Kann man Psychotherapeut werden wenn man selber einen an der Waffel hat?

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16 Antworten

Jeder hat einen an der Waffel, das ist schon mal das erste. Dann: wenn Du Schwierigkeiten hats, das eigene zu bearbeiten, dann mach mal selber ne Therapie, damit Du die Geschichten der Patienten aushalten kannst. Und nur so kannst Du auch entscheiden, ob es das richtige für dich ist! Ich hab selber so einiges erlebt, bin aber auch Therapeutin. Das ging aber für mich nur, weil ich vorher sehr viel an mir gearbeitet habe und mich mit meinen Erlebnissen auseinander gesetzt habe. So war ich dann auch mehr als überzeugt, dass ich das gerne Beruflich machen möchte. Also quasi, meinen Weg als Begründung dafür, warum ich anderen auch helfen kann.

Das solltest du mit dem Ausbildungsinstitut, das du dir ausgesucht hast, klären - die bieten immer auch Aufnahmeseminare an, wo man selber (und erfahrene Ausbilder) oft sehr rasch merken, was geht und was nicht. Prinzipiell ist die Ausbildung neben Theorievermittlung dazu da, sich selber (incl. ev. Traumata und der eigenen Geschichte) besser kennen- und verstehen zu lernen - dabei erfährt man auch natürlich eine Menge 'Heilung'. Aber es gibt sicher auch Gründe, das dann nicht unbedingt zum Beruf zu machen, sondern lieber was zu wählen, wo man nicht ständig mit den eigenen Wunden oder Narben konfrontiert ist - und das ist man im Patientenkontakt sehr häufig! Du kannst vielleicht auch mal mit einer Selbsterfahrung (=Eigentherapie) beginnen, das tut dir persönlich sicher gut (und wird später dann auf die nötige Selbsterfahrung angerechnet) und in die ganzen Theorie- und Fachseminare erst dann einsteigen, wenn du dir in und aufgrund der Therapie sicher bist, dass der Beruf für dich passt. Spart Zeit und Geld!!!

Wie schon oft gesagt, haben alle einen an der Waffel. Z.B. jene pychopathischen Egomanen in den Vorstandsetagen oder profilneurotische Hausmeister, Sekretärinnen, helfersyndromatische Krankenschwestern, Pfleger Ärztinnen usw. Und die meisten verdienen mit ihren Macken ihre Brötchen. Gott sei Dank! Sonst würde unsere Wirschaft vor sich hindümpeln und unser Gesundheits- und Sozialwesen müsste nach Thailand outgesourced werden. Und dann gibt es solche die mit Hilfe anderer über ihre Waffeln reflektieren. Und manchmal denken die dann, das möchte ich auch können: Leuten beim reflektieren zusehen und zuhören. Und manchmal werden die dann Psychotherapeuten. Aber es kann auch alles ganz anders sein. ;-)

Meiner meinung nach ist das bei diesem Job normal,ich finde wenn man viel mit solchen Leuten zu Tun hat Färbt das mit der Zeit ab. Also um solänger du diesen Job macht um so mehr hast du einen an der Waffel

bei dem herbsetzenden Gebrauch Deiner Wortwahl zu diesem Thema, liegt der Verdacht nahe, dass Du es nötig haben könntest Dich irgendwann einmal näher mit dem Thema befassen zu müssen...

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...vielleicht ist das sogar Voraussetzung dafür, denn sonst hätte man/frau wohl garkeinen Bezug zu dem Thema. Ausserdem ist die alte Weisheit, wenn ich Rat brauche, gehe zu einem Erfahrenen aber nicht zu einem Gelehrten. Interessantes zu der Frage git es hier noch nachzulesen: http://www.symbolon.de/downtxt/therapie.pdf

P.S.: Ich denke, Du hast das zeug zu einem guten Therapeuten; die Voraussetzungen sind da!

Alle Leute, die irgendwie im sozialen Sektor arbeiten (wollen), haben einen an der Waffel, habe ich festgestellt. Eben dieser Effekt führte zum Berufswunsch - und?

hofffentlich bleibst Du davon verschont!

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@Nordseehund

Meinst Du mich? Zu spät - ich bin Heimerzieherin! Und in der Ausbildung kam mir diese glorreiche Erkenntnis...

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a) Es hat doch jeder mehr oder weniger einen an der Waffel.

b) Wem das bewusst ist, der hat mehr Verständnis für Andere.

c) Während der Ausbildung zum Psychotherapeuten sollte man sich mit seinen Traumata auseinandersetzen und sie so weit möglich und sinnvoll "unter die Füße" bekommen.

"Meint ihr, dass ich trotzdem ein guter Psychotherapeut werden könnte?"

Ja.

Danke! Und ihr könnt dann alle zu mir in Therapie kommen!

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Sind in dieser Branche nicht so wie so die meisten Therapeuten ihr eigener (und bester) Patient???

womit verdienen sie dann ihre Brötchen?

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@Nordseehund

Ich denke es gibt genug Patienten mit denen sie ihr täglich Brot verdienen können. Sich selber therapieren sie dann in ihrer Freizeit...

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@Nordseehund

mmmhh also wenn ich mir mal durch den Kopf gehen lasse wie oft ich hier bin.... Doch das trifft auch auf mich zu ;-)

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haii ich glaube wenn es nur ein "kleines" traumata ist kann man schon Psychotherapeut werden. Aber wenn man so richtig einen an der Waffel hat würde ich es lieber lassen.

Also ich bin kein Serienmörder oder so!

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"kleines" traumata gibt´s nicht! Abgesehen davon, dass "traumata" die Mehrzahlform von "Trauma" ist...

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ja weil selbsterkentnis führt ja bekanntlich zur besserung

während meiner Unizeit hieß es immer, dass die Psychologiestudenten die größte "Klatsche" selbst haben... ;-)

Also fast jeder Psychotherapeut, den ich kennengelernt hatte, ist schon manchmal sehr seltsam. Aber nur etwas. Auch manchmal ein bisschen vergesslich.

Schau Dir mal den Film an: "Was ist mit Bob?" - Dann weisst Du bescheid.

Ok merk ich mir, danke!

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@lottekestner

ja der ist wiklich gut! Der Job schließt es nicht aus, ganz fürchterlich auf den Ego-Tripp zu kommen!

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Ich war mal bei einem, der aß ein Stück Kuchen während der Sitzung.

ECHT???? Hast Du was gesagt?? Das ist ja eine Frechheit!

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hat er wenigstens mit Dir geteilt?

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@Alex91

Wär doch was, nicht wahr? Gemeinsam essen fördert die Vertraulichkeit, wie war das noch?

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@heikephs

schlimmer ist es wenn sich einer ´ne Kippe dabei ansteckt... der hat noch nicht mal gefragt, ob ich von dem Qualm was abhaben will.

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Die meisten die Psychologie studieren

tun das um sich selbst zu therapieren.

Ich habe ein prima Buch, das heißt: Lügen, die wir glauben, von Chris Thurman. Schau mal unter booklooker.de nach, da sind einige im Angebot.

Sehr hilfreich, um paar der eigenen Klatschen loszuwerden...

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