobert das zum christlichen byzantinischen Reich gehörende Damaskus, die Hauptstadt des christlichen Syriens. Sofort beginnt die Zwangsislamisierung. Das bedeutet: Nichtmuslime müssen eine Kopfsteuer zahlen und sind praktisch aller Rechte und Schutzes beraubt. Nur wer kollaboriert (konvertiert) wird verschont.

636 n.Chr. (463 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Schlacht am Jarmuk (heutiges Jordanien): Das christliche byzantinische Heer wird von den Muslimen geschlagen. Ende der christliche Herrschaft in Syrien und Palästina.

Schlacht von Kadesia. Eroberung Mesopotamiens samt der sassanidischen Hauptstadt Ktesiphon. Sofort nach dem Gewaltsieg beginnen ausgedehnte Plünderungen. Khalif Umar ließ bei der Eroberung als Maßnahme der Zwangsislamisierung die große Bibliothek von Madâin (vergleichbar der Bibliothek zu Alexandria) verbrennen, und auch später noch suchte der mohammedanische Fanatismus alle antiken Schriften zu vernichten, wo er ihrer nur habhaft wurde.

637 n.Chr. (462 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Ein muslimisches Heer erobert das zum christlichen byzantinischen Reich gehörende Jerusalem. Sofort beginnt die Zwangsislamisierung. Kirchen und Synagogen werden ausgeraubt oder geschleift, männliche Einwohner getötet, Frauen und Kinder vergewaltigt und versklavt. Priester werden zum Teil gekreuzigt.

Muslimische Truppen erobern und zerstören die Stadt Ktesiphon. Ktesiphon liegt ca. 35 km südöstlich von Bagdad und war vor dem Einfall des Islam der Sitz der christlichen Kirche Persiens.

639 n.Chr. (460 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Ausrottung der nichtmuslimischen Gemeinden Al-Bahnsa, Faiyum, Abwait und Nikiu in Ägypten.

640 n.Chr. (459 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Eroberung und Brandschatzung Kairos. Fast die gesamte männliche Einwohnerschaft wird niedergemetzelt, Frauen und Kinder vergewaltigt und versklavt. Die antike Bibliothek von Kairo geht in Flammen auf. Die Zwangsislamisierung beginnt umgehend.

641 n.Chr. (458 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Die Festung Pelusium wird eingenommen. Das Militärlager Babylon wird vernichtet.

642 n.Chr. (457 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Sieg über die Perser bei Nehawend. Entscheidungsschlacht bei Hamadan (Ekbetana) gegen das Sassanidenreich. Große Teile des heutigen Iran fallen in die Hand der muslimischen Eroberer. Das prachtvolle Ekbetana, die vermutlich älteste Stadt der Welt, wird fast vollständig zerstört. Unwiederbringliche Kunst- und Kulturschätze gehen verloren. Sofort beginnen ausgedehnte Strafaktionen, Plünderungen, Versklavungen und Zwangsislamisierung, die erst um das Jahr 900 abgeschlossen sind. Eroberung der Stadt Dvi. Die Bevölkerung wurde komplett vernichtet.

Ein muslimisches Heer erobert und zerstört das christlich-byzantinische Alexandria, die Hauptstadt des christlichen Ägyptens. Stadt und Land geraten unter den Furor der Eroberer. Schon in den ersten Monaten werden Hunderttausende Christen ermordet, Millionen versklavt. In einem beispiellosen Feuersturm vernichten die Eroberer nicht nur die ältesten christlichen Zeugnisse sondern auch alles, was das antike Rom und Ägypten errichteten. Die Bibliothek von Alexandria, Juwel der antiken Welt (restauriert nach dem versehentlichen Brand während der römischen Expansion) wird nun systematisch und gewollt vernichtet. Mehr als 4000 Jahre geschriebener Geschichte, früher Wissenschaft und Poesie gehen in Flammen auf. Eine islamische Invasionswelle erreicht auch das heutige Libyen, die byzanthinische Stadt Pentapolis wird erobert.

643 n.Chr. (456 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Tripolis wird zerstört.

645 n.Chr. (454 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Ein muslimisches Heer erobert das christliche Barka in Nordafrika (Lybien) und vernichtet die uralte griechisch-römische Stadt vollständig. Die Einwohner gehen geschlossen in die Sklaverei.

649 n.Chr. (450 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Istachr, Die Residenz der Sassaniden, wird zerstört.

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@1988Ritter

650 n.Chr. (449 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Die letzten Gebiete des Königreichs Armenien werden überrannt, geplündert und zwangsislamisiert.

652 n.Chr. (447 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Ein Angriff moslemischer Piraten (Korsaren) auf die Insel Sizilien wird zurückgeschlagen. Die Küstendörfer aber liegen in Ruinen. Viele Einwohner sind tot oder wurden versklavt.

653 n.Chr. (446 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Nach einem Aufruhr der Zoroastrier im religiösen Zentrum Estakhr werden ca. 40’000 Menschen von den muslimischen Truppen abgeschlachtet.

667 n.Chr. (432 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Weitere Angriffe moslemischer Piraten (Korsaren) auf die Insel Sizilien sind an der Tagesordnung, werden aber zurückgeschlagen. Küstendörfer und Kirchen müssen mehr und mehr befestigt werden. Trotzdem werden immer wieder Einwohner verschleppt.

670 n.Chr. (429 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Muslimische Truppen überfallen die Halbinsel Kyzikos.

673 n.Chr. (428 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Eroberung von Rhodos durch ein muslimisches Heer.

674 n.Chr. (425 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Ein muslimischer Angriff auf Konstantinopel (Hauptstadt des christlichen byzantinischen Reiches und Sitz des christlichen Kaisers) wird abgewehrt.

700 n.Chr. (399 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Die italienische Insel Pantelleria wird von Moslem erobert und die Einwohnerschaft versklavt. Die Insel entwickelt sich zu einem moslemischen Piratennest.

703 n.Chr. (396 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Angriff auf Syrakus.

708 n.Chr. (391 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Der muslimische Feldzug zur Eroberung des christlichen Nordafrikas erreicht die Atlantikküste. Auf seinem Vormarsch wurden sämtliche Städte und Siedlungen Nordafrikas geplündert und niedergebrannt. Mehr als 50% aller Einwohner Nordafrikas sind am Ende des Feldzuges tot. Millionen werden vergewaltigt, gefoltert und versklavt.

708 n.Chr. (391 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Sizilien wird kurzfristig von Muslimen erobert kann jedoch unter schwersten Verlusten und Verwüstungen entsetzt werden.

710 n.Chr. (389 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Mit der Eroberung der letzten christlichen Stadt Nordafrikas ist das gesamte ehemals christliche Nordafrika islamisiert. Fast alle der 400 christlichen Bistümer in Nordafrika gehen unter. Nordafrika war eine einstmals blühende christliche Welt, die bedeutende Theologen des christlichen Altertums hervorgebracht hat: Tertullian, Cyprian, Athanasius, Augustinus.

711 n.Chr. (388 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Muslimische Heere überschreiten die Meerenge von Gibraltar und fallen in Europa ein. Beginn der Eroberung der iberischen Halbinsel (heute Spanien und Portugal). Sofort beginnt die grundlegende Zwangsislamisierung der eroberten Gebiete. Die Kopfsteuern sind höher und die Leibstrafen härter als sonstwo unter dem eisernen Stiefel des Islam.

► dhimmitude und Schutzgelderpressung

711 n.Chr. (388 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Qutaiba ibn Muslim beginnt im Auftrag der arabischen Umayyaden Herrscher von Chorasan aus die Unterwerfung von Transoxanien. Er erobert die bedeutenden Städte Samarkand und Buchara welche restlos geplündert und beinahe entvölkert werden. Die Überlebenden enden in der Sklaverei oder werden zwangsislamisiert. Auch Choresmien und das Ferghanatal werden unterworfen.

711 n.Chr. (388 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Entweihung der auf dem Tempelberg befindlichen Basilika Santa Maria zur al-Aqsa-Moschee (die „entfernteste“) durch Abd el-Wahd. Heute gilt diese Moschee als drittwichtigste im Islam, weil Muhammad dort auf seiner „himmlischen Reise“ gebetet habe, obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon 79 Jahre in Medina begraben war. Diese prächtige Kirche war einst von Kaiser Justinian (527-565) erbaut worden. Für den Islam bedeutet die Umwandlung einer berühmten Kirche zugleich immer auch Sieg über das Christentum. Und Legendenbildungen sind in dieser Ideologie wichtiger als historische Tatsachen.

712 n.Chr. (387 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Die Eroberung Südspaniens ist abgeschlossen. Die nordafrikanischen Sklavenmärkte bersten über von europäischen Sklaven.

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@1988Ritter

713 n.Chr. (386 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Die Araber erobern Barcelona, überschreiten die Pyrenäen und beginnen mit der Eroberung Südfrankreichs. Rund neunzig Jahre nach Mohammeds Tod stehen muslimische Heere (nicht etwa muslimische Missionare!) im christlichen Reich der Franken (heute: Frankreich).

717 n.Chr. (382 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Nachdem ein arabisches Heer die byzantinische Armee in Kleinasien geschlagen hat, überschreitet Maslama, der Bruder des Omajjaden-Kalifen Suleiman, die Dardanellen und belagert Konstantinopel (Hauptstadt des christlichen byzantinischen Reiches und Sitz des christlichen Kaisers) mit einer 180’000 Mann starken Armee. Nur mit Hilfe des griechischen Feuers konnten die Byzantiner dem ersten Ansturm, der von 1800 arabischen Schiffen unterstützt wurde, widerstehen.

Konstantinopel (heute: Istanbul) wurde von Griechen um 660 v.Chr. als Byzantion gegründet und 326 n.Chr. in Konstantinopel umbenannt. In der Spätantike und im Mittelalter war Konstantinopel die Hauptstadt des Oströmischen Reichs. Militärisch galt Konstantinopel lange Zeit als uneinnehmbar und wurde als die stärkste Festung der Welt betrachtet. Die Araber belagerten Konstantinopel insgesamt drei Mal: von 668 n.Chr. bis 669 n.Chr., von 674 n.Chr. bis 678 n.Chr. und schließlich von 717 n.Chr. bis 718 n.Chr. Alle drei Belagerungen scheiterten. Vor allem die letzte Belagerung war für die muslimischen Angreifer verheerend, da die arabische Flotte, fast 1.800 Schiffe, nahezu vollständig zerstört wurde. Die Seeherrschaft im Mittelmeer war damit beendet. Historiker gehen davon aus, daß 130’000 bis 170’000 Araber bei der Belagerung ihr Leben verloren. Von diesem Rückschlag konnten sich die Araber jahrzehntelang nicht erholen. Die islamische Expansion in Richtung Europa wurde durch die erfolgreiche Verteidigung Konstantinopels aufgehalten und war daher von außerordentlich wichtiger geschichtlicher Bedeutung. Es wird vermutet, daß im Falle des Sieges der arabischen Angreifer der Weg des Islam ins Herz des christlichen Europas frei gewesen wäre.

Vollkommen unverhofft für Kaiser Leo III. kommt (der bulgarische): Khan Tervel mit 30’000 Panzerreitern den Byzantinern zur Hilfe. Die Araber stellen sich den Bulgaren jedoch nicht zum offenen Kampf.

718 n.Chr. (381 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Nachdem die Araber nun ihrerseits zu Belagerten der Bulgaren geworden sind, und vom Nachschub abgeschnitten, infolge des harten Winters, Hunger und Epidemien bereits angeschlagen waren, stellen sie sich den Bulgaren schließlich doch zur Schlacht. und werden in kurzer Zeit niedergemacht.

Die vereinten bulgarisch-byzantinische Truppen, zu denen auch Kontingente der Khasaren, Armenier und andere Kaukasier gehören, schlagen die Araber schließlich aus Europa bis an die Reichsgrenzen in Kleinasien zurück. Auf dem Rückzug des islamischen Heeres werden die Ländereien östlich des Bosporus dem Erdboden gleichgemacht, die Einwohner in die Sklaverei verschleppt.

Durch diesen Sieg wurde die Ausbreitung des Islams an der Ostgrenze Kleinasiens für die nächsten 6 Jahrhunderte gestoppt.

Dem Sieg Khan Tervels kommt ähnliche Bedeutung zu, wie Karl Martells Sieg bei Tours & Potiers 14 Jahre später. Während dem fränkische Hausmeier und seinen 7’000 Kämpfern lediglich 6’000 Araber gegenüberstehen sollten, hatte es Khan Tervel, als Herrscher seines noch nicht einmal christianisierten Reiches mit 180’000 Gegnern zu tun. Zum Dank für die Rettung von Byzanz wird Khan Tervel von Kaiser Justinian II. der Titel „Kessar“ verliehen.

Mit dem einzigartigen Felsenrelief des “Reiters von Madara“ wurde Khan Tervel ein Denkmal gesetzt (heute UNESCO Weltkulturerbe).

720 n.Chr. (379 Jahre vor Beginn der Kreuzzüge): Die Muslime erobern in Südfrankreich Narbonne und belagern Toulouse. Der Feldzug dient weniger der Zwangsislamisierung als dem Raub und der Beschaffung von Sklaven.

720 n.Chr. (379 Jahre vor Beginn der Kreuzzüge): Erneuter Landungsversuch moslemischer Truppen auf Sizilien bei dem es zu ausgedehnten Gefechten und Verwüstungen kommt.

725 n.Chr. (374 Jahre vor Beginn der Kreuzzüge): Plünderung von Autun.

731 n.Chr. (368 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Plündernd brechen islamische Heere in Südfrankreich durch. Von Dijon bis Sens nahe der Loire, sowie Langres und Luxeuil fällt ihnen faktisch ganz Frankreich südlich der Loire in die Hände.

732 n.Chr. (367 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Abwehrschlacht bei Tours und Poitiers. Sieg der europäischen Heere über die muslimischen Heere. Die Muslime werden hinter die Pyrenäen zurückgeworfen, verwüsteten und plündern auf dem Rückzug noch das Umland und können Tausende Gefangene in die Sklaverei führen. Sie behalten aber weite Teile der iberischen Halbinsel (heute Spanien und Portugal) in ihrem Besitz.

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@PascalMondkind

Wusstest du übrigens, dass Adolf Hitler den Holocaust religiös begründet hatte? Weil es ja Juden waren, die Jesus gekreuzigt hatten.

Das war nicht Hitler. Der hat höchstens (vor allen um 33) den Christen gespielt, aber intern hat er keinen Zweifel daran gelassen, dass er das Christentum ausrotten will.

Zunächst waren aber die Juden dran.

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@1988Ritter

1988 Ritter

zur Geschichte des Islam gehört aber auch Timur Lenk, dieser Mann wird irgendwie in europäischen Geschichtsbücher vergessen. Dabei ist er wohl der größte Schlächter des Mittelalters, der heute noch in seiner Heimat Usbekistan als Held verehrt wird.

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@helmutwk

intern hat er keinen Zweifel daran gelassen, dass er das Christentum ausrotten will.

Quelle bitte! 

Er hat sich im Gegenteil in seinem Machwerk sogar als Fortsetzer der Mission Jesu bezeichnet! Und "zunächst" waren die Juden deswegen dran, weil diese zu jener Zeit in vielen Staaten, auch in Deutschland, Machtpositionen v.a. in der Wirtschaft und im Finanzwesen innehatten. Was natürlich dem Gröfaz und seinen "christlichen" Geldgebern verdammt gegen den Strich ging! 

Und wer bei der Aufzählung der faschistischen Opfer von "zunächst" nur den Juden spricht, hat so einige andere Volksgruppen schwer vergessen bzw. ignoriert sie einfach (Sinti und Roma, Kommunisten, progressive Sozialdemokraten, "renitente" Kleriker, u. a.)

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@Karl37

@Karl37:

Timur Lenk (alias Tamerlan) war zwar Muslim, aber seine Grausamkeit hat er wohl bei Dschingis Khan abgeschaut, den würd ich nicht benutzen wollen, um den Islam zu beurteilen.

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@reisswolfneu

Quelle bitte!

Das ist doch allgemein bekannt, das ändern auch ein paar Progragandaphrasen in "mein Kampf" nichts.

Am deutlichsten bei Rauschning zu erkennen, der allerdings auch Äußerungen anderer Nazis in seien "Gespräche mit Hitler" gemischt hat.

Und wer bei der Aufzählung der faschistischen Opfer von "zunächst" nur den Juden spricht, hat so einige andere Volksgruppen schwer vergessen

Nein, es ging darum, dass nach den Juden die Christen drangewesen wären.

Aber jetzt noch ein paar Belege:

„Der Führer hat heute eindeutig entschieden, daß in den neuen Siedlungen, wie z.B. Linz, Fallersleben, bei den Hermann Göring-Werken usw. keine Bauplätze für Kirchen vorgesehen werden sollen; ich bitte Sie, von dieser Entscheidung des Führers Kenntnis zu nehmen. 9) http://www.dekanat-wob-he.de/pfarrgemeinden/wolfsburg/st-christophorus/zur-geschichte-der-pfarrei/stadt-ohne-kirchen-eine-legende.html

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@helmutwk

helmutwk

Das ist doch allgemein bekannt,

Eine "Quelle", über die heutzutage sogar die Grundschüler bloß blöde grinsen!

es ging darum, dass nach den Juden die Christen drangewesen wären.

Eine Behauptung ebenfalls ohne Quelle und nur auf einem unbelegbaren Konjunktiv aufbauend! Gemeinsam mit den Juden waren (nicht bloß phrasenhaft, sondern real) die Bolschewiken, Politkommissare, Nicht-an-den-arischen-Sendungsmythos-Glaubende und andere "Untermenschen" dran!

Die Häuptlinge der Christen (und zwar so ziemlich aller Schattierungen) haben dem Gröfaz massiv zugejubelt und ihn sogar bei echten Schweinereien unterstützt (Stichwort "Euthanasie" und "Antisemitismus"! 

Beispiel:

„Geliebte Diözesanen! Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Anmarsch des Bolschewismus von weitem gesichtet und sein Sinnen und Sorgen darauf gerichtet, diese ungeheure Gefahr von unserem deutschen Volk und dem Abendland abzuwehren. Die deutschen Bischöfe halten es für ihre Pflicht, das Oberhaupt des deutschen Reiches in diesem Abwehrkampf mit allen Mitteln zu unterstützen, die ihnen aus dem Heiligtum zur Verfügungstehen.“

(Die deutschen katholischen Bischöfe, 3.1.1937)

Aber auch Deine Glaubenskumpel haben "ihm" zugejubelt! Beispiel:

„Mit dem gesamten deutschen Volke feiert die Evangelische Kirche am 20. April in jubelnder Freude den fünfzigsten Geburtstag unseres Führers. In ihm hat Gott dem deutschen Volke einen wahren Wundermann geschenkt... In tiefer und dankbarer Ergriffenheit erlebt das deutsche Volk, erlebt in ihm auch die deutsche evangelische Christenheit noch einmal die gewaltige Größe des Geschehens, das die mit Adolf H.itler anbrechende Stunde der Deutschen in sich fasst: Die Aufrüttelung aller völkischen Kräfte zu kampfes- und todesfreudigem Einsatz für Freiheit, Ehre und Macht des Vaterlandes ... Dass die Ausmerzung alles wesensfremden Einflusses auf die geistige, sittliche und künstlerische Kultur unseres Volkes begleitet sei von einer immer tieferen Erschließung der Quellen, aus denen unser Volk geboren und seine Geschichte gespeist ist ...das sei unser Begehren, unser Wille, unser Gelübde zum fünfzigsten Geburtstag des Führers.“

(Deutsche Evangelische Kirche, 14.4.1939)

Werden dazu weitere echte Quellen" gewünscht? Kein Problem - kannst Du seitenweise haben!

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@reisswolfneu

Eine "Quelle", über die heutzutage sogar die Grundschüler bloß blöde grinsen!

Klar, Unwissenheit und Grinsen liegt oft nahe beieinander.

Dass ich anschließend mehrere Belege verlinkt habe, hast du offenbar nicht zur Kenntnis genommen.

Gemeinsam mit den Juden waren (nicht bloß phrasenhaft, sondern real) die Bolschewiken, Politkommissare, Nicht-an-den-arischen-Sendungsmythos-Glaubende und andere "Untermenschen" dran!

Wie viele Religionen hast du da aufgezählt? Als ich Juden und Christen in einem Atemzug nannte, war dies ja deshalb, weil es erstens beides Religionen sind und zweitens das Christentum auf das Judentum aufbaut und den Juden Jesus zum Retter der Welt erklärt.

(Die deutschen katholischen Bischöfe, 3.1.1937)

Nun, gerade im Jahr 1937 wurde Mit brennender Sorge veröffentlicht. Eine Encyclica des Vatikans. Normalerweise sind die auf Latein. Diese war auf Deutsch, um unters Volk gebracht zu werden, und wurde auf allen katholischen Kanzeln Deutschlands verlesen

(Deutsche Evangelische Kirche, 14.4.1939)

Ein Organ der DC. Beschäftige dich mal mit der BK:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bekennende_Kirche

Und ich habe oben zwei Vorträge eines Zeitzeugens von damals verlinkt, ein evangelischer Pfarrer, der damals mehrfach im Gefängnis war, und dann von der Kanzlei Heinemann (der auch mit der BK verbunden war) vertreten wurde. Und noch ein paar andere Sachen.

Nicht verlinkt, weil ich es nur auf Papier gesehen habe, sind solche Sachen wie die Todesliste von Hülben (eine Angabe, wer nach dem Endsieg in diesem Dorf zu liquidieren ist): als erstes stand da Frau Busch, die damals schon über 80-jährige Mutter von Wilhelm Busch, stramme Pietistin. Die war zu fromm, um nach dem Endsieg weiterleben zu dürfen.

Ich könnte auch noch was aus meiner Familiengeschichte erzählen ...

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@helmutwk

Oh, da ich mehrfach unterbrochen wurde, hab ich den Faden verloren:

Zwei wichtige Nachträge:

Erstens hast du insoweit Recht, dass die meisten Christen während des dritten Reichs versagt haben, und eben nicht nur die "getauften Heiden", die auch damals die Mehrheit der Kirchenmitglieder stellten. Auch in der BK gab es Leute die zwar klar Front gegen die DC machten, aber sich nicht deutlich genug gegen die Nazis abgrenzten und den "Führer" positiv sahen.

Zweitens hast du das Thema verschoben. Denn selbst wenn sämtliche Christen damals pro Hitler gewesen wären, beweist das doch nur, dass sie Hitler & Co. auf den Leim gegangen sind. Die Frage, um die es in meinem Beitrag gestern ging, war aber nicht, ob die Christen pro Hitler waren, sondern ob Hitler Christ war. Und das war er nicht.

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Hallo Ritter, das ist ja eine schöne Zusammenfassung! Vielen Dank! Hast du die selbst verfasst oder kannst du evtl. noch die Quellenangaben nennen?

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@Skeletor

Man nennt das auch den 100-Jährigen Arabischen Krieg von 632-732 unserer Zeitrechnung. Es war der Islam, der sich auf diese Art und Weise gewalttätig ausbreitete. 

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In der Vergangenheit gab es viele Unerfreulichkeiten weil Menschen die Religion für ihre Zwecke instrumentalisiert haben.

Somit liegt das Problem und der Grund ja nicht bei der Religion ,sondern am Menschen der diese Missbraucht ...

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nein, ich denke schuld an Kriegen ist nicht primär die Religion, sondern die Tendenz des Menschen, Gruppen zu bilden, und sich von anderen Gruppen abzugrenzen.

Wie diese Gruppen gebildet werden, kann völlig willlkürlich sein (Oxford gegen Cambridge, blaue Gruppe gegen rote Gruppe, Bayern München gegen Borussia Dortmund), die Forschung hat gezeigt, dass Menschen trotzdem die Mitglieder der eigenen Gruppe positiver und die mitglieder der "feindlichen" Gruppe negativer bewerten.

Nun kann Religion so ein willkürlich ausgesuchtes Merkmal sein, um diese Identität zu bilden, aber sie muss es nicht.

Das siehst du daran, dass sich Angehörige derselben Religion im Laufe der Geschichte mehr gegenseitig umgebracht haben, als dass sie angehörige anderer Religionen umgebracht haben. In der Gegenwart bringen fanatische Moslems wesentlich mehr Moslems um als Angehörige anderer religionen,und wahrscheinlich bringen auch Christen mehr Christen um als Angehörige anderer Religionen. Auch im Laufe der Geschichte war es so, dass eher Nachbarn, die grundsätzlich derselben Religion angehörten, gegeneinander Krieg geführt haben (z.B. Franzosen und Deutsche, Franzosen und Spanier, Franzosen und Engländer, Engländer und Spanier, Engländer und Schotten, deutsche und Österreicher, Brasilianer und Argentinier, etc, etc) als z.B. Christen gegen Moslems.

Dass die Angehörigen einer anderen Religion Feinde sein sollen ist nur Propaganda, die poltisch genutzt wird, wenn es den Kriegsführern gerade in den Kram passt. Und der Umkehrschluss, dass angehörige derselben Religion einander angeblich heiss lieben sollen und in Frieden miteinander leben sollen, entsprach eigentlich nie der Realität.

Nein, natürlich nicht. Wir Menschen brauchen keine Religion, um uns zu bekriegen. Es reicht, wenn wir unterschiedlich sind, oder einfach unterschiedliche Meinungen haben.

Die Leute kloppen sich schon, weil die einen zu Schalke halten und die anderen zum BVB. Rassismus gibt es auch ganz religionsunabhängig. Und in den meisten Kriegen geht es schlichtweg um Macht und Ressourcen.

Die Einen halten zu Schalke und die Anderen zu Dortmund und kloppen sich deswegen. Die Einen halten zum Christentum und die Anderen zum Islam und kloppen sich deswegen. Du erkennst die Parallelen, oder?

2. Wer soll den Rassismus erfunden haben? Wo soll er seine Ursprünge haben, wenn nicht in der Religion?

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@PascalMondkind

In der Andersartigkeit, in der fremden Sprache, in der Kultur. Glaubst du, irgend ein Nazi mag plötzlich Türken und Afrikaner, wenn die Christen sind? Hat es religiöse Gründe, wenn in der Schulklasse Dicke, Stotterer, Unterschichtler oder Rothaarige gedisst werden?

Wieso stellst du eigentlich oben die Frage, und verteidigst hier eine anscheinend stark gefestigte Meinung? Bist du ein bißchen tendenziös?

Und was soll der Quatsch: Rassismus erfinden? Muss man sowas erfinden?

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Klar wurde Rassismus erfunden. Schau dir kleine Kinder an und sage mir, wo die rassistisch sind. Natürlich hat es keine religiösen Gründe, wenn jemand verspottet wird. Da die Religion an sich aber Klassen schafft in wir sind die Guten und die Anderen die Bösen nur weil sie anders sind, sind natürlich Parallelen gegeben. Ein Klassenzimmer ist nichts anderes, als ein Spiegel unserer Gesellschaft.

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@PascalMondkind

Schau dir kleine Kinder an und sage mir, wo die rassistisch sind.

Ja, das gibt es. Fremdeln vor dem andersartigen, Ablehnung dessen, der aus der Reihe fällt, verspotten der Schwachen - kannst du alles schon bei Kindern beobachten. Oft zum Entsetzen der Eltern, die dagegensteuern.

Gut, der klassische Rassismus (anhand der Hautfarbe) dürfte nur eine von vielen derartiger Erscheinungen sein, also relativ selten sein (schließlich sind nicht auch alle Kinder so wie oben skizziert). Aber um zu erklären wie er aufkam, da brauche ich keine Religion. In Indien ist er wohl entstanden, als die hellhäutigen Arrier die dunkelhäutige Bevölkerung unterjochten und das Kastenwesen erfanden ...

Da die Religion an sich aber Klassen schafft in wir sind die Guten und die Anderen die Bösen nur weil sie anders sind

Das macht nicht jede Religion so. Gerade das Christentum mit der Botschaft, dass jeder Mensch Sünder ist (also der Christ auch nicht besser als der Heide) und dem Gebot, alle Menschen, sogar die Feinde, zu lieben, tut das nicht. Jedenfalls wenn sich die Leute daran halten.

Du musst also in diesem Fall die Abweichung von der Religion dafür verantwortlich machen, dass Christen so eine "wir - ihr"-Mentalität entwickelt haben. Von anderen Abweichungen vom Gebot der Nächstenliebe ganz zu schweigen.

PS: In "Arrier" müsste eigentlich ein r gestrichen werden. Nur wenn ich das mache, meckert GF. Hat natürlich mit Leuten zu tun, die ich laut GF auch nicht erwähnen darf und die die Arrier zur "Superrasse" erklärt haben (ich hoffe, diese Andeutung genügt).

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@helmutwk

helmut

Jedenfalls wenn sich die Leute daran halten.

Lass uns doch nicht bei "den Leuten", sondern zunächst bei Euch Christen damit anfangen!

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@helmutwk

helmut

"echte Christen"???

Ich bin sicher, es gibt diese hin und wieder und an einigen Orten! 

Das quantitative und qualitative Verhältnis zu den "unechten" allerdings fällt nicht zugunsten ersterer aus! 

Ein christliches Handeln mit den Worten einer Witwe zu belegen, der in dieser Situation absolut gar nichts anderes mehr übrig blieb, grenzt an Parodie und Komödie! Ich bringe Dir bedeutend mehr Beispiele "unchristlichen Handelns" von angeblichen Christen!

Beleg doch mal ein paar Handlungen "christlicher" GIs im mittleren Osten oder bei den Folterungen in Guantanamo! Oder in deren Verhalten gegenüber der dunkelhäutigen Bevölkerung in ihrem Land! Oder der idiotischen Ansagen der "christlichen" Abendlandbevölkerung rund um Pegida, Legida, Frigida!

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Ich glaube deine Frage muss ich nicht beantworten. Da du angefangen hast mich zu beleidigen, bist du der Dumme.

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@PascalMondkind

Rassismus gibt es unter gleichen Religionsgruppen, unter Atheisten, unter Analphabeten. Was soll der mit Religion zu tun haben? Fremdenhass und Fremdenangst gibt es schon immer, und damit deutlich vor jeder religiösen Schrift.

Geh mit deinen Fragen zum Psychologen. Der kann dir einerseits vielleicht diese urmenschlichen Triebe erklären. Und dann kann vielleicht auch deiner Manie mal auf den Grund gehen.

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@PascalMondkind

Ernsthaft jetzt: Erkläre mir doch mal bitte, woher der Rassismus in der Welt kommt, wenn nicht durch die Menschen von damals, die nichts anderes kannten  und solche Bibelzitate für bare Münze nahmen

Erklär du doch erst mal, woher der Rassismus der Leute in der Antike kam, die die Bibel nicht kannten. Oder meist du, die Römer hätten vor 2000 Jahren Ägypter oder Juden verachtet, weil sie das in der Bibel gelesen haben?

Und was haben diese Zitate mit Rassismus zu tun?

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Meiner Meinung nach kann man das nicht. Ich kenne mich nicht mit "fast jeder heiligen Schrift" aus, um zeilengenau festzumachen, ob und wo da ein Befehl zum Töten enthalten ist. Oft genug ist selbst das reine Auslegungssache der Rezipienten. Meines Wissens nach steht in der Bibel jedenfalls auch genug darüber, Feinde zu lieben, genügsam zu sein und anderen "die andere Wange" hinzuhalten - und ich kann leider nicht sagen, ob das nicht auch in anderen steht, denn dazu kenne ich die übrigen leider nicht gut genug. Es reicht mir aber, um zu sagen, dass es also nicht nur mit der/n Schrift/en zu tun haben kann.

Zweiter Punkt, jedoch eine philosophischere Annäherung: Wenn du sagst, Religionen seien am "Übel der Welt" schuld, dann unterstellst du ja jedem Menschen, dass er a) mindestens eine heilige Schrift gelesen haben muss und er b) genau aus diesem und keinem anderen Grund heraus Böses tut, denn wenn Religionen Schuld tragen sollen, dann müssen sie ja einen Einfluss auf den Täter ausüben können, um ihn zur Untat zu verleiten. Aber ist das so? Glaubst du wirklich, dass alle, die Böses tun, es wegen einer heiligen Schrift tun? Dass jeder korrupte Mensch, jeder Dieb und Räuber, jeder Mörder und Intrigant, jeder hungrige Langfinger und jeder Voreingenommene, der gezielt Verbrechen an "anderen" verübt, seine Motivation und Inspiration aus einer religiösen Schrift nimmt? Meiner Meinung nach gibt es andere Gründe als Religion, dass Menschen Böses tun. Und die sind sehr vielfältig.

Letzten Endes bin ich der Meinung, dass es Menschen gibt, die üble Absichten haben, und Menschen, die keine üblen Absichten haben, Menschen, die vielleicht schlimme Erfahrungen auf ihr Verhalten projizieren, und solche, die es gerade ihrer Erfahrung wegen zu vermeiden versuchen. 

Meiner Meinung nach kann man das nicht. Ich kenne mich nicht mit "fast jeder heiligen Schrift" aus, um zeilengenau festzumachen, ob und wo da ein Befehl zum Töten enthalten ist. Oft genug ist selbst das reine Auslegungssache der Rezipienten.

Hier ein paar Links mit Tötungsbefehlen. Was ist daran noch Auslegungssache?

http://bibelzitate.npage.de/kat-05.html

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@PascalMondkind

Das beantwortet mir noch immer nicht die Frage, ob es in "fast jeder" heiligen Schrift Tötungsbefehle gibt, denn selbst das sind jetzt nur zwei Werke. Die Auslegungssache wiederum bezog sich darauf, dass man zum Verständnis nicht nur die korrekte Übersetzung sondern auch den richtigen Kontext benötigt - und ich zweifle schon an der Richtigkeit der jeweiligen Übersetzung. Es gibt viele Quellen (auch im Internet zu finden, google einfach mal "falsche Auslegung" wahlweise Bibel oder Koran), die bestätigen, dass selbst das eindeutig Scheinende nicht immer ganz so eindeutig ist. Und selbst wenn die Werke, die in anderen Zeiten und während eines anderen Zeitgeistes verfasst worden sind, eindeutige Tötungsabsichten besitzen, dann bleiben wiederum zwei Fragen: 1. Werden sie auch heute noch eins zu eins so verstanden und befolgt? Denn ein Befehl ist nichtig, wenn er nicht befolgt wird und keinerlei tatsächliche Auswirkungen besitzt. 2. Und was ist mit den durchaus auch vorhandenen Stellen über Gnade und Barmherzigkeit, Trost und Nächstenliebe? Wenn man einzelne Passagen über Aufforderung zum guten Handeln aus den Texten ziehen kann und auflistet, müssten Religionen dann nicht auch für alles Gute auf der Welt verantwortlich sein?

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@PascalMondkind

Hier ein paar Links mit Tötungsbefehlen. Was ist daran noch Auslegungssache?

Im Zusammenhang gelesen sieht das meiste schon anders aus.

Insbesondere frag ich mich, ob die nicht Stellen, die Beschreiben, was Gott tut, als Aufforderungen an Glaubende interpretiert hast.

Die meisten der Bibelzitaten in deinem Link hatten jedenfalls nichts mit Töten oder Tötungsbefehlen zu tun.

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@Kupferherz

dann bleiben wiederum zwei Fragen: 1. Werden sie auch heute noch eins zu eins so verstanden und befolgt? Denn ein Befehl ist nichtig, wenn er nicht befolgt wird und keinerlei tatsächliche Auswirkungen besitzt. 2. Und was ist mit den durchaus auch vorhandenen Stellen über Gnade und Barmherzigkeit, Trost und Nächstenliebe?

Es gibt noch eine dritte Frage: war das ein einmaliger Befehl, der, nachdem er befolgt wurde, keine aktuelle Relevanz mehr hat, oder ist das ein allgemeingültiger Befehl?

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Das zeigt aber, dass es zumindest in den großen Religionen Befehle zum Töten gibt. Was schlimm genug ist, da gerade diese Vorbilder sein sollten.

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@PascalMondkind

Das zeigt aber, dass es zumindest in den großen Religionen Befehle zum Töten gibt.

Nein, das zeigt erst mal nur, dass es in den Büchern dieser Religionen Tötungsbefehle gibt.

Aber nehmen wir das Christentum: Tötungsbefehle findest du in der Bibel nur im AT (wenn ich jetzt mal von berichteten Befehlen zur Tötung Jesu oder zur Hinrichtung von Christen absehe, die richten sich ja nicht an, sondern gegen Christen). Und vom NT her ist klar, dass wir die Tötungsbefehle des ATs heute nicht anwenden sollen. Die klassische Stelle dafür ist Jh 8,1-11:

1 Jesus aber ging zum Ölberg.

2 Am nächsten Morgen kehrte er sehr früh zum Tempel zurück. Alle Leute dort versammelten sich um ihn. Er setzte sich und sprach zu ihnen über den Willen Gottes. 3 Da führten die Gesetzeslehrer und Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte 4 und sagten zu Jesus: »Lehrer, diese Frau wurde ertappt, als sie gerade Ehebruch beging. 5 Im Gesetz schreibt Mose uns vor, dass eine solche Frau gesteinigt werden muss. Was sagst du dazu?« 6 Mit dieser Frage wollten sie ihm eine Falle stellen, um ihn anklagen zu können. Aber Jesus bückte sich nur und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie nicht aufhörten zu fragen, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: »Wer von euch noch nie eine Sünde begangen hat, soll den ersten Stein auf sie werfen!« 8 Dann bückte er sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie das hörten, zog sich einer nach dem andern zurück; die Älteren gingen zuerst. Zuletzt war Jesus allein mit der Frau, die immer noch dort stand. 10 Er richtete sich wieder auf und fragte sie: »Frau, wo sind sie geblieben? Ist keiner mehr da, um dich zu verurteilen?« 11 »Keiner, Herr«, antwortete sie. Da sagte Jesus: »Ich verurteile dich auch nicht. Du kannst gehen; aber tu diese Sünde nicht mehr!«

Dass heißt also: auch wenn du in der Bibel Tötungsbefehle findest, gibt es sie im (biblischen) Christentum nicht.

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@helmutwk

Du weisst schon, dass das Christentum auf der Bibel aufbaut? Nein? Tja, dann weisst du es jetzt. Dieses Buch ist der Grundstein des Christentums. Zudem hat Gott auch Sklaven gehalten und kleine Kinder von Bären zerfleischen lassen, bloß weil sie mal irgendjemanden "Glatzkopf" oder so genannt haben.

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@helmutwk

helmut

Dass heißt also: auch wenn du in der Bibel Tötungsbefehle findest, gibt es sie im (biblischen) Christentum nicht.

Diesen semantischen Unsinn muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Selbst wenn Du in der Bibel (bestehend aus NT UND AT! - immerhin das "Grundgesetz" aller Christen in all ihren Schattierungen!) Tötungsbefehle finden solltest, betrifft das nicht das biblische "Christentum"! Sic! Hurra! 

Wenn Du beim Fahneneid der Bundeswehr hinter dem Rücken die Finger kreuzt, brauchst Du Dich nicht mit Gewissensbissen zu plagen, wenn Du im Einsatz mal einen unschuldigen Zivilisten "kollateral" umschießt! 

Haben die Christen nun endlich eine andere "heilige Schrift" zu ihrem Wunderwerk gemacht? Gehören die Fans des "biblischen Christentums" nicht mehr zu den Heerscharen der übrigen Christen?  

Was gibt es sonst noch für "Christen" außer denen, die sich auf die Bibel berufen?

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Hier ein paar Überlegungen für die, die noch mitdenken:

In vielen Stellen des NT erhebt Jesus Christus den Anspruch, der Nachfolger Mose zu sein, z. B. 

Mk 1,44; Mt 8,4; 19,17; Lk 5,14; 20,28, 24,27; u. a.

Schließt er hier die Tötungsgebote des AT expressis verbis aus? NEIN!

Hebräer 10, 28-31: "Wenn jemand die Vorschriften Gottes bricht, muss er erbarmungslos sterben, es brauchen ihn bloß zwei oder drei Zeugen anzuzeigen.... Denn wir kennen den, der gesagt hat (Mose 32,35-36): "Die Rache ist mein, ich will vergelten", und wiederum: "Der Herr wird sein Volk richten", schrecklich ist´s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen".

Sagt er hier, dass keiner getötet werden und in barmherziger Nächsten- bzw. "Feindesliebe" behandelt werden soll?? NEIN!

Lukas 12,49-51 (Jesus spricht): "Ich bin gekommen, um die Erde in Feuer zu legen. Ich möchte nichts lieber, als dass es schon brennte!....Meint ihr, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Nein, sondern Zwietracht....."

Denkt jemand, dass er "Zwietracht" mit "friedlicher Koexistenz" und "Nächstenliebe" realisieren könnte? 

Also, Freunde des "wahren" Glaubens! Misstraut allen, die Euch erzählen wollen, dass das NT was anderes ist als das AT! Jesus war sicher ein freundlicherer Typ als seine alttestamentarischen Vorväter! Aber seinen Glauben durchsetzen wollte er auch, notfalls mit Schwert und Feuer!

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@reisswolfneu

Du solltest nicht über Dinge sprechen über die du keine Recherchen betrieben hast .

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Andererseits vertreten viele Religionen ja auch ein Mordverbot. Wenigstens ein Verbot, Menschen zu töten, die mir nichts Böses  getan haben. Ich möchte nicht wissen, wie viele Kriege dadurch verhindert wurden.

Dann kommt es auch immer darauf an, was genau wir unter "Religion" verstehen. Der Glaube an einen Gott oder an mehrere Götter ist in dieser Hinsicht zweischneidig. Der Glaube, dass der eigene Stamm der einzig lebensberechtigte auf der Welt ist, ist eine Religion (oder ein Bestandteil einer Religion), die naturgemäß viel Unheil bringt. Der Glaube, dass jeder Mensch von sich aus ein Recht auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben hat, ist eine Religion (oder ein Bestandteil einer Religion), die naturgemäß viel Unheil verhindert.

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