Kann man redegewandt sein bzw. sehr gute Aufsätze schreiben auch wenn man sehr ruhig ist bzw. wenig spricht am Tag, obwohl man sehr viele Bücher liest?

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10 Antworten

Natürlich kann man das auch, wenn man ruhig ist. Denn gerade wenn man eher ruhig ist, denkt man vielleicht um so mehr oder kann das, was man vielleicht nicht gerade in Worte fassen möchte, aufschreiben. Es geht ja darum Sachen aufzuschreiben und das kann man auch, wenn man nicht so viel reden möchte. Oft kann man viel zu einem Thema sagen, aber es ist nicht unbedingt nötig. Es kommt immer auf den einzelnen an. Auch in welcher Umgebung derjenige ist. 

Lg 

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Ich denke, je mehr man liest, desto größer wird der Wortschatz, die Fähigkeit sich gut auszudrücken profitiert vom Lesen ungemein. 

Gerade eher stille/schweigsame Menschen sind oftmals die besseren Sprecher... sie reden halt nur, wenn das Gesagte auch Substanz hat. Sinnbefreites Blabla kann ja jeder.

Auch können sich ruhige/belesene Menschen im schriftlichen Bereich oft besser ausdrücken, denn durch das viele Lesen wissen sie, wie  korrekte Rechtschreibung und Grammatik geht.

(Das ist jedenfalls mein Eindruck)

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Natürlich kommt es vor, dass jemand, der ruhig und eher introvertiert ist, trotzdem ein gutes Sprachgefühl hat und sich schriftlich super ausdrücken kann. Warum auch nicht?

(Ich weiß, wovon ich spreche; bei mir selbst war/ist es auch ein bißchen so...) 

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Was mich hier konkret zweifeln lässt, ist die mangelnde Fähigkeit zu formulieren, gepaart mit Logikfehlern.

Nicht jeder, der redegewandt ist, kann auch ansprechende Texte zu Papier bringen und umgekehrt.

"Obwohl" man viel liest, ist für mich eine sehr dubiose Formulierung, da Lesen eigentlich den Umgang mit Sprache positiv fördert.

Ob man ein ruhiger Typ ist oder nicht, ist für nichts davon von Belang. Bleibt die Frage, warum man wenig spricht. Wer sich jeden Satz gründlich zurechtlegen will, kann vielleicht gute Reden halten, wird jedoch bei spontanen Wortwechseln vermutlich Schwierigkeiten haben.

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Also ich kann mich mündlich nicht sonderlich gut ausdrücken, weil mir die Dinge nicht schnell genug einfallen, ich nervös werde und die Hälfte vergessen. 

Aber schriftlich ist es kein Problem. 

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Es gibt mit Sicherheit eine Diskrepanz zwischen geschriebener und gesprochener Kommunikation, auch wenn diese sich in vielen Bereichen schneiden.

Fragst du einen Neurologen, was Lernen durch Erfahrung eigentlich ist, wird er dir sagen, dass du dir das wie Straßen/Wege/Verbindungen vorstellen musst, die durch Erfahrung (selbst oder Beobachtung anderer) oder auch theoretisches Durchdenken gelegt werden, aber dann nur durch Durchführung wirklich gefestigt und auch "schnell befahrbar", also sicher, werden.

Wenn du nur die Theorie lernst, aber nicht durch eigene Durchführung Erfahrungen (Beobachtung der Einzelfälle ->"Empirie", Abstraktion auf die Theorie ->"Induktion", und dann Anwendung der Theorie auf den Einzelfall ->"Deduktion") sammelst, ist dein Wissen und deine Fähigkeit rund um dieses Thema zwar vorhanden, aber es mangelt dir an der konkreten Anwendungsfähigkeit.

Stell dir vor, du liest dir 100 Ratgeberbücher zum Zeichnen von Bildern durch, nimmst aber nicht einmal einen Stift oder Pinsel in die Hand.

Wenn du dich dann mit all dem theoretischen Fachwissen das erste mal vor ein leeres Blatt setzt und versuchst, ein Bild zu zeichnen, wird das Ergebnis vermutlich nicht besonders toll. Wenn du jetzt allerdings nur einige Wochen lang jeden Tag etwas zeichnest und dabei ständig die Theorie in deinem Kopf verarbeitest und anzuwenden lernst, bist du vermutlich schon nach einer Weile deutlich besser als jemand, der nur durch Praxis lernt und komplett auf die Theorie verzichtet. Die Theorie alleine macht die Fähigkeit nicht aus, aber sie kann ein Katalysator für das Lernen sein. Alles, was du beim praktischen Durchführen feststellst, kannst du in die Theorie einordnen und somit die Theorie, die zuvor sehr abstrakt und unverständlich war, festigen und auch praktisch anwenden.

Ohne Frage wäre es aber sinnvoller und einfacher, erst einmal ein paar Bilder zu zeichnen (die Probleme und Schwierigkeiten feststellen), dann die Ratgeber zu lesen (dabei nach Lösung dieser Probleme suchen und auch schon ein besseres Verständnis dafür haben, was gemeint ist) und schließlich auf die in Grundzügen bereits gelernte Fähigkeit anwenden.

Ähnlich ist es mit kommunikativen Fähigkeiten schriftlicher oder gesprochener Art. Viele Bücher zu lesen, erweitert dein Wissen und gibt dir vielfältige Sichtweisen. Es hilft dir, Dinge besser und schneller einzuordnen und zu verstehen. Eigenschaften wie Schlagfertigkeit, selbstbewusstes Auftreten, richtige Stimmlage und Betonung wirst du dadurch aber nicht lernen. Es ist aber ähnlich wie bei dem Beispiel mit dem Zeichnen. Nachdem du dir sehr viel Wissen und Theorie angeeignet hast, kannst du dann, wenn du dann auch (vermutlich mit Anfangsschwierigkeiten) das selbstbewusste Auftreten und die Schlagfertigkeit etc. gelernt hast, sehr schnell argumentativ überzeugen, weil du auf ein breites und fundiertes Wissen zurückgreifen kannst, über das andere nicht verfügen.

Deshalb ist es in jedem Fall sinnvoll. Heutzutage verfügen viel zu wenige junge Menschen über gute schriftliche und sprachliche Fähigkeiten, sodass du an dieser Fähigkeit unbedingt weiterarbeiten solltest.

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Wenn du viel liest, so hilft das auf jeden Fall. Außer Romanen etc. solltest du aber auch die Zeitung lesen. So weißt du, was in der Gesellschaft passiert und kannst deine Aufsätze auch mit Inhalt füllen.

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Redegewandt sicher weniger, aber gute Aufsätze kann jemand, der wenig spricht aber viel liest, sehr oft, denn durch vieles Lesen, verbessert sich die Rechtschreibung und Formulierung von Texten. Auch Inhalte gut erkennen bringt vieles Lesen, deshalb sicher auch die Fähigkeit, gute Aufsätze zu schreiben.

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Wieso denn nicht? Hat ja nichts damit zu tun wie groß dein Wunsch zur sozialen Interaktion ist. Du liest viel ergo besitzt du ein großes Vokabular.

Lg

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Solltest Du damit dich selber meinen, dann schau dir mal genau an, was Du da geschrieben hast. Das ist nicht "sprachgewandt" sondern eher unverständlich. Der Lehrer schreibt dahinter ein "A" für Ausdruck.
Viel lesen, wenig sprechen: Zusammenhang??? Was soll "unterschiedlich" sein? Davon halten? Wovon?

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Kommentar von Iloveburu
21.11.2016, 16:06

Ich meinte, ob das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, sorry.

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