Kann man Patentante bzw. Onkel werden, obwohl man selbst nicht getauft ist?

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11 Antworten

Ob die ausgesuchten Paten gute Paten für Ihr Kind sind, kann die Kirchengemeinde nicht prüfen; das tun Sie gewissenhaft. Doch auch die Kirche hat Anforderungen an Taufpaten - und umgekehrt dürfen die Paten Erwartungen an die Kirchengemeinde haben. Denn beide Seiten gewährleisten in gemeinsamer Partnerschaft die christliche Erziehung des getauften Kindes. Die christliche Erziehung zu unterstützen, dass ist die Anforderung, die die Kirche an Paten stellt. Daher sind in den Kirchenordnungen formelle Bedingungen für die Übernahme des Patenamtes formuliert:

Ohne einer christlichen Kirche anzugehören, kann niemand Taufpate werden. Und zumindest ein Pate muss die Konfession haben, in der das Kind aufwachsen soll. In der katholischen Kirche müssen Paten getauft, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sein. Die evangelische Kirche erwartet, dass Taufpaten getauft und konfirmiert sind. Sprechen Sie mit Ihren Geistlichen vor Ort, welche Bedingungen Paten erfüllen müssen. Auf evangelischer Seite sind die Anforderungen in den Landeskirchen unterschiedlich. Und auch die einheitlichen Vorschriften der katholische Kirche sehen aus seelsorglichen Gründen gewisse Ausnahmereglungen vor. Sprechen Sie mit den Geistlichen über die Möglichkeit, Personen, die den Anforderungen der Kirche für das Patenamt nicht (oder noch nicht) entsprechen, als Taufzeugen einzusetzen. Entsprechende Regelungen werden unterschiedlich und mancherorts sehr frei gehandhabt.

Geistliche werden oftmals kritisch gefragt, warum das Patenamt mit der Kirchenmitgliedschaft verbunden ist; man könne doch auch an Gott glauben ohne in der Kirche zu sein. Ja, richtig, persönlicher Glaube ist sehr unterschiedlich und kann auch außerhalb der Kirche sehr wohl existieren. Zum Glück versuchen die großen Kirchen nicht, den persönlichen Glauben zu überprüfen, im Gegensatz zu manchen Sekten. Die katholische und die evangelische Kirche sind ein Dach, unter dem sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Glaubenserfahrungen versammeln können, gut so. Es geht nicht darum, den Glauben der Paten zu prüfen. Aber sie sollen bereit sein, dem Kind den Wert der christlichen Gemeinschaft zu vermitteln. Das ist eine wichtige Aufgabe des Taufpaten / der Taufpatin. Auch sollen sie dafür sorgen, dass die Kirche das Kind nicht vergisst. Wer sich aus der Kirche entfernt hat, kann also sehr wohl an Gott glauben, aber, wie kann er „glaubwürdig“ zur verantwortungsvollen Mitgliedschaft in der Kirche erziehen?

http://taufe-texte.de/Taufpaten.htm#Kirchenerwartungen

nein, rechtens ist das nicht, außerdem ist es eine Verantwortung sowohl der Eltern gewissenhaft die Paten auszusuchen und die Anforderung an die werdenen Paten die moralische Verpflichtung das Amt gewissenhaft ausführen zu wollen, was man natürlich auch ablehnen kann.

Ich denke, dass kommt auf den Pfarrer an. Bei meinen 4 Kindern, mußte ich nie irgendwelche Bescheinigungen etc. vorlegen, als ich sie zur Taufe anmeldete.So hat eins meiner Kinder sogar Paten, die damals schon aus der Kirche ausgetreten waren.

Die Katholiken sind da strenger, die Protestanten wiederum drücken schon mal ein Auge zu ;-)

Habe für meine Tochter jemanden als Taufpaten, der aus der Kirche ausgetreten ist. Es hat niemand danach gefragt!

doch, du musst sogar konfirmiert sein. kannst ohne taufe und konfirmation auch nicht kirklich heiraten. zumindest bei den evangelischen.

Panikgirl 13.04.2009, 23:25

sorry, aber als ich Patin wurde, war ich sogar schon längst aus der Kirche raus gewesen. Hat mich niemand nach gefragt - war eine evg. Kirche

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sturmei 13.04.2009, 23:55
@Panikgirl

dann war es dem pfarrer(-in) wohl egal. in der regel geht das aber nicht, war nämlich heute im ostergottesdienst und hab mich mit unsrer pfarrerin über das thema konfirmation unterhalten, weil sie mir sagte dass ich dann auch kein patenamt übernehmen kann, weil ich mich nicht konfirmieren lassen will. (und ohne taufe dann erst recht nicht)

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delight90 14.04.2009, 08:33
@sturmei

meine schwester hat aber auch ohne komfirmation geheiratet

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Bei den evangelischen Christen meist schon, bei den Katholen nicht...

sturmei 13.04.2009, 23:12

nein, das geht nicht.

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warenjka 13.04.2009, 23:12

doch, ich glaube schon. zumindest darf der taufpate evangelisch sein (bei den katholiken)!

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schmara 13.04.2009, 23:14

also meine tochter evg. hat Taufzeugen! das geht!

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sturmei 13.04.2009, 23:18
@schmara

erinnerung in der frage geht es ja darum, ob man getauft sein muss und nicht ob evangelisch oder katholisch.

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ohja, weil die ursprüngliche Aufgabe eines Paten heute fast niemanden mehr interessiert...

patricia96 13.04.2009, 23:31

dann ist es ja nur ein unverantwortliches Spiel - und das ist nicht sinn der sache

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Wiki007 28.11.2012, 18:36

die ursprüngliche Aufgabe des Paten, besteht darin das Kind zu erziehen und sich darum zu kümmern, falls die Eltern sterben. Natürlich aber auch besteht ihre Aufgabe darin sich um das Kind so zu kümmern. Meiner Meinung nach hat das nichts mit dem Glauben oder der Kirche zu tun, warum sollte also ein Buddhist oder ein Moslem nicht Pate meines Kindes sein dürfen?

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und wie schauts aus schwesterherz? kann ich patentante werden :-P

bei uns ist man denn Taufzeuge.- das ist das gleicht heißt nur anderes.

patricia96 13.04.2009, 23:29

nein das stimmt nicht, Taufzeugen haben nichts mit Taufpaten zu tun

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