Kann man Pferden Heilerde geben?

4 Antworten

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Ja und gebe ich dann da auch.

Allerdings verweise ich immer auf die Argiletz Heilerde Ultrafein, weil die am besten Funkt.

Mit Heilderde hat man drei Probleme auf einmal erledigt.

Übersäuerung, Entzündung und Gasbildung.

Danke für deine Antwort. Wie gebe ich die Heilerde und in welcher Menge?

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@onuzz

Einen gestrichenen Esslöffel voll je morgens und abends bei akuten Problemen. Bei Langzeitproblemen reicht 1 Esslöffel voll ein mal am Tag.

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ja, mache ich auch gelegentlich: 1 gestrichener TL über die eingeweichten Heucobs und dazu noch 50g Bierhefetrester - das alle 1-2 Tage und dann 1.2 Wochen lang hat bei mir gut geholfen (sowohl Isländersenior als auch hochblütiges DR-Pony) für einen WArmblüter brauchst du also ca. die doppelte Menge ABER bitte erstmal mit einer kleinen Portion "einschleichen", damit es keine verstopfung gibt!!!

ich würde es nicht tun.

ich würde am ehesten die fütterung auf heu umstellen und dafür sorgen, dass das pferd möglichst keinen stress hat.

magenprobleme beruhen meist auf zu viel nicht gebundene kohlenhydrate (das pferd ist ein zelluloseverwerter) und stress. stress sorgt dafür, dass eine leichte magenreizung zu einer magenschleimhautentzündung führen kann.

da würde ich eher den tierarzt rufen und vorübergehend ein medikament zum magenschutz geben, das nach tierärztlicher anweisung gegeben wird.

aufgrund der besonderen struktur des verdauungssystems lagert sich beim pferd besonders leicht jegliche form von erde und sand in den bauchseitig liegenden darmschlingen an. das verstärkt das problem, kann zu sandkoligen und verminderter darmpassage des darminhalts bis hin zum darmverschluss führen.

bei magenproblemen kann man zusätzlich zu tierärztlichen massnahmen über einen zeiraum von 14 tagen leinsamenschleim füttern. 2x täglich 50g leinsamen mit 200ml wasser und einem gestrichenen teelöffel salz übergiessen und eine halbe stunde quellen lassen, bis der leinsamen gequollen und ein schleimiger brei entstanden ist. die meisten pferde fressen das gerne. bei anderen muss man eventuell mit einer kleinen handvoll hafer mischen oder den schleim über eine sondenspritze eingeben. anschliessend maul zuhalten, damit geschluckt werden muss.

das wichtigste ist aber das hinzuziehen des tierarztes, eine gründliche untersuchung und eine diagnose.

Aber....

die Magenmittel die ein TA verschreibt sind allesamt Säureblocker - diese sind weit Schädlicher als Heilerde.

Man gibt Heilerde ja nich in Massen sondern in Maßen.

Die ultrafeine Heilerde von Argiletz z.B. kann sich gar nicht irgendwo ansammeln, dafür ist sie nicht schwer genug. Auch die braune Heilerde ist super Fein und belastet den Darm weit weniger als mit dem Futter aufgenommene Erden.

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Das Pferd bekommt nur Heu, im Sommer kontrolliert Gras, dazu Mineralfutter. Lebt im Offenstall. Die Besi ist Freizeitreiterin u. reitet gut. Ca. 5x die Woche. Wenn er akute Schübe hat bekommt er Gastroguard bzw. Pepticure.

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@onuzz

die ultrafeine kannte ich noch nicht. da vertraue ich friesennarr und würde absolut zustimmen.

@friesennarr: vielen dank. ich werde mich über diese heilerde mal näher informieren. klingt sehr gut! was meinst du zum thema leinsamenschleim?

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@ponyfliege

Leinsamen - den braunen und dann gekocht wie früher. Den fertigen goldgelben finde ich nicht "schleimig" genug.

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