Kann man psychisch kranken Menschen helfen?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Guten Abend :)

Im Prinzip kann man, wenn man nichts dergleichen studiert hat, psychisch Erkrankten Menschen nicht helfen...aber man kann sie (als Angehöriger) unterstützen und da liegt der Unterschied.

"Richtige" Hilfe bekommen Betroffene nur bei professionellen Ärzten bzw in Kliniken und manchmal müssen sie auch mit Medizin behandelt werden.

Natürlich kann es vorkommen, dass Betroffene sich nicht eingestehen wollen, dass sie psychisch Erkrankt sind. Viele dieser Menschen verstehen auch Emotionen andere Menschen nicht richtig bzw können mit diesen nicht sonderlich gut umgehen. Borderliner zum Beispiel können viele probleme mit zwischenmenschlichen Dingen haben. Man sagt oftmals, dass die "Logik" psychisch erkrankter Menschen anders funktioniert, als von Nichtbetroffenen. In wie weit das stimmt, kann ich nicht sagen.

Wichtig ist es, dass diese Menschen von alleine einsehen Hilfe zu benötigen und freiwillig die Therapie antreten. Außerdem brauchen sie viel Unterstützung und Gedult ihrer Mitmenchen und jemanden, der sie wieder zurück in den Alltag führt.

LG :)

DBKai 13.07.2017, 18:17

Wahrscheinlich... ich kann mir aber schon vorstellen, dass auch Leute, die das nicht studiert haben - helfen können... sofern sie sich Verhaltensweisen der anderen Person irgendwie erklären können... 

0
LoLanet23 14.07.2017, 09:55
@DBKai

Eher schwieriger. Die Frage ist nämlich auch, was andere Personen denn mitbekommen von der Krankheit. Viele Psychisch Erkrankte sind sehr gut darin die wahren Gefühle zu verstecken...viele Handelsweisen sind für Nichtbetroffene einfach auch überhaupt nicht nachzuvollziehen...und das sind alles Dinge, für die Studierte Fingerspitzengefühl haben...sie haben über die Verhaltensweisen gelernt und vorallem aber haben sie auch gelernt sowas nicht mit ins eigene Leben zu nehmen und da mehr oder weniger "gefühlskalt" zu bleiben und das ist natürlich definitiv sehr sehr schwer, wenn man Angehöriger einer erkrankten Person ist, da man meist eine engere Bindung aufgebaut hat.

Sprich als "nicht Studierter" kann es sehr schnell passieren, dass man sich selbst vernachlässigt und sich alles nur noch um die psychische Krankheit dreht und am Ende besteht die Gefahr, dass die eigene Psyche darunter leidet. Und das alles ist kontraproduktiv.

Wie gesagt, man kann diese Menschen unterstützen und ermutigen in Dingen, die sie gut machen aber richtig professionell Helfen geht meistens schief...weil sich auch sehr schnell Schuldgefühle entwickeln können, wenn man merkt, dass man nichts machen kann.

0

Was möchtest Du wissen?